Sommer 2023

Nach unserem Urlaub hat der Sommer eigentlich erst richtig begonnen. Das Wetter war dieses Jahr ziemlich wechselhaft und unbeständig, aber trotzdem so schön, dass es für viele Highlights gereicht hat. Die tollsten Erlebnisse werde ich in diesem Blog-Teil kurz zusammenfassen.

Karlsbader Hütte mit Johanna und Helmut

Einen Tag nach unserer Heimkehr hat sich Johanna und Helmut für einen Tagestrip in Osttirol angekündigt. Sie waren gerade für ein paar Tage in Klagenfurt und haben noch zusätzlich den weiten Weg nach Osttirol auf sich genommen. Das Wetter zeigte sich an diesem Sonntag von seiner besten Seite und wir verabredeten uns an diesem schönen Sommertag für eine Wanderung in den Lienzer Dolomiten.

Johanna und Helmut holten uns am Vormittag mit dem Auto ab und wir brachen gemeinsam zum Parkplatz bei der Dolomitenhütte auf. Dort angekommen marschierten wir los zur Karlsbader Hütte. Diese Hütte und das Ambiente dort muss man einfach einmal gesehen und erlebt haben, daher ist es für mich immer eine Wanderung wert und ich zeige es auch gerne meinem Besuch.

Der Weg zur Karlsbader Hütte ist nicht sonderlich schwer. Man hat zwei Möglichkeiten entweder man nimmt den kleinen Steig der sich durch den Waldteil schlängelt oder man geht den Weg über die breite Schotterstraße aus. Wir entschieden uns für eine Kombination aus beiden beim Aufstieg. Die 600 Höhenmeter verfolgen wie im Flug, wir hatten uns einiges zu erzählen und zu besprechen. Florian wählte am Ende einen kleinen Umweg und wir anderen entschieden uns dann am Ende dafür noch um den wunderschön gelegenen Laserzsee zu gehen und ein paar Fotos zu schießen.

Der Ausblick mit dem See und der Hütte ist einfach immer wieder genial. Bisher konnte ich mit dieser Wanderung und dem Blick noch jeden begeistern. Zudem schmälert diese Aussicht die Anstrengungen und die Einkehr in die Hütte mit einem guten Essen lässt die Anstrengungen sogar ganz verschwinden.

Nach dem Abstieg darf natürlich ein kurzer Blick in die Dolomitenhütte nicht fehlen, vor allem weil Johanna und Helmut die Hütte von Instagram kennen und sich schon überlegt haben dort einmal zu übernachten. Das nutzen wir natürlich gleich aus. Tranken noch etwas dort und so hatten die beiden auch die Gelegenheit sich ein paar Infos bzgl. der Zimmerreservierung einzuholen.

Das Wetter war schwülwarm, aber ohne Gefahr eines Gewitters. Daher gab es noch ein Eis und wir schlenderten damit durch die ausgestorbene Stadt. Ein toller Tag mit einer wunderbaren Wanderung und der besten Gesellschaft die man sich wünschen kann! 🙂

Debantgrat

Nach der ersten Arbeitswoche hatten wir einen wunderschönen Samstag vor uns und diesen nutzten Florian und ich um den Debantgrat zu erklimmen. Wir wählten nicht die „normale“ Route von Seichenbrunn weg, sondern wir fuhren mit dem Auto Richtung Hochschober-Hütte. Wie gewohnt sind wir die letzten knapp 300 Höhenmeter zur Hochschober-Hütte gegangen, vorbei an der Hütte geht es leicht rechts Richtung Gartelsee. Der Weg ist kaum steil, sehr gemächlich geht es circa für 30-45 Minuten zum schön gelegenen Gartlsee. Hier sieht man schon wunderschön Richtung Debanttal und auf der anderen Seite zurück zur Hochschober-Hütte. Ein Traumplatz!

Einen Bergrücken folgend geht es weiter bis zum Schobertörl. Der Weg ist wirklich nicht schwer, über Blockgestein, hin und wieder ein paar kleinere Schneefelder. Beim Schobertörl steht man dann zwischen Schober und Debantgrat. Hier packten wir unsere Wanderstöcke weg, denn es war hier ein bisschen zum Klettern. Nichts wirklich schweres, nur das Blockgestein hinauf. Der Weg war halbwegs markiert und nach circa 20 Minuten standen wir am Gipfel mit einer fantastischen Aussicht. Das Wetter ließ einen unbeschreiblich schönen Weitblick zu. Unter uns das Debanttal in voller Weite und vor uns ein Gipel nach dem anderen. Ich konnte mich fast nicht sattsehen.

Nach dem Eintragen ins Gipfelbuch ging es wieder über denselben Weg zurück. Beim Gartlsee packten wir dann unsere mitgebrachte Jause aus und aßen diese mit Blick auf die Hochschober-Hütte. Nach dieser kleinen Stärkung waren wir bereit den restlichen Weg zurück zu legen. Natürlich durfte die Einkehr in die Hütte nicht fehlen, wo wir uns noch eine kleine Nachspeise gönnten.

Einfach immer wieder herrlich die Bergwelt in Osttirol. Das zeigen auch die Bilder der Tour. Für unseren ersten 3000er in diesem Jahr eine perfekte Tour.

Triest mit Tina

Am nächsten Tag wartete schon ein weiteres ganz anderes Highlight auf mich. Am Vormittag ging es für mich und Tina mit dem Auto nach Triest. Beide waren wir noch nicht dort. Gemütlich fuhren wir über den Plöckenpass nach Italien. Verkehr war kaum einer, also war die Fahrt ohne große Probleme. Eine Parkgarage mit viel Platz habe ich mir im Vorhinein schon rausgesucht, damit wir das Auto nicht irgendwo an der Straße parken mussten und es gut verstaut ist. Diese war nur fünf Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt.

Ich hatte eigentlich keine Erwartungen, aber nach Autobahnabfahrt war die Landschaft großartig. Direkt am Meer schlängelte sich eine Straße Richtung Triest. Überall standen Autos, weil es ein sehr heißer Tag war und gefühlt jeder die Zeit am Strand und Meer verbrachte. Gegen frühen Nachmittag waren wir in Triest und quartierten uns in das kleine Airbnb ein. Die Besitzerin war eine ganz liebe Frau mittleren Alters, die uns gleich mit Informationen über Sehenswürdigkeiten und dergleichen volldeckte. Doch wir waren ein wenig kaputt von der Hitze und vor allem hungrig. Also machten wir uns frisch und gingen zum Canale Grande um dort eine Pizza zu essen und einen Aperol zu trinken.

Italo-Feelings. Die Sonne strahlte, die Möwen kreischten, die Pizza schmeckte köstlich. Nach einem Eis machten wir noch ein bisschen rast in der Unterkunft, um uns anschließend für das bevorstehende Konzert fertig zu machen. Maneskin – die italienische Gruppe hat vor ein paar Jahren den Eurovision Songcontest gewonnen und läuft im Radio mit einigen Hits auf und ab. Zuvor machten wir noch eine kleine Runde in der Stadt, tranken noch ein Softgetränk. Damit wir auch ein bisschen was von der Stadt gesehen haben.

Der Bus zum Stadion war mehr als voll. Es war ziemlich eklig schwitzende Körper dicht an dicht und es stiegen immer mehr Menschen ein. Die Schlange vorm Einlass war gigantisch. Wir hatten schon Angst, dass wir es nicht pünktlich ins Stadion schaffen würden. Doch es ging sich perfekt aus, mehr als perfekt. Platz gefunden, gerade hingesessen und zack, erklang der erste Ton des Konzertes. Ein Mix aus ihren Hits in englisch und italienisch. das Stadion war ausverkauft und richtig voll. Bei den leisen, ruhigen Liedern holte jeder sein Handy raus und schaukelte verträumt mit. Das Konzert war mega genial. Seit langem wieder einmal ein Konzert und für Tina war es überhaupt ihr aller erstes. Es hat wirklich sehr viel spaß gemacht und zudem der lauer Sommerabend!

