Bin ziemlich faul geworden und habe es nicht geschafft einen Beitrag zum letzten Trip nach Italien, die ich im Oktober unternommen habe, zu schreiben. Auch wenn ich auf Grund eines kleinen Missgeschicks nicht von der gesamten Schottlandreise Fotos habe, möchte ich meine Eindrücke und Erlebnisse niederschreiben. Ist eh schon wieder fast peinlich, da die Reise schon bald zwei Monate her ist, also bevor alles wieder in den Hintergrund gedrängt wird ein kleiner Rückblick.
Florian und ich starteten diese Reise wieder von Wien. Am Sonntag fand noch das Pfingstkonzert der St. Johanner Musik statt und am nächsten Tag ging es am frühen Vormittag Richtung Wien. Immer wieder eine nicht enden wollende Fahrt. Der Flug ging am Abend und die Ankunft in Schottland war kurz vor Mitternacht. Bei Nieselregen landeten wir in Schottland und nahmen den Bus in die Innenstadt. Dort checkten wir in Motelone in der Mitte Edinburghs ein. Das Zimmer war geräumig und nach einem kleinen Apertiv waren wir auch ready fürs Bett.
Am nächsten Tag wachten wir bei kühlem, aber sehr schönem Wetter auf und gingen zu allererst eine Kleinigkeit frühstücken. Bevor wir die Sightseeing-Tour durch die Hauptstadt Schottlands starteten. Bei unserer Tour klapperten wir die klassischen Highlights ab. Begonnen vom Schloss, über die Royal Mile, durch den wunderschönen Princes Street Garden (begleitet von Dudelsackmusik), weiter zum Calton Hill und anschließend weiter zum Arthurs Seat und zum Schluss noch einen kleinen Abstecher ins National Museum of Scotland.
Ziemlich ereignisreich und sehr abwechselnd. Nach diesem kurzem Überblick verließen wir die schöne Hauptstadt wieder Richtung Flughafen, da wartete bereits unser Mietauto auf uns, das uns in der nächsten Woche durch Schottland brachte.
Loch Lomond
Doch unsere Fahrt Richtung Loch Lomond begann stockend im Stau. Wir kamen ziemlich spät im B&B an und an diesem Ort gab es nur ein Restaurant, das blad schließte. Müde vom Tag hofften wir nur noch auf einen Happen zu Essen und ein kühles Bier. Zu unserem Glück läuft das in Schottland ein bisschen anders ab. Da wird wirklich bis zur besagten Zeit Essen serviert und nicht wie in Österreich „die Küche schließt ind 15 Minuten, wir können Ihnen nur noch Snacks anbieten“.
Das Wetter war auch in Balmaha ziemlich gut. In Edinburgh schaffte ich es sogar einen Sonnenbrand zu bekommen. Nachdem wir in den ganzen Tag ziemlich viel erlebt haben und wir von den Tagen zuvor noch müde waren, wurde nur noch kurz der Ausflug für den nächsten Tag geplant und dann ging es ab ins Bett. Wir blieben hier für zwei Nächte.
Auch am nächsten Tag war das Wetter ziemlich gut und unsere geplante Wanderung auf den Ben Lomond konnte ohne Probleme durchgeführt werden.
Es gibt einen Rundweg auf den Berg. Unsere Gastgeberin empfiehl uns zuerst den etwas steileren Weg, mit mehr Ausblick zu nehmen und den leichteren Weg nach unten zu machen. Das war ein sehr guter Tipp. Hinter uns lag der Loch Lomond, Schafe so weit das Auge reichte und so erklammen wir den knapp 1200 hohen Berg. Der Weg war wenig beschwerlich und vor allem war diese Seite des Weges wie ausgestorben. Es gab vielleicht fünf Personen die uns hinauf begegnet sind.
Beim letzten Anstieg kam sogar ein wenig Osttirol-Feeling auf.
Oben angekommen war es auch noch relativ ruhig, obwohl ein relativ frischer Wind ging, packten die Briten ihre mitgebrachten Hendelhacksen aus. Wir rasteten nur ein wenig und gingen dann den anderen Weg wieder nach unten. Es war wie eine mäßig befahrene Autobahn. Immer wieder kamen uns teilweise sehr unfitte Menschen entgegen.
Als wir wieder beim Parkplatz waren, ließen wir uns noch ein bisschen am See nieder und genossen den Blick auf den Ben Lomond bevor es wieder zurück nach Balmaha ging, wo wir uns einen gemütlichen Nachmittag machten.
