Fazit August 2020

Unglaublich aber wahr es ist schon der erste September in diesem besonderen Jahr. Der August ist wie im Flug vergangen und die letzten zwei Wochen in Wien waren sehr intenstiv. Bin – zumindest heute – etwas erschöpft. Im Großen und Ganzen war der August ein sehr erfolgreiches, emotionalles Monat. In dem es viel um abschließen und sich bereit machen für neue Aufgaben ging.

In der ersten August Woche war ich in Wien. Es war nicht sonderlich spektakulär, eher gemütlich. Ein paar Dinge aufarbeiten im Büro der Volksoper und ansonsten in der Wohnung geschaut, dass soweit alles für den Auszug bereit war. Denn Johanna hat mich liebenswerterweise in Wien mit dem Auto abgeholt und so konnte ich gleich das meiste ohne Probleme nach Osttirol bringen. Ich bin Johanna für dieses Angebot sehr dankbar und habe ihr hoffentlich ein schönes, erholsames Wochenende bei mir bescheren können.

Woche zwei war wieder eine Osttirol-Aktiv-Woche. An den neun Tagen zu Hause habe ich an sechs etwas sportliches gemacht. Umbfallfälle mit Clarahütte, Rauchkofel Sonnenuntergang, Strasskopf, Spitzkofel, spazieren und Karlsbaderhütte. Genau wie ich es mag. Natur und Bewegung. Hoffe sehr, dass ich das auch neben dem Job so weiter machen kann. Bin in den letzten zwei Wochen nicht wirklich zum Sporteln gekommen, da einfach sonst zu viel los war. Im Büro habe ich ziemlich viel gearbeitet und mich selbst teilweise sehr unter Druck gesetzt, weil ich meinen Kolleginnen natürlich so viel Arbeit wie möglich abnehmen wollte. Dabei habe ich fast vergessen, dass ich auch meine Zeit in Wien noch genießen wollte. Beziehungsweise habe ich nicht nur fast darauf vergessen, sondern ich habe bis zum vorletzten Tag darauf vergessen. Das hätte ich ruhig besser machen können. Vor allem der Besuch war sehr unpraktisch und zusätzlicher Stress. Spaß hat das keinen gemacht. Aber darauf möchte ich eigentlich gar nicht näher eingehen, möchte es nur einfach ad acter legen.

Ich bin meinen Kollegen und Kolleginnen sowie Freunden in Wien immer noch sehr dankbar für diesen überwältigenden Abschied. Die vielen liebevollen Geschenke, das alle sich Zeit genommen haben, mir noch so viele liebe Worte mit auf den Weg gegeben haben, war wirklich überraschend schön. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet und daher auch sehr überrascht. Es tut gut zu sehen, dass man seine Arbeit so gemacht hat, dass andere damit zufrieden waren. Das stärkt das Selbstbewusstsein und man geht mit einem Gefühl der Wertschätzung viel einfacher in eine neue Aufgabe rein. Diesen Schwung möchte ich auf jeden Fall mitnehmen. Dafür bin und kann ich sehr dankbar sein. Auch die ganzen Dankesmails von den Förderern einfach wunderschön. DANKE!! Aber auch meine Freunde hier in Osttirol sind großartig. Wurde auch hier sehr liebevoll begrüßt und kann es kaum erwarten endlich ein wenig Ruhe zu bekommen, damit ich das alles wirklich realisieren kann.

Sehr lieb war Judith die mir wirklich einen coolen Tipp gegeben hat und ich sehe mich schon in der Wohnung. Wie ich dort zu Weihnachten Kekse backe, eine kleine Weihnachtsfeier mache, vielleicht auch Silvester dort feierer. Im Herbst eine Einweihungsfeier und meinen Geburtstag feieren. Gemeinsam mit Freunden kochen, Spieleabende etc. Ich lebe in meiner Fantasie schon in der Wohnung und es fühlt sich super an.

Ziele für den September sind auf jeden Fall klar. So schnell wie möglich einarbeiten um Sandra zu unterstützten. Heute muss ich gestehen war ich nicht ganz bei der Sache, aber ich hab schon ein paar Dinge verstanden, zudem sind mir Büroabläufe im Allgemeinen ja eh ein Begriff. Anmelden für den Basislehrgang in Schwaz ist ein weiteres To Do und ein Fitness-Food-Konzept erstellen, damit ich mein Essverhalten wieder in eine gesunde Richtung lenken kann. Jeden Tag ein bisschen etwas. Muss gerade langsam meinen Speicher mit Volksopern-Wissen leeren oder zumindest archivieren, so dass wieder Platz für neues Wissen ist. Vielleicht schreibe ich dafür noch einmal ein neues Handbuch oder einmal scauen was mir am besten dafür hilft. Termine in privater Hinsicht möchte ich zur Zeit einmal ein wenig minimieren, ein bisschen Sporteln, ein paar Mal Kaffee trinken gehen, aber ansonsten werde ich mich eher einigeln und Winterfest machen. Brauch definitiv eine Pause. War eine sehr anstrengendes Jahr, nervlich aber auch körperlich. Priorität Nummer 1 ist auf jeden Fall die Arbeit und das ich da schnell Erfolge zeigen kann. 🙂