Nach dem Konzert waren extra Busse bereitgestellt um die Konzertbesucher ins Stadtzentrum zu bringen. Es wirkte vorerst als wäre es Ding der Unmöglichkeit hier in einen Bus zu kommen, doch wir schafften es dann doch. Der Bus war natürlich wieder sehr voll und leider musste sich jemand im Bus übergeben, was die Fahrt nicht angenehmer machte, aber es war gerade noch auszuhalten. 🙂 Danach war die Dusche ein einziger Genuss und das Bett eine Wohltat.

Die Nacht war halbwegs erholsam. In der Früh bekamen wir noch ein kleines Frühstück von der Besitzerin und dann ging es auch schon wieder zurück nach Osttirol, denn der kleine Sebastian wartete schon auf seine Mama. Auch hier war die Fahrt ohne große Probleme und wir waren noch vor dem Mittagessen in Lienz.

Auf jeden Fall ein cooler Ausflug und Triest mit seiner Umgebung ist es wert noch einmal zu Besuchen!

Auf den Weg zur Alkuser Rotspitze

Nach immer wieder anstrengenden Wochen sind die Wochenenden eine Wohltat, vor allem wenn Wanderungen am Programm stehen. Den Gipfel wählte ich, die Tour dazu Florian. An einem vorerst sonnigen Morgen sind ins Debanttal gefahren. Dort ging es von Seichenbrunn zur Lienzer Hütte – wie gewohnt immer den Glödis vor der Nase. Doch das war nicht unser Ziel – sondern für uns stand die Alkuser Rotspitze am Programm. Wie vermutet hat sich Florian eine besondere Tour dorthin ausgesucht. Also gingen wir bei der Lienzer Hütte links vorbei, Richtung Mirnitzscharte.

Der Weg war teilweise sehr steil, immer wieder musste man Blocksteine überqueren, etwas beschwerlich, aber man war noch fit. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir die Scharte dann erreicht. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die umliegende Schobergruppe. Wegbeschreibung gab es keine mehr, nur die Richtung zur Hochschoberhütte war gekennzeichnet. Also ging es weglos weiter. Eine große Herausforderung für mich, denn es war ungesichertes Klettern angesagt und ich verliere hier einfach gerne die Orientierung, vermutlich weil ich einfach zu wenig Praxis habe. Vorerst ging es eigentlich recht gut, doch irgendwann hat mich der Mut verloren – leider. Mit Müh und Not brachte mich Florian auf die Große Mirnitzspitze (2985 hm) – die Alkuser Rotspitze ragte direkt vor uns auf – es waren wirklich nur noch wenige Meter. Das Wetter leider nicht mehr allzu gut, immer wieder wurde der Gipfel mit Nebelschwaden bedeckt.

Also war klar, dass uns nur dieser Gipfelsieg blieb. Über Schutt und Stein ging es nach unten, wir versuchten einen alternativen Weg, über Schneefelder, vorbei an kleinen Seen etc. Irgendwann beschlossen wir doch wieder nach oben zu gehen, denn laut Alpenvereins-App blieb uns keine andere Möglichkeit, um wieder zum Auto zu kommen. In der App war auch ein Weg eingezeichnet, diesen sind wir, alle Kraft mobilisierend, hinaufgestiegen und endlich wieder Wegbeschreibungen und Zeichen!! 😀 Diesem Weg folgten wir weiter, über weitere kleine Gipfel bis wir auf der wunderschönen Trelebitsch Alm landeten. Das war wirklich schön und ließ die Strapazen fast schon wieder vergessen.

Nach circa zehn Stunden haben wir dieses Abenteuer geschafft und sind wieder beim Auto gelandet. Die Schlipfkrapfen danach schmeckten so gut wie nie zuvor, die Dusche war so angenehm. Trotzdem ist man einfach ein wenig verärgert, dass man das eigentliche Ziel nicht erreicht hat, also dieser Berg und auch die Route werden uns wiedersehen, das ist schon einmal klar!

Tristacher Kirchtag

Mittlerweile ist es schon August. Die Wochen vergehen in einem irrsinngen Tempo. Die Woche zuvor habe ich Sandra, einer meiner Ex-Wohnungskolleginnen beim Musikfest in der Debant getroffen und wir verabredeten uns für den Tristacher Kirchtag. Es ist schon eine Ewigkeit her, dass wir etwas gemeinsam unternommen haben – aber wir hatten während unserer Studiumszeit viele sehr lustige und unvergessliche Momente – das musste man einfach Revue passieren lassen.

Rein ins Dirndl und ab zum Fest. Es füllte sich ziemlich schnell, auch der kurze, intensive Regenschauer konnte die Massen nicht aufhalten. Doch uns war das ziemlich egal, denn wir haben kaum jemanden gekannt. Also quatschten wir und hörten der Musik zu, tranken ein paar Spritzer und tanzten. Wirklich ein schöner Abend mit Sandra! 😀

Kirchenkonzert, Neualplseen und Sattelköpfe

Seit ein paar Wochen probte ich mit dem Sommerchor für das Kirchenkonzert in Tristach und in Lienz – am 15. August war es dann soweit, die einstudierte Messe und die anderen Stücke durften aufgeführt werden. Endlich wieder in einem Chor singen, das habe ich mir schon so lange gewünscht und es war noch besser als in meiner Erinnerung!! 😀 Die Messbesucher waren begeistert. Die Idee des Sommerchors ist wirklich cool – man ist zu nichts verpflichtet und kann ohne Stress sein Hobby ausüben. Irgendwann in nächster Zukunft werde ich wieder zu einem Chor gehen – doch mit zwei Musikkapellen und der Bläserphilharmonie ist das im Moment leider nicht wirklich realisierbar.

Zu Mittag war dann alles vorbei und Florian und ich hatten noch Zeit, um auch was sportliches zu machen. Wir entschieden uns mit dem Lift bis zum Steinermandl zu fahren und dort dann zu den Neualplseen zu gehen. Da es mitterweile schon 13 Uhr war und der Lift natürlich schließte, legten wir ein ordentliches Tempo an. Aber ehrlich gesagt, das war genau richtig, es hat einfach nur gut getan sich zu bewegen und in der Natur zu sein. Bei den schönen Seen angekommen, sahen wir das Gipfelkreuz vom Sattelkopf. Ein Blick auf die Uhr und es war klar, dieser Gipfelsieg gehört uns. Rauf auf den Sattelkopf. Steil, aber ohne große Schwierigkeiten kommt man zum Kreuz. Von dort aus hat man den perfektesten Blick über das Debanttal, den ich je gesehen habe!! 😀

Für den Weg nach unten wählten wir den in der Nähe angelegten, leichten Klettersteig, der bis zur Schleinitz führt. Doch das ist sich natürlich nicht mehr ausgegangen. Wieder unten, war das Tempo zurück zum Lift noch schneller also zuvor der Weg zu den Seen, also ging sich noch ein kühles Bier aus, bevor wir den Heimweg antraten.

Glücklich und zufrieden und mit so vielen schönen Erlebnissen an diesem Feiertag, war ich für die restliche Arbeitswoche gewappnet! 😀 Vor allem weil schon das nächste Highlight wartete, denn gleich drei Tage später ging es für Florian und mich nach Vorarlberg – Seebühne und Freunde treffen.

