Osttirol goes IBK

2020 ist Zeit um endlich die Dinge zu tun die man schon lange verspricht und doch nicht macht und das ist wirklich gut. Eine gefühlte Ewigkeit spreche ich schon davon, dass ich meine Freunde in Innsbruck besuchen komme, aber irgendetwas ist immer dazwischen gekommen. Doch jetzt haben Katrin und ich es endlich geschafft und wir haben so viele tolle Dinge erlebt. Hatten eine großartige Zeit mit Moidl, Chrisch, Sebastian, Sabrina und Florian. Abwechslungsreicher Trip, mit viel Lachen, Sonne, Berge, guter Luft,… Brauch man wirklich mehr? Muss man wirklich weiter weg? Ich denke, seltener als vermutet oder geglaubt. Österreich ist wirklich lebenswert und kann einen viel bieten. Klein aber ohooo. 😀

Nun von Anfang an alles über unseren Ausflug: Am Montag ging es mit dem Auto von Innsbruck zum Achensee, der circa eine dreiviertel Stunde entfernt, zwischen Bergen und einer unglaublichen Kulisse liegt. Das Wasser glasklar, blau. Wetter perfekt. Dort haben wir uns mit Sabrina getroffen. Haben zu dritt die Sonne genossen, gequatscht und den See betrachtet. Er war nämlich wirklich sehr kalt, um wirklich darin zu schwimmen, auch wenn Katrin so mutig war und ganz in den See gegangen ist. Einfach nicht denkbar für mich. 😀

Zurück in Innsbruck haben wir uns für den Abend hergerichter. Es stand Indisch essen mit Chrisch und Moidl am Programm. Ein sehr unscheinbares Lokal mit dem Namen „Sahib“ in der Sillgasse. Das Essen war so gut und mit den drei Mädels ist es natürlich immer herrlich. Damit die kurze Zeit auch perfekt genutzt wurde, ging es noch auf ein Getränk mit Florian im Treibhaus. Schon seit circa fünf Jahren, als ich das erste Mal in Berlin von dieser Location gehört habe, möchte ich da hin. Es musste zwar etwas Zeit vergehen, aber früher oder später klappt es ja dann doch. Schöner Gastgarten, wie vermutet alternativ angehaucht und gemütlich. Es war ein lauer Sommerabend, perfekt einfach. 🙂

Nachdem der Gastgarten geschlossen wurde ging es dann auch nach Hause, etwas Rasten bevor der nächste Tag mit vollem Programm heranrauschte. Der heißeste Tag des bisherigen Sommers stand vor der Tür und diesen wollten wir optimal nützen. Katrin hatte herausgefunden wie und zwar in dem wir die InnsbruckCard kauften. Für 48 Stunden kostet dieses Karte 55 Euro und die ist sie auch definitiv wert. Es sind nicht nur fast alle Museen Innsbrucks in der Karte inkludiert, sondern auch die Nordkettenbahn, die Patscherkofelbahn, der öffentliche Verkehr und vieles mehr. Eine Fahrt mit der Nordkettenbahn alleine kostet schon 38 Euro, daher war die Investition goldrichtig und wir haben sie auch perfekt genützt indem wir sowohl mit der Nordkettenbahn zum Hafelekar als auch auf den Patscherkofel gefahren sind. Beide Erhöhungen bzw Berge haben eine spektakuläre Aussicht und auf Grund des schönen Wetters, war der Weitblick großartig. Bei der Talfahrt vom Patscherkofel hatten wir ein wenig Pech, weil es ab der Mittelstation ein technisches Gebrechen gab und es vorerst so aussah als würde kein Lift mehr fahren. Also beschlossen Florian (er hat uns hier rauf begleitet) und ich zu Fuß zu gehen. Natürlich erst als wir gehört haben, dass Katrin sicher nach unten kommt. Nach einer guten dreiviertel Stunde gehen, bekomme ich einen Anruf von Katrin, die selbstverständlich gerade mit der Bahn nach unten fuhr. Das Gebrechen war doch nicht so gravierend als vorerst vermutet. 😀 Es war gut mich zu bewegen und ich verbringe auch immer gerne Zeit mit Florian, daher war es gut so. Wir haben noch etwas im Gasthaus Heiligwasser getrunken und dann ging es vollends in die Stadt zurück. Volè zu Chrisch und Sebastian nach Hause. Ein weiterer schöner Abend stand vor der Tür. Es gab Antipasti und es hat soooo gut geschmeckt. Schön das Moidl und Chrisch sich beide Abende für uns Zeit genommen haben und wir wirklich Zeit hatten zu quatschen. Das passiert eh viel zu selten und dennoch ist es immer so als wären erst wenige Tage vergangen. 🙂