Wir gingen ein paar Kleinigkeiten einkaufen, rasteten ein wenig im Bed & Breakfast und spazierten anschließend noch ein bisschen in der Gegend herum, bevor wir noch einmal im Oak Tree Inn essen gingen. Es war wirklich angenehmen, dass man für die Strecke kein Auto benötigte und wir sozusagen beide den Abend genießen konnten.
Balmaha ist zwar wirklich sehr ruhig, aber jeder der vielleicht nicht unbedingt auf Menschenmaßen aus ist, ist hier absolut richtig.
Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück wieder weiter. Ab in den Norden, Richtung Fort Williams mit ein paar kleinen Stopps auf unserem Weg. Der erste Stop war gleich auf der gegenüberliegenden Seite von unserem B&B. Der kleine Ort namens Luss war schon um einiges touristischer. Wir schlenderten kurz durch den Ort und sahen uns ein paar Souvenier-Läden an, danach ging es wieder weiter.
Hier wurden gerade ein paar Reisebusse ausgelassen, also war es ziemlich voll und uns hielt es nicht lange an diesem Ort. Auf der Weiterfahrt gab es aber noch viel zu sehen. Als nächstes hielten wir für eine kurze Weile in Inveraray. Es handelt sich hierbei um ein kleines geplantes Dorf, welches vollständig schwarz und weiß ist. Sogar Firmenschilder von bekannten Marken halten sich an diese Regel. Auch hier schlenderten wir ein bisschen durch das Dorf. Groß ist es nicht, aber die schwarz-weißen Häuschen waren schon sehr entzückend. Hier kauften wir in einem Laden ein paar Seifen mit Bergermotte-Duft und Co. Danach ging unsere Erkundungstour Richtung Fort William weiter.
Auf unserem Weg kamen wir auch am Kilmartin Tal vorbei. Hier gibt es überall verteilt alte überbleibsel von prähistorischen schottischen Stätten. Bei einem blieben wir natürlich stehen und schauten uns das an. Es ging quer durch eine Schafherde. Das lud natürlich zu einigen Fotos ein. Weiter ging es zu einer Sonnenuhr und einer alten Grabstädte. Schon sehr spannend.
Es war hier gar nichts los. Nur noch ein älteres Paar, aber die haben sich nicht den gesammten Bereich angeschaut. Nur Schafe. Nach diesem kleinen kulturellen Abstecher stand nur noch ein einziger Stop an. Es war schon späte Mittagszeit und daher kam der Halt in Oban, einer kleinen Stadt in den stüdlichen Highlands, direkt am Meer gelegen sehr passend. Oban gilt als Tor zu den Hebrideninseln.
Eine Sehenswürdigkeiten, neben dem Blick über das Meer zu den Hebriden, ist der McCaig’s Tower. Eine kleine viktoriansiche Spielerei, welche auf ein Hügel thront und an das Kolosseum erinnern soll. Natürlich mussten wir dort rauf und den Blick von oben genießen. Anschließend aßen wir noch eine Kleinigkeit und gingen zurück zum Auto. Dort mussten wir leider feststellen, dass uns jemand einen kleinen Parkschaden gemacht hat. Vorne links waren ein paar weiße Kratzspuren auf unserem schwarzem Auto.
Fort William
Eine noch circa zweistündige Reise stand uns noch bevor, bis wir die Enddestination „Fort William“ erreichten. Es lief alles glatt. Und nach einem kurzen Abstecher in einem Aldi ging es auch schon zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Fort William ist laut Recherchen einer der regenreichsten Städte in Schottland, aber auch bekannt für den höchsten Berg Großbritanniens – Ben Nevis. Nach einem pasablen Abendessen – wie fast immer Burger und Pommes – machten wir noch einen kleinen Spaziergang in der Gegend. Schon beim Essengehen sind wir bei den Neptun Stairs vorbei gekommen. Eine alte Schiffschleuse die wie man vermuten kann, stiegenförmig gebaut wurden. Auf dem Fotos sieht man es leider nicht besonders gut, aber es war auf jeden Fall spannend.
Wetter passte zu diesem Zeitpunkt noch bestens. Wir freuten uns schon auf den nächsten Tag und unsere Wanderung. Nach einem kleinen selbstgemachten Früstück ging es am nächsten morgen also los – Abenteuer Ben Nevis. Von circa 0 Höhenmeter auf knapp 1300 Höhenmeter. Wir waren von den ganzen Wanderberichten ein wenig zu beeindruckt. Alle gingen hier von einer Gehzeit von ingesamt 6-8 Stunden aus. Im Nachhinein hätten wir doch noch ein wenig logischer Denken können und wissen müssen, dass wir nicht einmal auf den Hochstein so lange brauchen, aber egal.