Dornbirn – Bregenz

Ich war bisher noch nie in Vorarlberg, also waren meine Erwartungen auch nicht sonderlich hoch. Wir fuhren mit dem Auto bis nach Kitzbühel und von dort aus weiter mit dem Zug bis Dornbirn. Die Fahrt verlief ohne Probleme und wir kamen pünktlich in Dornbirn an. Das Wetter war heiß und wolkenlos – Mitte August und es schneite sich zum ersten Mal wirklich der Sommer einzustellen. In Dornbirn checkten wir ins Hotel ein und machten uns kurz frisch, um dann noch einen Sprung nach Bregenz zu schauen – etwas Essen und Flanieren.

Gott sei Dank gab es in Bregenz einen Griechen, darauf hatte ich richtig Lust und es war sooooo gut! Griechisch ist einfach super. Vollgestopft machten wir noch einen Spaziergang entlang der Seepromenade. Nähe der Seebühne setzten wir uns noch in eine Lokal, um dort noch etwas zu Trinken und lauschten schon ein bisschen in die Oper, denn das stand für Samstagabend am Programm. Danach ging es zurück nach Dornbirn und ins Bett.

Denn am nächsten Tag haben wir uns mit Chrisch, Sebastian und Pixel in Dornbirn verabredet. Chrisch hatte die Idee auf den Karren zu fahren – das ist der Hausberg von Dornbirn. Der Ausblick von dort oben war großartig, man hatte das Gefühl ganz Vorarlberg liegt einen zu Füßen. Nach einem Kaffee/Tee ging es zu Fuß wieder nach unten. Die Zeit war richtig angenehm, über Gott und die Welt quatschen, Pixel beobachten und die Landschaft genießen – was will man mehr?

Nach diesem Ausflug machten wir einen Mittagsraster, bevor es wieder nach Bregenz ging. Die Zugverbindungen sind perfekt in Vorarlberg, alle 10 Minuten fährt ein Zug oder Bus und 10 Minuten später ist man schon vor Ort. Zurück in Bregenz stand eine kurze Sightseeing-Tour am Programm. Ein bisschen Altstadt und vieles mehr und wieder zurück zur Seepromenade und zur Bühne, dort waren wir mit Johannes und Sandra verabredet. Die beiden kenne ich noch von meiner Zeit in Wien und ich kann es einfach nicht anders sagen, sie sind in meinen Augen das perfekte Paar. 😀 Einfach ein super liebes Pärchen. Die beiden arbeiteten bei den Festspielen und Johannes gab uns eine kleine Führung durch das Festivalgelände. Ein cooler Blick hinter die Kulissen 😀

Das Wetter war weiterhin hochsommerlich und die Hitze machte müde. Nach dieser Aktivität ging es wieder zurück nach Dornbirn, etwas Trinken und Essen und dann frisch machen für die Aufführung am Abend. Diese begann erst um 21 Uhr (mir ein bisschen zu spät, aber naja). Madame Butterfly – dazu möchte ich eigenlich nicht viel sagen – ich glaube jeder weiß, dass ich kein Fan dieser Oper bin. Die Musik ist super, aber die Story – naja. Nach der Aufführung hieß es einen Zug zu erwischen – gefühlt tausende Menschen wollten natürlich gleichzeitig fahren, doch wir schafften es eigentlich ziemlich reibungslos nach Dornbirn. Dort war schon fast alles geschlossen, nur ein Lokal erbarmte sich und ließ uns noch etwas Trinken. Müde von diesem doch sehr vielseitigen und aktiven Tag ging es dann ins Bett.

Am Sonntag stand dann noch einmal ein Frühstücks-Treffen mit Sandra und Johannes an. Im Pier69 trafen wir uns und quatschen bis wir dann nach Hause fuhren. Ohne grobe Probleme, waren wir pünktlich zu Hause und hatten noch Zeit uns für den nächsten Tag und die bevorstehende Woche vorzubereiten – Meal prepping, Wäsche waschen und ein bisschen Haushalt. Was halt so gemacht werden muss. 😀

Besuch aus Innsbruck

Am letzten Augustwochenende stand noch ein wirklich schönes Highlight am Programm. Wir bekamen Besuche von Wolfi und Leni aus Innsbruck. Es stand eine Bergtour am Programm und zwar der Spitzkofel – Hausberg von Lienz. Mit 1800 Höhenmeter keine ganz einfache Tour. Man wärmt sich vorerst über den kurzen Schotterweg auf und dann geht es richtig steil Richtung Hallebachtal – die Höhenmeter schmelzen in diesem Bereich einfach nur so dahin, so steil ist es dort. Das Wetter war perfekt – die Temperaturen waren nicht zu heiß und der Himmel leicht bedeckt, zumindest beim ersten Streckenabschnitt. Auf den letzten Höhenmetern über den Klettersteig zog es auf und es kam die Sonne raus – so dass wir am Gipfel Traumbedingungen hatten. Oben gab es eine kleine Jause bevor wir den Rückweg antraten. Diesmal ging es ins Kerschbaumertal und zur Kerschbaumer-Hütte, wo wir erstmal ein paar Hollersäfte tranken und noch etwas Aßen, damit wir für den restlichen Rückweg gestärkt waren.

Der Spitzkofel ist ein wunderschöner Aussichtsberg und für seine Steilheit bekannt. Doch der Blick auf den Lienzer Talboden und die umliegenden Gipfel macht die Anstrengungen gleich um einiges erträglicher und somit kommt man gern wieder einmal dorthin zurück. 😀

Am Abend machten wir vier einen Spieleabend. Alle waren glücklich und zufrieden und genossen den Abend. Doch wir waren auch alles sehr müde und freuten uns aufs Bett, nach einer Runde Tabu-Extrem ging es dann auch ins Bett.

In den Sonntag starteten wir ohne Pläne und ganz gemütlich. Nach dem Frühstück entschieden wir uns spontan noch dafür, dass wir über den Garnisonssteig zum Tristachter See wandern. Eine Runde um den alten und den neuen See und dann mit dem Bus zurück nach Lienz. Eine feine, nicht sonderlich schwere Tour, perfekt nach dem gestrigen anstrengenden Tag. In Lienz zurück gingen wir noch Pizza essen und anschließend noch ein Eis. Kurz darauf fuhren Wolfi und Leni wieder zurück und Florian und ich hatten wieder Zeit für unser übliches Sonntagsprogramm – Meal prepping! 🙂

Das waren nur ein paar Highlights aus dem Sommer 2023 – an die ich mich besonders erinnere, aber während dem Schreiben sind wir noch so viele andere schöne Momente eingefallen. Der Sommer war zwar wettertechnisch etwas durchwachsen und nicht der schönste den ich je erlebt habe, aber er bot dafür wirklich viele tolle Erlebnisse und im Büro war es so auch erträglich.

ENGLAND

Die diesjerige Reise ging in das schöne England/Wales. Eine Reise die ich persönlich nicht wirklich so auf den Schirm hatte, aber das Land ist auf jeden Fall einen Trip wert. Auch hier haben Florian und ich zuerst die Stadt erkundet und uns dann ein Auto genommen um einige Teile des Landes zu erforschen. Der Flug war ebenfalls von Wien diesmal mit Austrian Airlines.

London

Da ich schon einmal in London war, wusste ich schon wie groß die Stadt ist und wie viel man bei der Hotelwahl falsch machen kann. Daher bemühte ich mich diesmal um ein zentrales Hotel (nicht wie vor 9 Jahren, als wir „nur“ 7 km vom Geschehen entfernt waren). Es klappte wirklich gut. Für zwei Nächte war das Hotel Holiday Inn Express in Southwark unsere Bleibe. Das Hotel passt soweit ganz gut, vor allem die Lage ist perfekt für einen strafen Sightseeing-Plan. Frühstück gab es dort auch, also waren wir gewappnet für die Erkundungen.