An unserem letzten Tag hatten Katrin und ich noch die Bergisel Skisprungschanze am Programm, die wir beide noch nicht gesehen hatten. 🙂 Doch davor ging es noch in Joul’s Kaffeesiaderei zum Frühstücken. Kleines, feines Kaffee, wer Kaffee mag sollte da vorbei schauen. 🙂 An unserem letzten Tag hatten wir nicht nur Glück mit dem Wetter, sondern auch die Gelegenheit dem polnischen Skisprung-Nationalteam beim Training zu zuschauen. Wirklich ein cooles Erlebnis. Die Männer sind wirklich mutig, wow. 😀

Nach einem kleinen Mittagessen ging es dann schon wieder nach Hause. Es lief beim Fahren alles einwandfrei. Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt und auch wenn ich bisher nicht wirklich von Innsbruck überzeugt war, hat es mir dieses Mal wirklich super gefallen. Vermutlich auch weil wir die typischen Sightseeing Points ausgelassen haben und uns auf die Dinge konzentriert haben, die wir noch nicht gesehen haben und vor allem wo nicht jeder hinläuft. Das merke ich immer wieder, dass mir die ruhigen Orte, die möglicherweise etwas schwerer zu erreichen oder vielleicht nicht so offensichtlich sind, viel besser gefallen als die die jeder sehen möchte. Ein gelungener Ausflug ist für mich, wenn ich ihn genießen kann und neues über meine Umgebung lernen kann. 😀

Ich bin ein Glückskind

Wie oft machen wir uns negative Gedanken, sehen etwas pessimistisch oder grübeln über etwas Geschehnes stundenlang nach, manchmal sogar Monate oder sogar Jahre und haben dadruch das Gefühl, dass die Welt gegen uns ist? Die Antwort ist definitiv zu oft. Wir sind alle ein Wunder. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, auch wenn etwas nicht so ist wie wir es uns gewünscht haben, gibt es noch so viele andere, unbewusste Dinge, die einfach so passieren und uns zeigen sollten, wie wertvoll und glücklich unser Leben ist. Aber dafür muss man den Blick von den negativen Umständen weglenken. Wir müssen aufhören zu denken, dass das Leben ein einziger roter Faden ist, der sich geradlinig von einem Ende zum anderen spannen lässt. Wir müssen aufhören zu denken, dass Umwege, Kurven, Abzweigungen, Steine die uns den Weg versperren, etwas Schlechtes sind und uns davon abhalten, wer wir wirklich sind. Es ist nicht wahr. Genau diese Umwege, Kurven und Abzweiungen machen uns zu dem der wir sind und das ist vollkommen okay so. Umwege, Kurven und Abzweigungen verunsichern uns viel zu sehr und dabei vergessen wir darauf im Hier und Jetzt zu leben, zu genießen und zu wachsen. Natürlich können diese Wege schmerzhaftes in uns aufwühlen, doch es bleibt unsere Entscheidung, ob wir weitergehen und das Schmerzhafte zulassen, ob wir zurück gehen oder eventuell einen Schleichweg finden der uns noch einmal davor bewahrt diese Gefühle zulassen zu müssen. Aber in Wirklichkeit können wir nicht davor weglaufen, uns nicht verstecken. Wenn wir unseren Blick schärfen und auch den Blick hinter die Fassade zulassen, dann werden wir das Wunder erst erkennen. 🙂

Always look on the bright side of life :)

Seit Dienstag bin ich im Urlaub und es tut nach dieser wirklich hektischen und stressigen Zeit im Büro wirklich gut einmal abschalten zu können. Der Juni war nicht wirklich einfach, so viele Dinge die nach- und vorbereitet werden mussten, aber alles ging gut, glaube ich zumindest. 🙂
Auf jeden Fall habe ich mich am Dienstag schon sehr auf die Heimfahrt gefreut und ich habe gleich einen sehr großen Teil meiner Sachen von Wien mit nach Hause genommen und die liebe Johanna hat mir angeboten, dass sie mich am 7. August mit dem Auto in Wien abholt und nach Osttirol bringt, so bekomme ich auch den Stuhl und den Staubsauger ohne Probleme heim. Das ist wirklich sooo lieb und ich werde ihr dann ein wunderschönes Wochenende in Osttirol machen. 😀