Wanderlust

Nach zwei Tagen mehr oder weniger Pause folgten zwei aktive Tage. Am Mittwoch habe ich es endlich auf den Strasskopf mit Mama geschafft. Schöner Berg, vor allem vom Parkplatz oben mit recht wenig Aufwand zu erreichen. In circa einer Stunde bei angenehmen Tempo sind wir auf den Gipfel. Das Wetter war perfekt und wir sind auch rechtzeitig gestartet. So, dass wir den großen Andrang und der Hitze entkommen sind. Nach dieser Tour war am Nachmittag Sonne genießen und lesen angesagt bis am Abend Jakob, Peter und Daniela vorbeikamen und es Tante-Neffe-Time war. 😀 Zudem hab ich mich gleich mit Peter zu einer Tour für den nächsten Tag verabredet. Ein Berg den ich zwar am Schirm hatte, aber ich habe nicht damit gerechnet, das ich ihn so schnell erklimmen werde. Der Spitzkofel, Hausberg von Lienz, der sich aus der Sicht von Dölsach schön hinter dem Rauchkofel versteckt. Eine Tour die für seine Steilheit und auch Länge bekannt ist. Aufwärts ging es übers Hallebachtal und abwärts nahmen wir die Route über die Kerschbaumeralm. Natur pur! 😀 Auf jeden Fall empfehlenswert.

Ich bin noch recht unsicher beim Absteigen, aber schön langsam fühl ich mich etwas sicherer. Das Abwärtsproblem ist ähnlich wie beim Mountainbiken – Aufwärts gerne so weit wie möglich, Abwärts überwiegt die Angst und der Respekt. Dennoch es macht definitiv Spaß sich zu bewegen und der Ausblick ist immer zum dahinschmelzen. Ich freu mich schon auf weitere Touren, aber bevor ich zurück nach Wien muss am Sonntag wird es relativ schwer werden, vielleicht kann ich mir noch eine kleine Tour ermöglichen. Bergsteigen macht auf jeden Fall den Kopf frei und glücklich.

Urlaub 2.0

Mittlerweile hat meine fünfte Urlaubswoche begonnen, die nur durch einen kurzen fünftätigen Aufenthalt in Wien unterbrochen wurde. Jetzt noch einmal für die letzten zwei Wienwochen Kraft tanken, denn die werden wieder intensiv.

Der erste Urlaubsteil war perfekt. Habe sehr viel erlebt, viel unternommen und war viel unterwegs. Nach den schönen Tagen in Innsbruck bin ich noch Tennis spielen, Mountainbiken gewesen (Winklerner Hütte mit Benjamin übers Debanttal) und habe eine Bergtour (Bockstein auf 2805 mit Florian) gemacht. Zudem haben wir noch den Geburtstag von Georg gefeiert, was wirklich gemütlich war. Die Woche jetzt in Wien war wieder voll gepackt mit sehr vielen Freizeitaktivitäten. Bin eigentlich von einem Termin zum nächsten gehüpft, also es ging alles sehr schnell vorüber, fast schon zu schnell.

Am Freitag hat mich nach der Arbeit Johanna abgeholt und wir sind gemeinsam mit den restlichen Sachen nach Osttirol gefahren. Somit wurde meine letzte Urlaubswoche eingeleitet. Am nächsten Tag sind wir gemeinsam zu den Umbalfällen ins Umbaltal gefahren und waren dort wandern. Wir sind bis zur Clarahütte auf 2038 Höhenmetern gekommen. Wirklich wunderschön dort. Überall Wasserfälle und natürlich die Isel. War ein toller Ausflug, den wir nach einem Kaffee in Lienz noch am Tristacher See ausklingen ließen. Nach der abendlichen Jause und einer erfrischenden Dusche, ging es für mich noch zu einer kleinen Geburtstagsfeier von Markus Rauter. Den Sonntagvormittag haben Johanna und ich noch gemeinsam auf der Terrasse verbracht. Sie ist dann bald wieder gefahren. Ich habe es sehr genossen mit ihr. Ausklingen ließ ich den Sonntag mit einer Sonnenuntergangstour auf den Rauchkofel. Florian und ich sind bis zur Dolomitenhütte gefahren und dann die letzten 300 Höhenmeter raufgegangen. Bei einem kühlen Bier haben wir der Sonne beim Untergehen zugeschaut. Das war genau nach meinem Geschmack und ein schönes Ende für das Wochenende.

Bis jetzt war ich noch nicht so aktiv. Gestern habe ich meine restlichen Sachen die ich von Wien mitgebracht habe verstaut, das hat eh ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen und generell bin ich nicht ganz so motiviert. Heute morgen wollte ich eigentlich mit dem Mountainbike Lienzer Hütte fahren, aber es hat gestern stark geregnet und wie schon gesagt die Motivation auf eine mega Tour hält sich in Grenzen. Hab mich zwar schon angezogen gehabt, aber mich dann doch umentschieden. Eine Kraftübungs-Einheit war heute genau das richtige. Nach doch wieder sehr intensiven und anstrengenden Wochen ist es auch einmal gut ein bisschen das Tempo zu drosseln. Die Motivation kommt dann auf jeden Fall zurück und es ist ja eh nicht so, dass ich nichts tue. 😀