Da wir nur knapp zwei Tage Zeit hatten, dachten wir das ein Hop on Hop off genau das richtige ist, um einen guten Überblick über London zu bekommen. Wir haben gleich den erstbesten Bus genommen und das war in diesem Fall die Busgesellschaft „City Sightseeing London“. Es war okay, für einen Überblick hat es gereicht, aber es war definitiv nichts besonderes und man kommt auch genauso gut, wenn nicht sogar besser mit der U-Bahn in London herum. Die Öffis bezahlt man hier mit der Oyster-Card. Meine funktionierte noch und es war wirklich sehr einfach diese wieder zu aktivieren und auch eine neue zu erstellen ist ein Kinderspiel. Bei jeder Haltestelle gibt es Automaten, wo man die Karten erstellen und aufladen kann. Ein paar Schritte und ein paar Minuten später sitzt man schon in der U-Bahn. Das war in New York wesentlich komplizierter :).

Aber nun zurück zu unseren Hop on Hop off-Erlebnissen. Die erste Station war gleich beim London Eye und diese war auch nur gut zehn Minuten von unserem Hotel entfernt. Dort stiegen wir ein und fuhren bis zur Haltestelle in der Nähe von The Monument, vorbei an der St. Pauls Cathedral und vielen mehr. Das kannte ich selbst noch nicht. Ein relativ unscheinbarer Turm mitten in der Stadt, welches das große Feuer in London unversehrt überstanden hat. Dort kann man die über 300 Stufen über eine schwarze, elegante Stiege raufgehen. Eintritt war hier sechs Pfund pro Person. Der Ausblick war aber auf jeden Fall richtig super. Ich würde es wieder machen und empfehle es auch jedem weiter. Nach dem Abstieg drückt einem der Mitarbeiter eine Urkunde in die Hand – This is to certify that ….. has climbed the 311 steps of The Monument. Achtet auf die Öffnungszeiten, The Monument ist nicht ganztätig offen.

Weiter ging es dann mit dem Bus bis zur Tower Bridge. Jeder kennt wohl diese Brücke und sie ist wohl eines der schönsten Gebilde in London. Dort machten wir eine kleine Tee/Kaffee-Pause und erkundeten ein bisschen die Gegend. Rechts von der Tower Bridge findet man ein sehr schönes, relativ ruhiges Hafenviertel. Dort schlenderten wir durch und gingen dann über die Tower Bridge, um eine Bootsfahrt bis nach Westminster zu machen (die Tickets waren bei unserem Busticket inkludiert). Die circa 30 minütige Fahrt, führt einen unter den vielen Brücken von London durch, vorbei an vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, bis man plötzlich vor dem riesen Big Ben steht.

Dort angekommen ging es gleich mit dem Bus Richtung Covent Garden, China Town etc. Hier war es schon um eingies belebter, also eigentlich sehr voll. Irgendwo an einer Seitenstraße aßen wir eine Portion Fish and Chips. Anschließend wollten wir noch in die St. Pauls Cathedral, doch leider hatte diese nicht mehr offen. Die Öffnungszeiten sind generell sehr spannend in England. Vor zehn Uhr öffnet nichts und die meisten Sehenswürdigkeiten schließen ihre Tore zwischen 16 und 18 Uhr. Nach 18 Uhr kommt man eigentlich nirgendwo mehr rein. Da die Zeit eh schon ziemlich voran geschritten ist, sind wir über der Millenium Bridge auf die andere Seite gegangen, um ins Hotel zurück zu gehen. Wir kamen in einer kleinen Gasse vorbei, wo etliche Leute mit Guiness und Bier vor mehreren Pubs standen. Dort holten wir uns auch ein Gläschen und gesellten uns zu den Leuten. Die Atmosphäre hat mir wirklich gut gefallen. Schließlich gingen wir weiter, um uns frisch zu machen und danach gab es natürlich noch ein Abendessen.

Am nächsten morgen gab es wieder ein traditionell englisches Frühstück mit viiiiiiel Eieren und Ham. Auf unserem Programm stand heute Hyde Park, Changing of the Guard, also Buckingham Palace, Harrods und vieles mehr. Im Hyde Park machten wir einen Morgenspaziergang, fuhren mit der U-Bahn bis zur Station Lancaster Gate und gingen bis zur Royal Albert Hall, weiter am The Serpentine, bis wir beim Wellington Arch waren, welches einen weiter führt bis zum Buckingham Palace. Dort startete gerade the changing of the guards. Es war sooo viel los, aber man sollte es sich definitiv ansehen, wenn man in London ist. Es ist vor allem hörenswert. Das ganze Spektakel dauert eine Stunde. Spannend war, dass Charles vorbei fuhr und die junge Britin neben uns vor lauter Freude, Nasenbluten began. Muss man es verstehen, bin mir nicht ganz sicher.

Nach diesem Ereignis wollten wir uns noch das Harrods anschauen, da das Wetter nicht besonders gut war, hat das auch perfekt gepasst. Doch leider dauerte es eine Weile bis wir dort hin kamen. Denn wir fanden einfach keinen Bus der blauen Linie, also gingen wir irgendwann zu Fuß. Das Harrods eine gigantische Shopping-Mall. Die hässlichsten und zugleich teuersten Schuhe die ich je gesehen habe. Dort gibt es wirklich alles. Besonders cool fand ich den Essensbereich. Aber es ist sehr teuer, so wie fast alles in London.

Da wir relativ viel Zeit verloren haben durch das warten auf den Bus, mussten wir zum Hotel, um das Gepäck zu holen, denn unser Auto für die nächsten Tage wartete schon auf uns. Zudem brauchten wir dringend Wlan. Florian ist eingefallen, dass er seinen Führerschein in Österreich vergessen hat und er musste sich noch schnell seinen digitalen Führerschein herunterladen, da das Auto auf ihn lief. Es gab aber Gott sei Dank keine Probleme, auch nicht beim Autoverleih.

Unser erster Stop war circa 1:20 von London entfernt. Wir quälten uns durch den kriminellen Abendverkehr und fuhren in den kleinen Ort Wendover.

Wendover, Oxford, Cotswolds, Flounders Folly nach Barmouth

In Wendover gibt es nicht viel. Ein wirklich kleiner Ort mit einer Bahnstation, einem Geschäft, ein paar Häusern und eben unserer Bleibe. Das Bel and The Dragon at Red Lion Wendover ist ein entzückendes B&B mit eigenem Pub. Das Zimmer war klein aber wirklich schön. Das Essen war ausergewöhnlich, damit meine ich es gab nicht nur Burger und dergleichen, sondern wirklich eine richtig gute, regionale und saisonale Küche. Das Frühstück war ebenfalls sehr gut. Man konnte aus mehreren traditionellen Gerichten wählen und ein kleines Buffet gab es auch. Für mich gab es Toast with Avocado, Tomatos and porched Eggs. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so viele Eier gegessen als in England. Es ist prinzipiell eh ein gutes Frühstück, weil es wirklich sehr lange satt hält, aber irgendwann hat man einfach genug.

Nach der Stärkung ging es schon weiter Richtung Barmouth. Dieser Ort liegt am Meer, relativ weit oben in Wales. Das war wirklich eine weiter Strecke, vor allem weil wir natürlich auch noch ein paar Stops geplant hatten. Der erste Stop war nur circa 20 Minuten von der Unterkunft entfernt. Dort schlenderten wir durch den National Trust Chilterns Countryside bis zum Coombe Hill Monument. Ein paar ältere Herrschaften sahen uns glaube ich an, dass wir den Weg nicht kannten und sagten uns ohne zu Fragen gleich die Wegrichtung an. Der Ausblick von dort oben war wunderschön. Man sah wirklich weit, ein paar Kühe weideten dort. That was real fun!