Es war ein wenig bewölkt, aber es wirkte trocken. Trocken war es auch bis zum oberen Drittel unserer Wanderung und dann begann es auch wirklich stark zu regnen und zu stürmen. Trotz Regenjacke waren wir bis auf die Unterhose bzw. einfach überall nass. Mein Handy hat diesen Regenguss leider auch nicht unbeschadet überlebt. Daher war mein letztes Fotos dieser Reise auf den Weg zum Gipfel.
Die weitere Reise war ich handylos. Es ließ sich nicht mehr einschalten. Einerseits war es nervig, gerade vom schönsten Teil keine Fotos machen zu können, andererseits war es extrem entschleunigend. Es ging mir eigentlich nicht ab. Zu Hause würde mir das vermutlich nicht so leicht gelingen.
Auf jeden Fall wurde das Wetter als wir fast wieder herunten waren wieder richtig gut. Die Sonne kam raus und wir ärgten uns ein wenig, dass wir auf die Berichte gehört haben, da wir ein bisschen mehr als vier Stunden unterwegs waren, ingesamt. Es ist ein wirklich gut angelegter, breiter Weg ohne Schwierigkeiten, einfach stetig nach oben. Am Ende ist vermehrt mit Splitt zu rechnen, aber alles wirklich leicht und harmlos zu begehen. Wieder unten freuten wir uns auf eine heiße Dusche und trockene Klamotten und anschließend gingen wir noch einmal Wäsche waschen. Den Tag schlossen wir bei einer Flasche Wein und ein paar Nudel ab.
Isle of Skye
Am nächsten Tag ging die Reise weiter auf die Isle of Skye. So wie zuvor nach Fort William, machten wir hier auch wieder bei ein paar Plätzen halt, bevor wir nach Portree fuhren. Ohne Fotodokumentation und mittlerweile schon bald drei Monate nach unserer Reise, ist die Erinnerung nur noch relativ verschommen, aber ein paar Highlights kann man einfach nicht vergessen.
Der erste wirkliche Stop war eine kleine Passstraße mit Ausblick auf die Five Sisters of Kintail. Schon ein erster kleiner Vorgeschmack auf die Isle of Skye – teilweise Single Track-Straße. Auf der Insel sehr üblich. Kurz bevor es über die Brücke rüber vom Festland auf die Insel ging, hielten wir noch beim Eilean Donan Castle. Jeder der schon einmal in Schottland war und auf der Isle of Skye war, hat sich vermutlich auch das Schloss angesehen. Wir gingen nicht rein, sondern machten nur ein paar Fotos von draußen. Postkartenmotiv Nummer 1 an diesem Tag. Hier folgten auf unserem weiteren Weg noch ein paar.
Auf der Isle of Skye angekommen, entschieden wir uns die Single Track Straße nach Elgol zu nehmen. Elgol ist eine sehr kleine Siedlung und am Weg dorthin hatten wir das Glück die Postkartenmotive zwei und drei zu sehen. Zum einen das Bergmassiv Bla Bheinn und zum anderen Die Gebirgskette der Cullin Hills. In dieser kleinen Siedlung am Ende der Straße tranken wir in einem kleinen Kaffee etwas, bevor wir die Straße zurück auf die „Hauptstraße“ nahmen. Doch das war noch nicht alles.
Unser letzter Stop für diesen Tag war Talisker Bay und da hatten wir sofort unser viertes Postkartenmotiv vor uns. Es war wunderschön. Für mich das größte Highlight auf unserer Tour. Wer die Möglichkeit hat dorthin zu fahren, soll es unbedingt tun, denn es ist wirklich atemberaubend schön. Ein Ort so friedlich und imposant. Das Meer die Felsnadel, der Wasserfall, alles läd zum Träumen und verweilen ein. Nach diesem malerischen Blick ging es schlussendlich wirklich zu unserer Bleibe für weitere zwei Nächte.
Es war ein wirklich sehr entzückendes B&B, die Gastgeber sehr, sehr freundlich und aufmerksam. Einziger Minuspunkt, die Stadt war doch relativ weit weg und wir mussten mit dem Auto zum Essen fahren und da an diesem Tag der Portree Halbmarathon war, waren die Lokale natürlich voll, aber mit ein bisschen Geduld und einem Trink zwischendurch fanden wir dann auch etwas zum Essen. Vor dem Essen schauten wir uns aber noch ein bisschen in Portree um und machten einen kleinen Spaziergang.