Am Mittwoch wollte ich mir dann einen neuen Kleiderkasten kaufen, damit ich meine Kleidung platz habe, leider nicht fündig geworden, aber mittlerweile habe ich es auch geschafft meine Kleidung so zu verstauen, auch wenn es ziemlich voll ist und nicht schön aussieht. haha…
Am Abend ging es dann mit Maria und zwei Arbeitskolleginnen (Paulina und Aline) mit dem Zug nach Innichen (San Candido) und dann mit dem Fahrrad die 44 km wieder zurück. Sehr gemütlich, meist geht es leicht bergab, entspannt und wirklich traumhaft schön. Die Pizza danach haben wir uns sowas von verdient, erstens weil wir fleißig waren und zweitens weil wir eeewig darauf gewartet haben, aber die Pizza war sooo gut. YUMMY!!! 😀

Wie gewohnt bin ich am Donnerstag früh aufgestanden und habe mir vorerst einmal eine gemütliche Meditation und danach ein paar Stretchübungen gegönnt. Das Stretchen versuche ich gerade als eine neue Gewohnheit in mein Leben einzuführen. Mach es mittlerweile eine gute Woche jeden morgen circa 10-15 Minuten und es tut schon gut sich ein bisschen zu dehnen und das starre Gefühl ein wenig loszuwerden. Auch wenn es extrem weh tun kann. Gerade geht sich das super aus, weil ich im Urlaub natürlich keinen Stress habe und deshalb ist es auch gut, dass ich damit jetzt beginne, dann fällt es mir im stressigen Arbeitsalltag vielleicht auch etwas leichter. Zumindest hoffe ich das so. Danach habe ich mich für meine Bike-Tour fertig gemacht. Kurz nach 8:00 Uhr habe ich mich auf den Sattel geschmissen und bin Richtung Debanttal geradelt. Vorbei an der Zenz weiter in Richtung Seichenbrunn und dann um die die Kurve zur Faschingalm. Das Wetter war perfekt und die Tour ist auch nicht zu anstrengend, obwohl man dabei über 1400 Höhenmeter macht. Es ist gemütlich gewesen.
Am Nachmittag habe ich noch in der Sonne relaxt und am Abend ging es dann zu Paulina (die junge Ärztin vom Vortag) und wir haben gemeinsam ein paar Spiele gespielt und gequatscht. Schöner Abend und einer der ersten Sommerabende die ich so richtig im Freien genossen habe.

Nach einer durchwachsenen Nacht habe ich mich am Freitag um 6:00 Uhr nach dem morgendlichen Dehnen für die geplante Bergtour mit Florian fertig gemacht. Wir wollten zum Alkuser See, sind aber dann doch wo anders hingegangen. Gleich eine schwarze Tour, mit leichten Klettereinheiten und überqueren von Schneefeldern, brauchte doch etwas Überwindung dazu. Aber der Ausblick und alles war es auf jeden Fall wert. Ein kurzer Besuch auf der Hochschoberhütte war nach dem Abstieg auch drin und dann ging es wieder ins Tal. Es war herrlich und ich war sehr stolz auf mich. Zudem habe ich soo gut geschlafen 😀

Heute war leider schlechtes Wetter, aber alles halb so schlimm so konnte ich einmal eine „Pause“ einlegen, nur eine kleine Kraftübungs-Einheit war dabei und natürlich das Dehnen nach dem Aufstehen. Den Nachmittag habe ich mit Isi, Jasse und Maria verbracht. Lustig und immer wieder schön mit den dreien. Man sieht sich viel zu selten und trotzdem ist es jedes Mal großartig und so hemmungslos lustig. Mittlerweile hat sich das Wetter auch wieder beruhigt und es kommt sogar ein wenig die Sonne raus, das heißt morgen wird es wieder besser sein. Mal schauen was sich da für morgen planen lässt. 🙂