Wieder zurück beim Auto fuhren wir weiter nach Oxford. Das Parken in Oxford war sehr einfach. Man kommt hier gar nicht aus. Die Straße führt einen zu einem Einkaufszentrum mit einer großen Parkgarage und von dort geht man noch zwei Minuten bis in die Innenstadt von Oxford. Dort war gerade ein Tag der offenen Tür für die Collages. Daher konnten wir leider bei den meisten Sehenswürdigkeiten nicht rein, aber für einen kleinen Überblick hat dieser Stop auf jeden Fall gereicht.

Für die Weiterfahrt wählten wir die Strecke über die Landstraßen, da wir das von Amerika gewohnt waren, dass das relativ einfach ist und man so ein bisschen mehr Landschaft sieht. Doch leider war es dann nicht mehr möglich auf eine Autobahn zu fahren, außer mit sehr viel Umweg, das war vielleicht nicht die beste Idee, da die Strecke noch weit war. Wir mussten durch. Es gab noch einen spontan gewählten Stop, da wir da relativ direkt vorbei kamen.

Der Flounders Folly ist ein histroischer Turm, mit tollem Blick über die Landschaft. Erbaut wurde er von Benjamin Flounders. Es gibt mehrere Wege um dort rauf zu kommen, natürlich zu Fuß. Bei einem Wegschild gab es die Option, longer, gentler route oder short, very steep route. Selbstvertändlich entschieden wir uns für den steilen Weg, ohne zu ahnen, dass dieser wirklich seeeehr steil ist. Wir dachten einem Österreicher kann man hier nichts vormachen. Doch es ging einfach kerzengerade den Wald hinauf. Aber alles halb so schlimm circa 15 Minuten später wird man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Runter ging es aber dann trotzdem über den flacheren Weg :D.

Von Flounders Folly brauchten wir noch circa zweieinhalb Stunden bis zur Unterkfunt und es war mittlerweile schon später Nachmittag. Als wir nach Wales kamen, hat sich sofort die Landschaft noch einmal verändert. Die Straßen wurden noch etwas enger, alles noch ein wenig uriger und naturbelassener. Es war beeindruckend, vor allem die Passstraße im Snowdonia Nationalpark, welche wir zu unserer Unterkunft überqueren mussten. WOW!!!!

Barmouth, wo unsere Unterkunft war, ist eine entzückende Ortschaft am Meer. Der Kontrast zwischen Bergen und Meer ist faszinierend. Die Häuser sind in den Berg gebaut, dass man sich wirklich fragt wie soll man hier nur hinkommen?! Als wir dort ankamen war es schon sehr ruhig. Wir checkten ein. Unser Host Bryn empfahl uns ein Fischlokal circa zehn Minuten von der Unterkunft entfernt. Ingle Nook ist ein kleines, familienbetriebenes Lokal und die Gerichte sind der Hammer. Bester Fisch meines Lebens. Nach einem kleinen Spaziergang am Meer und einem Trink in einem nahgelegenen Pub ging es nach diesem anstrenden Tag ins Bett.

Snowdonia und Trefor

Das Wetter am nächsten Tag war leider nicht besonders gut. Daher fuhren wir einfach ein wenig im Snowdonia Nationalpark herum, bis zur Halbinsel Holyhead und weiter bis Trefor. Es steht für uns fest, Barmouth und der Snowdonia Nationalpark wird uns wiedersehen. Dort wird gewandert!! Wir fuhren an einer Kupfermine vorbei und entschieden uns, auf Grund des Wetters, dort hinzugehen. Eintritt betrug fünf Pfund pro Person. Es war nichts los. Man durchquert die Mine in Eigenregie. Auf jeden Fall sehenwert.

Trefor ist auf der Halbinsel Lynn. Dort parkten wir irgendwo unser Auto und gingen eine Runde spazieren. Vorbei an etlichen Schafen bis zu den Klippen. Das Wetter besserte sich den ganzen Tag nicht, also fuhren wir wieder zurück nach Barmouth. Dort angekommen gingen wir noch über die Holzbrücke, die über die Meermündung auf die andere Seite führt und zugleich auch eine Zugbrücke ist. Wieder zurück in Barmouth gingen wir noch eine Klippe hinauf. Ich glaube diese Treppen dort wären in Österreich verboten. Ziemlich rutschig und zugleich sehr steil und dunkel. Doch der Ausblick lohnte sich abermals. Oben stürmte und regnete es. Daher gab es eine warme Dusche für uns und danach ein übliches Pub-Essen, natürlich Burger.

Am nächsten morgen brachen wir schon wieder auf, Richtung Südwales. Abermals eine ziemlich weitere Strecke

Cilgerran Castle und Dinas Island

Die Autofahrt führte uns die meiste Zeit entlang der Küste. Viele Stops waren nicht geplant. Wir entschieden uns eine alte Burgruine anzuschauen und dann noch einen Stop auf der Dinas Halbinsel zu machen.

Hier war die einzige Strecke die ich selbst fuhr und ich fühlte mich wirklich unwohl. Die steile, enge Straße hinunter zum Parkplatz vom Castle und das auf der falschen Seite….ich bewunderte Florian für sein Geschick und seine Konzentration bzw. seine Leichtigkeit das Auto zu lenken. Um zum Cilgerran Castle zu gelangen, geht man an einem Fluss entlang. Der Eintritt für diese Burgruine beträgt fünf Pfund pro Person. Das Wetter hat sich mittlerweile gebessert, der Himmel war strahlend blau. Der Zwischenstop passte also perfekt. Ein paar Fotos am Fluss und wieder zurück zum Auto.

Unser nächstes Ziel wartete auf uns. Dinas Halbinsel. Dort gibt es einen circa fünf Kilometer langen Rundwanderweg. Die Parkgebühr ist auf freiwilliger Basis und es darf auch nur dort geparkt werden, wo kein Kennzeichen hinterlegt ist, denn die sind für Dauerparker reserviert. Den Rundwanderweg haben wir bei einer kleinen, zerfallenen Kirchenruine begonnen, welche am Meer liegt. Der Weg führt uns in mittelsteiles Gelände und bald schon steht man direkt vor einer Klippe. Auf der anderen Seite ein aus dem Meer ragender Stein, voll mit Vögeln. Ein tolles naturspektakel, welches man hier erleben kann. Der Weg geht an den Klippen weiter und immer wieder mussten wir stehen bleiben, weil die Landschaft um uns einfach so schön war. Saftig grüne Wiesen, viele Schafe und vieles mehr. Der Weg war teilweise etwas anstrengend, weil es sehr, sehr windig war und es manchesmal gar nicht so einfach war, voran zu kommen. Ein absolutes must do, wenn man in dieser Gegend ist und der Rundwanderweg wirklich für jeden machbar.

Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft. The Fox and the Hound findet man in einem der kleinsten Orte, die ich je gesehen habe. Llancarfan besteht aus dem B&B inklusive Pub und ansonsten vielleicht noch fünf Häusern. Wir freuten uns auf eine Dusche und auf ein Essen. Das Essen war solala. Am nächsten Morgen wagten wir unser erstes richtiges English Breakfast (ok fast richtig, wir entschieden uns für die vegetarische Variante). Mit Gemüste-Würstchen, gebratenen Tomaten, Beans, scrambled Eggs, Mushrooms starteten wir in den Tag.

Bath, Wells, Exmoor National Park und Barnstaple

Das Frühstück war gut, besser als gedacht, doch selbst würde ich wirklich nie auf die Idee kommen, vor allem hier noch Ketchup drauf zu hauen, finde ich einfach widerlich. Eine weitere Fahrt stand vor der Tür und führte uns über die Grenzen Wales zurück nach England.

In Englang war unser erster Stop für den Tag – Bath. Die Parkplatzsuche war hier nicht ganz so einfach wie in Oxford, aber auch hier wurden wir fündig. Die Stadt selbst reißte mich nicht vom Hocker, es war vor allem absolut überlofen. Wir sahen uns ein wenig um, machten ein paar Fotos, kauften noch Wasser für die nächsten Tage und dann hatten wir auch schon wieder genug von Bath. Mir hat hier der Charme gefehlt. Es war einfach nur eine alte Stadt mit viel zu vielen Menschen.