Nach einem erholsamen Schlaf und einem wirklich hervorragenden Frühstück ging unsere Entdeckungsreise weiter. Leider war das Wetter nicht ganz ideal. Es nieselte eigentlich fast die ganze Zeit und teilweise regnete es sogar stärker, aber mit Regenjacke ging das schon. Es stand vieles am Programm und durch die vielen Single Track-Straßen brauchte man auch relativ lang, bis man irgendwo war.
Unser erster Stop war der Bearreaig Bay – wir hatten die Hoffnung von dort einen wirklich guten und anderen Blick auf die Old Man of Storr zu ergattern, aber hier hangen leider die Wolken ziemlich tief. Selbst gingen wir hier auch nicht hin, da hier die Menschenmassen richtig hinströmten. Nicht so wirklich unserers.
Als zweites Stand der Lealt Fall am Programm – wie man vermuten kann handelt es sich hierbei um einen Wasserfall. Oben am Plateau sind hier auch sehr viele Menschen, aber es nehmen nur wenige den Weg nach unten und zum Wasserfall auf sich das ist schön. Und ein Wasserfall ist natürlich immer sehenswert.
Der nächste Halt war ein weiteres wirklich großes Highlight für mich und zwar der Brothers Point. Man muss hier ein paar Meter zu Fuß gehen und die Parkplätze zu finden ist nicht so einfach, aber das ist auch gut so, denn so sind nicht alle dort. Wir wanderten bis ganz vor. Auch wenn das Wetter nicht perfekt war, es war einfach eine tolle Sache dort zu sein. Die Zeit verflog und ein paar Sachen standen noch auf unserer To do Liste.
Das Wetter hat wieder auf Regen umgestellt und wir hielten beim Caisteal Uisdein Castle. Eine alte Ruine direkt an den Kliffen. Der Weg dorthin war nicht besonders lustig, gleich von drei wirklich schrecklich bellenden Hunden verfolgt und bei Regen ging es dorthin. Muss man es gesehen haben – nein, nicht wirklich. Es ist wirklich nicht mehr viel von den Gemäuern übrig, aber naja. Zumindest wissen wir das jetzt.
Zu guter Letzt ging es dann zum Neist Point Lighthouse – wiederum Postkartenmotiv und ich denke, dass es auch vielen bekannt ist. Doch zuvor blieben wir noch in dem kleinen Hafendorf Uig stehen, um uns zu stärken. Am Neist Point machten wir vor allem viele Fotoshootings mit den dort regierenden Schafen. Auf dem Heimweg fuhren wir noch am Dnvegan Castle vorbei, machten ein paar Fotos – bzw. Florian machte ein paar Fotos und dann ging es über die alte Single Track- Straße nach Portree zurück. Den Abend ließen wir noch bei einem guten indischen Essen ausklingen.
Damit stand der letzte volle Tag in Schottland vor der Tür. Das Frühstück war wieder hervorragend und wir verließen. Das Wetter war immer noch eher mäßig gut und daher war es gut, dass es ein reiner Fahrtag war. Die Strecke war lang. Von Portree bis zu dem kleinen Ort Linlithgow. Es lag etwas außerhalb von Edinburgh und relativ nahe am Flughafen für den nächsten Tag. Daher wählten wir diesen Ort. Im B&B gab es ein Pub mit Essen. Es regnete fast die ganze Fahr über. Erst kurz nach den Caingroms zog es auf und die Sonne kam zum Vorschein. Daher entschieden wir uns auch fast die ganze Zeit zu fahren. Erst am Ende blieben wir in dem malerischen Ort Dunkeld stehen. Erkundeten das Städtchen ein wenig, vertraten uns nach so einer langen Zeit im Auto die Beine.
Zum Schluss wollten wir noch in Perth stehen bleiben. Wir fuhren auch von der Autobahn ab, aber beschlossen dann doch direkt zum B&B zu fahren. In Linlithgow kamen wir bei Traumwetter an. Da tat es sehr gut, bei wunderbaren Sonnenschein den Ort bei einem Spaziergang zu erforschen. Wenn es sich zeitlich ausgeht, dann kann man hier auf jeden Fall her. Es gibt ein großes Schloss, mit einem schön angelegten See und vieles mehr und bei Sonnenschein ist es fast überalle wunderschön.