Wenige Kilometer später hielten wir in Wells. Geparkt haben wir auf einen öffentlichen Geschäftsparkplatz und bummelten von dort in die Innenstadt. Hier fühlte ich mich schon viel wohler. Die Stadt war klein und überschaubar, viel weniger los als in Bath, aber um einiges schöner. Die Kathedrale dort ist wunderschön. Wir schlichen uns in eine bald startende Messe und hatten so die Gelegenheit die Kathedrale von innen zu sehen. Der Chor sang sich gerade ein. Dieser Klang hallt immer noch in meinen Ohren. Doch wir wollten die Messe nicht abwarten, denn sonst wäre es einfach zu spät geworden.

Daher schlenderten wir zurück zum Auto und fuhren weiter nach Barnstaple. Wir entschieden uns für die Route durch den Exmoor National Park und das war definitiv die richtige Entscheidung. Auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite wunderschöne, grüne Hügel, immer wieder ein Waldstück, mit sehr steilen, engen Straßen. Landschaftlich eine Augenweide. Dort wäre ich gerne noch länger geblieben. Hätte am liebsten den Sonnenuntergang hier irgendwo genossen, aber leider mussten wir weiter zur Unterkunft und einchecken. Vielleicht ein andern Mal.

Barnstaple ist eine kleine Stadt, die am Sonntag wie ausgestorben ist. Unser Host hat uns gleich darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns, wenn wir hungrig sind, schnell darum kümmern müssen, denn die meisten Restaurants haben nicht offen oder schließen bald. Für diesen Abend gab es chinesisch und das Essen war richtig, richtig gut. Die junge Kellnerin hat gleich begonnen mit uns zu sprechen und war absolut begeistert davon, dass wir aus Österreich sind. Sie wollte ein paar Tips, denn sie möchte unbedingt einmal nach Österreich fahren. Wir gaben ihr ein paar Tips und gingen vollgegessen zurück zu unserem Hotel.

Wir wurden laut Host upgegradet und durften in einer Suit schlafen. Naja, Suit. Das Zimmer war ziemlich groß und das Bett super bequem, also auf jeden Fall komfortabel. 🙂

Hartland Devon, Bedruthan und Falmouth

Wir machten uns auf den Weg nach Cornwall. Natürlich hatten wir auch an diesem Tag ein paar Stops geplant. Nach einer Stunde hielten wir am Parkplatz von Hartland Devon. Das Wetter war, so wie eigentlich die ganze Zeit, stürmisch und wechselhaft. Hier am Parkplatz gab es eine Karte mit ein paar eingezeichneten Wanderwegen. Wir entschieden uns dafür zu einem Wasserfall zu gehen. Der Wind war wirklich heftig, es war ein Kampf vorwärts zu gehen. Der Speke’s Mill Mouth Waterfall strömte beinahe nach oben, wegen des Windes. Dort gingen wir runter zum Meer und wanderten die meiste Zeit am Meer zurück zum Auto. Wunderschöne Landschaft, interessante zerklüftete Steinformationen, welche aus dem Wasser ragen. Ein weiteres Naturspektakel, dass einen zum Träumen bringt. Meine Laune war nur leider an diesem Tag nicht besonders gut, ich fühlte mich irgendwie nicht besonders gut. Lag es an dem stürmischen, wechselhaften Wetter oder an etwas anderem, ich weiß es nicht, aber ich war einfach nicht besonders happy und Florian durfte das spüren, der Arme. 😀

Es ging weiter Richtung Süden. Unser nächster Stop waren die sogenannten Bedruthan Steps, aber bevor wir hier hinkamen mussten wir noch die steilste Straße, die wir je befahren sind überwinden. 30% Steigung und natürlich dann auch wieder 30% Gefälle. Wirklich herausfordernd. Es gab überall Hinweise, dass hier besser keine großen Autos bzw. Caravans fahren sollten, natürlich mussten wir einigen ausweichen, was auf diesen engen, steilen Straßen eine wirkliche Herausforderung ist. Für mich als Beifahrerin schon Abenteuer pur, ein weiteres Mal, dass ich Florian bewundert habe, für seine Lockerheit am Steuer.

Am Parkplatz angekommen, lösten wir natürlich gleich ein Ticket. Das muss man den Briten lassen, egal wohin man kommt, ein Parkticket bekommt man wirklich einfach. Meist über eine App oder aber auch über die Parkautomaten, wobei man hier natürlich meist Kleingeld braucht, aber der Weg über die App ist auch sehr einfach.

Die Bedruthan Steps – die waren leider geschlossen, also gingen wir einfach den Costal path entlang. Die Landschaft war ein Traum. Das Wetter wie gewohnt – stürmisch und wechselhaft. Die Regenjacke war unser steter Begleiter und wurde auch oft gebraucht. Nach dem kleinen Spaziergang und Fotosessions, gingen wir zurück zum Auto. Gleich beim Parkplatz gab es ein kleines Cafè, dort gönnten wir uns noch ein Stück Kuchen und dann ging es weiter für uns. Unser Plan war zuerst nach St. Ives weiter zu fahren, aber es war schon spät, also entschieden wir uns gleich direkt zum Ort unserer Unterkunft nach Falmouth zu fahren. Wir landeten dort im Abendverkehr und standen ewig im Stau.

Die Unterkunft in Falmouth war ziemlich nahe am Meer, mit einem sehr schönen Blick. Die Zimmer waren nicht besonders sauber, aber ansonsten hat alles gepasst. Auf der Suche nach einem Leuchtturm machten wir noch einen Abendspaziergang – leider gab es diesen nicht in Falmouth, aber dafür war das Wetter angenehm sonnig und die Landschaft wunderschön. Wir schlenderten einfach ein wenig im und um den Ort herum und gingen dann noch etwas Essen und Trinken. Etwas angeschwipst ging es zurück ins Hotel.

Bevor wir am nächsten Tag Falmouth verließen, ging es für uns noch in den örtlichen Waschsalon. Es war eine sehr kleiner, liebevoll eingerichteter Waschsalon. Wir mussten Geld wechseln und Waschpulver in der Post daneben kaufen, aber es funktionierte perfekt.

Regentag nach Exeter über Mevagissy

Es lag Regen in der Luft. Nach unserer Waschsession ging es weiter nach Mevagissy. Ein kleiner Spaziergang durch den Ort, ein Foto beim Leuchtturm (endlich der erste langersehnte Leuchtturm – zwar ziemlich klein, aber es war ein Anfang) und einen kurzen Sprung in das örtliche Aquarium. Dann begann es zu regnen und wir entschlossen direkt zu unserer nächsten Unterkunft zu fahren und einen relaxten Nachmittag dort zu verbringen.

Bei unserer Fahrt Richtung Exeter überquerten wir die Tamar Bridge. Ein Brücke aus den frühen 60iger Jahren. Nicht besonders hübsch, aber wieso nicht.

Im Hotel angekommen, gönnten wir uns eine lange Dusche, ordneten unsere frisch gewaschene Wäsche und gingen dann zur Hotelbar. Dort tranken wir Guiness und Cider und schauten uns ein Wimbledon Tennisspiel am riesen großen Flatscreen an. Im Prinzip hat an diesem Tag eigentlich nur ein Spa gefehlt, aber wir hatten eh keine Badesachen dabei, also reichte es hier vollkommen. Zudem tat es auch einmal gut zu entspannend.

Das Wetter besserte sich erst spät, knapp vor dem Sonnenuntergang, also hatten wir auch wirklich nichts verpasst. Zudem freuten wir uns schon auf den nächsten Tag, der wieder voll mit spannenden Orten war.