So endete also unser Urlaub, denn am nächsten Tag brachten wir nur noch das Auto zurück und flogen zurück nach Wien. 🙂
Schottland auf jeden Fall eine Reise wert. Ich kann verstehen, warum viele davon schwärmen. Man sollte aber auch die nötigen Groschen dabei haben bzw. am Konto haben, da es alles andere als ein günstiges Pflaster ist. Cool war auch, dass wir in der gesamten Woche kein einziges Mal Bargeld brauchten. Alles ging mit der Karte zu zahlen. Meine Highlights waren der Talisker Bay, der Brothers Point und die Wanderung auf den Ben Lomond. Durch die Tatsache, dass mein Handy nicht ging, waren wir auf die analoge Welt ein bisschen angewiesen. Eine große Hilfe war hier der Reiseführer von Lonely Planet. Schottland würde ich auf jeden Fall wieder machen. Die Hebriden und vieles mehr wären schon wirklich sehr interessant! 🙂
Es ging los – Thailand stand vor der Tür. Nach ein paar stressigen Tagen im Büro, weil auf einmal alles anderes ist und alles etwas chaotisch begann, starteten Florian und ich Richtung München, um am nächsten Tag den Qatar-Flug nach Thailand zu nehmen. Die Fahrt dorthin lief reibungslos. Wir wurden schon von Christian und Andrea erwartet. Wie immer war es ein sehr angenehmer Abend bei den beiden, wir wurden mit Prosecco und gutem Essen verwöhnt. Danach ein paar Stunden schlaf, bevor unser Abenteuer los ging.
Unser Flug mit Qatar war meines erachtens komfortabel.
Auch unser Aufenthalt in Doha war wirklich in Ordnung. Und so kamen wir pünktlich am 14. Jänner um 6:40 Ortszeit in Thailand – besser gesagt in Bangkok an. Nach dem klassischen Einreise-Verfahren war die Sim-Card fürs Handy schnell besorgt und auf Grund der Taxi-Fahrer-Tipps von Maria hatten wir hier auch keinerlei Probleme ein passendes zu finden. Um kurz vor acht Uhr morgens standen wir also vorm Empire Place in Sathon (ein Stadtteil in Bangkok) vor Maria.
Bangkok
Herzlich wurden wir von Maria unten abgeholt und wir starteten mit ihr in den 24. Stock zu Georgs und Marias Wohnung. Dort machten wir uns erst einmal frisch, tauschten unsere Winterklamotten gegen Sommergewand und dann gab es ein paar frische Früchte, Wasser, Saft und ein paar Updates. Danach starteten wir wirklich in unser Thailand-Abenteuer. Rein in ein Taxi und los ging es zum wohl bekanntesten Wochenendemarkt in Bangkok – Chatuchak. Schon allein die Taxifahrt dorthin ist ein Erlebnis für sich. Dieser unbeschreiblich chaotisch und doch irgendwie organisiert wirkende Verkehr. Irgendwie wirklich faszinierend und zugleich absolut überfordernd.
Chatuchak – wie schon gesagt ein riesengroßer Wochenendemarkt und wenn ich sage riesengroß, dann meine ich das auch so. Die Dimensionen kann man sich gar nicht vorstellen und was man dort alles so findet erst recht nicht. Man wusste gar nicht wohin man als erstes schauen soll. Hier gibt es wirklich alles und noch mehr. Von ganz normalen Accessoires-Ständen über einen ganzen Bereich wo man Katzen, Hunde, Hasen (lebendige Haustiere) etc. kaufen kann, weiter zu Geschirr in allen Formen und Variationen, bis hin zu Apotheker-Ständen und so weiter. Hier etwas ein weiteres Mal zu finden, ist glaube ich wirklich nur ein Zufall. Natürlich gab es auch einen großen Food-Bereich. Dort ergatterten wir einen Platz und wir starteten in unsere thailändische Food-Experience. Man hört ja wirklich viel darüber, vor allem dass wir Europäer mit dem Essen nicht so klar kommen – doch wir hatten während unseres Aufenthalts Glück und nie wirklich Probleme damit. Maria empfohl uns ein Pad Thai und den klassischen Papaya-Salat bzw. Som Tum. Köstlich – einfach nur köstlich. Der Essensbereich war auch sehr spannend – typisch thailändisches Chaos – oder vielleicht nur für uns Chaos.
Nach ein paar Stunden am Wochenendmarkt hatten wir genug gesehen und wir machten uns mit der U-Bahn auf zurück zu Marias Bleibe. Unsere Endstation war beim Lumphini Park. Ein Park der vor allem deshalb bekannt ist, weil es hier sehr viele Warane gibt, die durch den Park und den Teich streifen. Ein paar Exemplare konnten wir auch sehen.
Wir entschieden uns dafür zu Fuß weiter zu gehen und kamen an einer Straße vorbei, die wir im weiteren Verlauf immer wieder aufsuchten. Dort gab es noch eine leckere, frische Kokosnuss für uns und danach ging es wirklich zurück, um ein bisschen am Pool zu liegen und sich abzukühlen. 😀 Herrlich erfrischend so eine Kokosnuss – weckt die Lebensgeister!!
Der Pool war angenehm kühlend und war genau das richtige nach diesen ersten paar Stunden in Thailand. Es wurde schön langsam Abend und Maria wollte uns noch den Sonnenuntergang vom Dach zeigen. In Thailand gibt es keine so großen Unterschiede beim Sonnenauf- und Untergang. Sie geht zwischen 06:30-07:00 Uhr auf und zwischen 18:00-18:30 Uhr unter, das ganze Jahr über. Über den Angestelltenaufzug ging es in den 38. Stock und dann noch ein paar Treppen auf das Dach. Perfektes Timing – was für ein Ausblick! 😀
Nach diesem Anblick machten wir uns für das Essen frisch. Wir wollten irgendwo am Fluss etwas Essen. Maria und Georg wussten sofort wohin sie uns bringen werden. Der kleine Bretterschuppen nennt sich Phet Chao Phraya. Schon alleine der Weg dorthin war abenteuerlich und versprach, dass es keine Touristen-Spelunke ist. Es ging circa fünf Minuten einen schmalen Steg entlang, es war ziemlich dunkel und überall saßen kleine Katzen, man musste echt aufpassen, dass man keine zusammentrat, denn sie bewegten sich keinen Millimeter weg von ihrem Platz. Im Lokal selbst konnte keiner der Angestellten Englisch, nur durch die Hilfe eines thailändischen Gastes war es möglich auch wirklich eine richtige Bestellung abzugeben. Einfach herrlich!!!
Das Essen war köstlich. Einfach ein Traum – unser erstes Chicken Cashew und ein Gericht mit Garnelen, dazu ein Bier mit Eiswürfel XD. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Hause. Mittlerweile merkten wir, dass wir schon lange nicht mehr geschlafen haben und wir dringend ein Bett brauchten, damit wir für die nächsten Tage Energie hatten. Denn uns war klar – Langeweile gibt es hier sicherlich keine!! 😀
Am nächsten Tag starteten wir gemütlich in den Tag. Kaffee und Tee bevor wir das Haus mit der Sukhumvit-Line Richtung Stadtteil Sukhumvit verließen. Sukhumvit ist durch Hangover bekannt und dort hatten wir einen Termin bei Georgs persönlichen Schneider – Charlie. Doch zuvor gab es noch im Breakfast Story Asok eine kleine Stärkung.
Bei Charley war es richtig lustig und wir haben auch richtig fest geshoppt. Am Ende gab es für Florian und für mich je zwei Anzüge, für mich drei Hemden und für Florian vier Hemden sowie für mich noch einen zusätzlichen Blazer. Wir waren sehr zufrieden und machten uns für die erste Anprobe einen Termin am Mittwoch am Abend aus.
Danach ging es spontan zum Khlong Thoie Market – hier bekommt man alles für Küche und Haushalt, vor allem so frisch wie sonst nirgendwo. Die Tiere, Fische und dergleichen sind teilweise sogar noch am Leben. Zudem wird hier wirklich das ganze Tier verarbeitet. Man kann die Haut vom Schwein, das Gesicht, das Herz und und und kaufen. Natürlich alles um ziemlich wenig Geld. Die Fische zappeln und winden sich. Spannend und irgendwie gut, dass das Essen schon etwas her war.
Natürlich gab es auch Gemüse und Obst und Sachen für die Küche. Nachdem wir ein wenig durchgeschlendert sind, wollten wir wieder eine Runde zum Pool. Diesmal entschieden wir uns den Bus zur Wohnung zu nehmen. Eine sehr günstige Variante, aber man benötigt viel Geduld. Denn bis der richtige Bus kommt, kann es wirklich lange dauern. Aber das warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Lustige Erfahrung – der alte Klapperkasten ist extrem laut und rumpelt nur so vor sich hin. Sicher nicht die schnellste Option, um in Bangkok von A nach B zu kommen, aber ich finde, man sollte es auf jeden Fall einmal ausprobieren.