Jurassic Coast

Um nach Portsmouth zu kommen, entschieden wir uns entlang des Jurassic Coast zu fahren. Unser erster Stop war nur gut 45 Minuten vom Hotel weg und zudem auch der Beginn des Jurassic Coast. In Exmouth machten wir einfach nur einen kleinen Morgenspaziergang und dann ging es schon weiter nach Lyme Regis.

In Lyme Regis, ein weiterer kleiner Ort am Meer, schlenderten wir zuerst entlang des Meeres, vorbei an Spielhallen und Restaurants, weiter zu einer kleinen Burg und zurück über die kleine Straße im Dorf. Wir entschlossen uns dafür, vor der Weiterfahrt eine Portion Fish & Chips zu essen. Doch das klappte nicht besonders gut. Wir wurden von Möwen bestohlen und so blieben uns nur ein paar Chips übrig. Shit happens.

Nach dieser Attacke waren wir fertig mit Lyme Regis und fuhren weiter. Florian konnte sich gar nicht mehr beruhigen und schimpfte über jede Möwe die er sah..hahaha. Eine weitere circa einstündige Autofahrt führte uns zum nächsten Ziel. Wir parkten auf den Parkplatz der Lulworth Cove. Dort war wirklich viel los. Viele Schülergruppen. Unserer erster Stop hier war natürlcich die Lulworth Bucht. Der Strand um die Bucht ist voll mit Steinen. Wir gingen auf die andere Seite und weiter hinauf zum Pepler’s Point Monument Stone. Dort war nicht so viel los und wir hatten einen schönen Überblick über die die Bucht. Nach kurzer Zeit ging es wieder zurück Richtung Parkplatz. Von dort aus konnten wir nämlich noch eine weitere Sehenswürdigkeit erreichen – das Durdle Door.

Dafür mussten wir vorerst einen seeeehr steilen Weg hinauf. Wirklich nicht ohne. Von überall her kamen Menschen und es war sofort klar, hier sind wir defintiv an einem absoluten Touristen-Hotspot. Doch es war auch verständlich. Das Durdle Door. Ein Fels im Meer in einer „Tor“-Formation. Wunderschön, doch für uns zu voll. Daher gingen wir das kurze Strandstück weiter zurück. Die kleinen Steine unter unseren Füßen rutschten immer wieder weg, das weiterkommen war nicht super easy, daher wurden wir aber mit einem weiteren, kleiner Tor und ruhe belohnt. Die weißen Felsen, die man aus englischen schnulzen Filmen kennt, ragten neben uns in die Höhe. Ein absolutes Highlight auf unserer Reise – finde ich. Nach einer kurzen Pause ging es wieder zurück zum Auto und wir fuhren zu unserer nächsten Unterkunft in Portsmouth.

Portsmouth mit der Fähre auf die Isle of Wight – Tagesausflug

Mit dieser Stadt habe ich nicht gerechnet. Portsmouth ist die perfekte Symbiose aus Alt und Neu, Tradition und Moderne. Vor allem nach diesen vielen kleinen Ortschaften, hatte ich nicht mit einer wirklichen Stadt gerechnet. Ich war sofort begeistert. Unser Hotel lag sehr zentral und es war zudem royal. Der Lift im Hotel wurde 1986 von Queen Elisabeth eröffnet/eingeweiht. Einfach cool.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben entschlossen wir gleich um die Ecke japanisch essen zu gehen. Maria und Georg waren gerade in Japan und machten uns ganz neugrierig auf das Essen. Wir waren ganz alleine. Das Essen war großartig und unfassbar viel. Ich denke wir haben uns durch die ganze japanische Küche gekostet. Mir läuft heute noch (fast eineinhalb Monate danach) das Wasser im Mund zusammen. Danach brauchten wir definitiv noch einen kleinen Verdauungsspaziergang. Wir waren sehr froh, dass wir unseren Plan geändert haben und uns für Portsmouth entschieden haben.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag, stand schon unser nächstes Abendteuer am Programm. Es ging mit der Autofähre auf die Isle of Wight. 45 Minuten später fuhren wir von der Fähre ab und Richtung Bembridge. Unser erster Stop führte uns zu einer riesen großen Lifeboat Station. Es war noch relativ früh (zumindest für britische Verhältnisse), also war hier natürlich noch nichts offen und wir fuhren weiter, hielten kurz bei einer Windmühle und dann ging es entlang der Küste Richtung Niton. Dort nahmen wir die Abzweigung zum St. Catherine’s Lighthouse. Ein kleiner Spaziergang und Florian hatte endlich sein langersehntes, richtiges Lighthouse. Es ist leider geschlossen, aber es liegt richtig cool, sehr versteckt, weit und breit nur Wiesen, Kühe und eine kleine Farm.

Danach fehlten uns auf Wight nur noch The Needles. Eine Felsformation im Meer. Für sechs Pfund kann man dort parken. Auch wenn hier relativ viel los war, ist es ein absolutes must see!! Es gibt einen Sessellift, der einen runter zur Bucht bringt bzw. auch wieder rauf. Der Lift ist wohl der langsamste den ich je gesehen habe. Da ist sogar der Lift am Hochstein eine Rakete…Wir entschieden uns nicht mit dem Lift zu fahren, sondern zu Fuß zu gehen, da es auch nicht sonderlich weit war, aber ich verstehe auf jeden Fall die Menschen, die den Lift nehmen, es ist schon ein Erlebnis, vor allem für diejenigen, die so etwas nicht wirklich kennen. Unter angekommen entschieden wir uns die Needles von einem Boot anzuschauen. Ein Speed Boat führte uns ganz nah vorbei an diesen Felsen. Sollte man machen, denn der Blick auf die Needles ist vom Boot aus wirklich cool.

Zurück an Land ging es wieder zum Auto und dann Richtung Fähre zurück. Die besten Highlights auf Wight hatten wir gesehen und wir wollten auch noch ein bisschen was in Porthsmouth sehen. Wir stellten das Auto zurück zum Hotel und gingen zum Historic Dockyard – gleich auf der gegenüberliegenden Seite von unserem Hotel. Wenn man auf kein Schiff möchte, kann man dort kostenlos den historischen Hafen anschauen. Hier findet man wirklich ein paar coole Schmankerl. Lange Zeit hatten wir nicht, denn es war leider schon wieder knapp vor der Sperrstunde. Also machten wir einfach ein paar Fotos und gingen dann weiter zum Spinnaker Tower. Eine moderne Aussichtsplattform am Hafen.

Der letzte Abend in Portsmouth stand vor der Tür und somit auch schon wieder fast der letzte Tag unserer Reise. Wir machten uns frisch und schlenderten durch enge Gassen, vorbei am Square Tower und der alten Stadtmauer zu einem lateinamerikanischen Restaurant. Wir ergatterten noch einen Platz, ansonten füllte sich das Lokal ziemlich schnell. Es gab kleine Tapas, wunderschön angerichtet und köstlich. Dazu einen chilenischen Wein. Perfekter Abschluss – finde ich.

Auf dem Nachhauseweg entschlossen wir uns für den gleichen weg und hatten noch einen super Blick auf den Sonnenuntergang. In einem nahegelengen Pub gab es noch einen Abschlusstrink und dann ging es zurück ins Hotel. Koffer ordnen und schlafen.