Während Maria die Wohnung etwas aufräumte, gingen wir zum Pool. Georg hatte viel zu tun, denn die beiden verließen bald das Land und er musste seinen neuen Kollegen einschulen und ein paar Sachen abschließen. Das tut mir im Nachhinein echt leid, dass wir ihm da noch mehr Stress gemacht haben – ich weiß wie zach das ist. Hatte so ein ähnliches Erlebnis selbst, als ich Wien verließ. Um 17 Uhr hatten Maria, Florian und ich einen Termin bei der Massage gleich um die Ecke. Das war so gut. Kostet circa 15 € und man wird eine ganze Stunde durchgeknetet. Absolutes Highlight und jedem zu empfehlen.
Absolut entspannt gingen wir danach noch in der Nähe etwas Essen. Heute stand Chicken Satay mit einer Erdnusssoße am Programm. In der kleinen Bude war das Fleisch sehr zart. Genau das richtige für diesen Abend.
Georg war in der Zwischenzeit mit seinem Arbeitskollegen und anderen Bekannten etwas Trinken in einem anderen Lokal im Stadtviertel Nana. Wir beschlossen dorthin zu fahren. Nana ist ein Rotlichtviertel und vor allem wegen dem Nana Plaza bekannt. Bevor wir nach Hause fuhren, schauten wir uns dort kurz um. Naja, es ist nichts besonderes das man hier sieht. Viele junge „Thailänderinnen“ die von älteren Europäern angegraben werden bzw. an einer Stange tanzen. Es dauert auch nicht lang, bis man dort von einer Thai angesprochen wird und man eine „Pingpong-Show“ angeboten bekommt, aber wir lehnten dankend ab. Nach einer kurzen Runde fuhren wir nach Hause und tranken lieber dort noch ein Bier, bevor wir schlafen gingen.
Ich freute mich richtig auf den nächsten Tag. Wir haben einen Platz in einem Kochkurs bekommen und ich war richtig gespannt wie es so wird. Um 9 Uhr trafen wir uns mit der Kochlehrerin. Mit ihr und den restlichen Leuten aus der Gruppe – insgesamgt waren wir 9 Leute – gingen wir gleich zu einem nahegelegenen Markt. Dort zeigte und erklärte uns die Köchin ein paar Zutaten die es in der Thaiküche unbedingt braucht und wozu man sie braucht.
Es gab insgesamt 5 Gänge. Zuerst gab es eine Tom Kah Gai Suppe, anschließend ein Pad Thai, danach einen Tom Som (Papaya Salat) dann noch ein rotes Curry und zur Nachspeise einen sticky Mangoreis.
Ich glaube die Bilder sprechen für sich. Es machte richtig viel Spaß und es hat hervorragend geschmeckt. Absolutes Must do, wenn man in Thailand ist!! Damit man die Köstlichkeiten zu Hause nach kochen könnte, haben wir sogar ein kleines Kochbuch bekommen, also es scheitert eher an den besonderen Zutaten. Mit vollem Bauch verließen wir die Kochschule und gingen zurück nach Hause, um uns ein wenig an den Pool zu legen. Wir bewegten uns erst wieder als die Sonne unterging. Da machten wir uns fertig, um auf den Blumenmarkt und nach China Town zu fahren.
So viele Blumen habe ich noch nie gesehen, das war wirklich verrückt schön. Natürlich gab es nicht nur frische Blumen, sondern auch Kunstblumen, aber trotzdem wo das Auge hin reichte sah man nur ein einziges Blumenmeer.
Es ging weiter nach China Town. Da waren schon viel mehr Menschen, es war fast ein wenig zu voll. War etwas überfordert und zugleich fasziniert. Irgendwann haben wir dann eine etwas ruhigere Gasse gefunden, wo wir noch einen Platz für ein Abendessen ergatterten. Wie diese Speise geheißen hat – keine Ahnung – auf jeden Fall waren es eine Art Nudel mit Gemüse auf einer brennheißen gusseisernen Pfanne.
Die Eindrücke waren überwältigend und gut gesättigt ging es wieder zurück nach Hause. Einen letzten ganzen Tag hatten wir noch in Bangkok bevor es weiter ging. Dafür wollten wir ausgeschlafen sein. Georg hatte mittlerweile sein Diensthandy abgegeben und er konnte noch ein bisschen Zeit mit uns verbringen.
Den letzten Tag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. Auf Empfehlung von Maria gab es Karottenkuchen – außerordnetlich gut.
Danach ging es zum Fluss. Denn wir wollten noch eine Tour mit dem öffentlichen Boot machen. Öffentlich deshalb, weil es im Prinzip so abläuft wie mit dem Bus. Sehr günstig, viel pünktlicher, aber genauso laut, schippert man am Fluss entlang.