Von Portsmouth zurück nach London

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück zurück nach London. Gegen Mittag waren wir dort und konnten das Auto zurück geben. Alles lief perfekt. Das Gepäck haben wir schon zuvor in unserem Hotel nähe des Flughafen gelassen. Daher konnten wir noch ein paar feine Stunden in London verbringen. Das Wetter war nun richtig angenehmen, fast schon heiß. Die Autovermietung war in der Nähe unseres ersten Hotels in London und da wir es am Anfang nicht geschafft haben in das Tate Modern zu gehen, entschlossen wir uns dafür, dort hinzugehen. Wir schauten uns ein paar Ausstellungen an und dann gingen wir weiter zur Westminster Abbey – auch das haben wir noch nicht geschafft gehabt. Es war mittlerweile schon viel mehr los auf den Straßen, als noch vor gut zehn Tagen. Ein richtiger reinfall war die Downing Street Nr. 10. Danach waren wir ziemlich erschöpft und wir fuhren mit der U-Bahn noch einmal zum Leicester Square, da wir in China Town bzw. Covent Garten noch eine Kleinigkeit essen wollten. Es gab noch einmal mexikanisch für uns.

Anschließend stiegen wir in der nahegelegenen James Station in die U-Bahn und fuhren Richtung Heathrow. Unser Flug nach Österreich war für den nächsten Tag um 6:00 Uhr morgens geplant, daher haben wir uns für die letzten Stunden im Radission Red Heathrow einquartiert. Das Hotelzimmer war gigantisch, wirklich riesig. Wir tranken noch etwas an der Hotelbar und dann holten wir uns noch ein paar Snacks fürs Zimmer. Dort aßen wir dann Chips und Nüsse, schauten uns ein Tennisspiel an und versuchten ein paar wenige Stunden zu schlafen. Leider konnte man die Lüftung nicht ausschalten, die brauste die ganze Nacht durch.

Die Fahrt zum Flughafen mit dem Bus verlief in der Früh einwandfrei. Waren ziemlich überrascht, dass um 4:00 Uhr morgens schon so viel los ist, generell im Bus und auch am Flughafen.

Alles in allem hatten wir 14 sehr schöne Tage in Großbritannien, das Wetter zwar meist stürmisch und wechselhaft, aber damit haben wir eh gerechnet. Wir hatten keinerlei Probleme auf unseren Abenteuern durch die Landschaften von England und Wales. Unsere Unterkünfte waren alle durchwegs komfortabel, das Essen überall genießbar. England ist prinzipiell ein sehr teures Pflaster, das haben wir dann auch auf unseren Kreditkartenabrechnunen gesehen. Wie schon erwähnt, waren wir vor allem von Barmouth und den Snowdonia National Park begeistert, sowie vom Exmoor National Park, dem Jurassic Coast und für mich war Porthsmouth ein Tophighlight. Wir sind wieder viel gefahren und haben viel gesehen.
Danke an dieser Stelle an meinen persönlichen Chauffeur, ohne ihn wäre diese Reise nicht zustande gekommen und vor allem nicht so reibungslos abgelaufen. 🙂

Unser Reise war wieder voller Abenteuer und wir legten eine große Strecke zurück. Zwar nicht so viel wie in Amerika, aber das ist bei den engen Straßen auch nicht denkbar. Wie bei jeder Reise war nicht immer alles Sonne, Wonne, Heiterkeit. Es gab kleine Streitigkeiten, Missverständnisse, schlechte Launen, Sturheit etc, doch das ist wohl normal. Man verlässt einfach jedes Mal seine Komfortzone, bewegt sich in unbekannten Gebieten, schläft jeden Tag woanders, kaum jemand spricht deine Muttersprache und so wie das alleine Reisen seine Nachteile hat, hat auch das zu zweit Reisen seine. Man kann nicht nur das machen was einem passt, sondern man muss auch Kompromisse eingehen und auch das ist an manchen Tagen einfacher als an anderen.

Doch am Ende zählen immer die Erfahrungen, die Erlebnisse die man gemacht hat und man freut sich schon wieder auf das nächste gemeinsame Abenteuer. 😀

Reiseresümee

Vor knapp einem Monat sind wir von unserer Amerika-Reise zurückgekommen. Es hat in erster Linie sehr viel Spaß gemacht. Endlich wieder Reisen!! Für mich war es eine der spannensten die ich je gemacht habe, einerseits weil ich noch nie so eine lange Autoreise gemacht habe und andererseits weil ich noch nie so eine Art von Reise zu zweit gemacht habe. Es war also etwas ganz neues und ich bin so mittelgut darin. Auf jeden Fall ausbaufähig.

Von den Erlebnissen war die Reise top…Amerika ist wirklich ein wunderschönes Land. Es ist traurig wie sie damit umgehen und wie wenig sie es im Prinzip schätzen, auch wenn sie davon ausgehen, dass sie das tun. Meine Top 3 wären: 1. Cape Cod; 2. New York City und 3. White Mountains/Lechtworth National Park. Diese Orte würde ich sofort wieder besuchen. Ich habe es auch gemocht, dass wir zwar eine Route im Kopf hatten, aber dennoch flexibel bei den Motels waren. Dabei haben wir uns, bis auf eine Unterkunft, echt sehr viele schöne Plätze ausgesucht. Spontan zu Reisen ist nicht meine leichteste Aufgabe. Ich liebe es Reisen zu planen und alles zusammen zu stellen. Bin dann gar nicht so davon besessen den Plan auch eins zu eins umzusetzen, aber mich davor damit zu beschäftigen, was ist alles möglich, was kann man alles sehen, wo kann man überall hin, irgendwelche Geheimtipps heraussuchen, macht einfach irrsinnig viel Spaß. Ich könnte sowas immer machen. Nicht nur für mich privat, sondern auch für andere. Wobei ich definitiv nicht einem Reisebüro arbeiten möchte, denn da würde mir die Flexiblität und die Neugierde fehlen. Lieber alles selber zusammenstellen. LOVE IT!!

Es ist natürlich nicht alles mega super und rosig gewesen bzw. gelaufen. Wir haben uns auch gestritten, teilweise wegen echt unsinnigem Zeug, aber das gehört glaube ich dazu, denn man ist nicht in seinem gewohnten Umfeld, man kennt sich nicht aus, man ist einfach nicht in seiner Komfortzone und das stresst schon ein wenig, da können die Nerven auch einmal durchgehen. Trotzdem sollte man sich vielleicht manchmal ein bisschen daran erinnern, dass man nicht gleich ausflippen muss. Bei der nächsten Reise wird es bestimmt schon besser! 🙂 Learning by doing. Generell haben mir unsere Sightseeing-Stopps ziemlich gut gefallen und ich würde keines davon weglassen wollen. Die einzige Erfahrung, die ich nicht wirklich gebraucht habe, war die eine Unterkunft, aber auch solche Dinge gehören einfach dazu. Einmal ein Griff ins Klo und wenn man es ganz sachlich betrachtet, war es eh halb so schlimm und ohne diese Unterkunft hätten wir den Letchworth National Park nicht gemacht.

An die Müllverschwendung und vor allem den ganzen Plastikmüll darf man natürlich nicht denken. Es ist einfach eine Katastrophe. Wie oben schon erwähnt, es ist einfach sehr schade wie mit unserer Umwelt und allem umgegangen wird. Ein paar weniger ausgebaute Straßen, wären für dieses Land, so glaube ich, auch nicht schlimm. Ein paar günstigere und dennoch qualitativ nährwertigere Produkte, würden in Amerika nicht schaden.

Im Großen und Ganzen freue ich mich, dass wir dieses Reise gemacht haben und dabei so was cooles herausgekommen ist. Ich freue mich definitiv schon auf unsere nächsten Abenteuer, wir haben so viele Ideen, aber ich denke die nächsten Ziele sind schon ziemlich klar. 2023 würden wir gerne zwei Städtetrips und eine längere Reise machen und ich würde sehr gerne auch eine Woche Wander-/Bergsteiger-Urlaub machen. Aber das hat alles noch Zeit. Jetzt werde ich einfach einmal die letzten zwei Monate ausklingen lassen, mit lernen, Abschlussarbeit schreiben und meine Ausbildung beenden. 🙂