Eine wirklich gute Variante um schnell von A nach B zu kommen und man kommt so auch wirklich günstig zu einigen Tempeln und anderen Sehenswürdigkeiten. Anschließend fuhren wir wieder mit dem Taxi zurück, denn der Pool wartete schon auf uns :D. Lange Zeit hatten wir eh nicht, denn wir mussten zu unserer Anprobe bei Charlie. Er brachte uns gleich Bier und es war wieder sehr lustig. Auch Georg suchte sich noch Stoffe für einen Anzug und einen Blazer aus.
Den restlichen Abend ließen wir im Naga ausklingen – das Lieblingsrestaurant von Maria und Georg. Frühlingsrollen und rotes Curry – ausgezeichnet und so viel.
Zudem gingen wir noch einen Cocktail in einer Rooftop-Bar im Banyan Tree. Der Ausblick war wunderschön, tolle Skyline, aber die Getränke waren nicht besonders gut, ziemlich lieblos und sehr teuer, aber es war dennoch ein sehr feiner letzter Abend und defintiv ein super Ausklang.
Am letzten Morgen vor unserem Flug gingen wir noch einmal mit Maria und Georg frühstücken und danach holte uns schon unser Taxi zum Flughafen ab. Es lief alles reibungslos und ohne die Hilfe und die tolle Betreung von Maria und Georg wäre das alles nur halb so fein gewesen. Mit vielen besonderen Eindrücken verabschiedeten wir die beiden und freuten uns schon sie in Osttirol wieder zu sehen.
Koh Yao Yai
Mit Air Thailand flogen wir nach Phuket. Das ganze war ziemlich eng getacktet, denn wir hatten nach der Ankunft nicht viel Zeit, um das letzte Boot nach Koh Yao Yai zu erwischen. Gott sei Dank sind die Thailänder wirklich gut organisiert. Das Aufgabegepäck war schnell da und ein Taxi hatten wir auch recht schnell – zwar wurden wir hier ziemlich abgezockt, aber alles halb so tragisch. War immer noch sehr billig.
Am späten Nachmittag kamen wir auf Koh Yao Yai mit dem Boot an. Ein Taxi fuhr uns zum Hotel und wir checkten in unserer kleinen, privaten Villa mit Pool und Meerblick ein.
Wir aßen das frische Obst und kühlten uns im Pool ein wenig ab, dann machten wir uns für ein Abendessen im Restaurant unten am Strand fertig. An sich eine sehr schöne Location und auch ein tolles Ambiente, nur leider hat es immer wieder angefangen zu regnen und man musste alles unters Dach packen, weil es dort aber so heiß war, packte man wieder alles raus. Ein hin und her. Die Kellnerinnen taten mir schrecklich leid. Das Essen war aber sehr gut
Wir tranken noch ein Bier und genossen die Atmosphäre, danach gingen wir schlafen. War doch wieder ein langer, anstrengender Tag.
Ich wachte genau rechtzeitig für den genialen Sonneaufgang um 06:50 Uhr auf. Nach einem Frühstück entschlossen wir uns ein Moped für den heutigen Tag zu Mieten, um die Insel zu erkunden. Das war wirklich einfach. Keiner fragte, ob man fahren kann oder überhaupt einen Führerschein dafür hatte. Man zahlte für 24 Stunde umgerechnet 7 Euro. Es interessierte niemanden, ob das Moped getankt zurück kommt oder nicht. Easy!!
Wir starteten unsere Tour zum Laem Had Beach – eine lange Sandbank, die fast bis zur nächsten Insel geht. Ein kurzer Abstecher auf die andere Inselseite zum Son Bay Beach. Wir machten nur ein paar Fotos und fuhren dann in den Süden der Insel. Circa eine dreiviertel Stunde später waren wir beim Ao Sai Beach. Verkehr war kaum einer, ein paar wenige Touristen und einige Einheimische fuhren ebenfalls mit Mopeds oder Ritschas herum. Oft oder meistens ohne Helm und vor allem oft ziemlich voll bepackt, mit Kindern oder Tieren oder anderen Sachen. Beim Ao Sai Beach blieben wir ein bisschen länger stehen und machten eine Runde am Strand. Das Meer und der Sand sind so wunderschön, nur man darf den Blick nicht zu weit nach hinten schweifen lassen, denn da lag sooo viel Müll. Kaum auzuhalten. Alles voller Plastik.
Die einzelnen Sightseeing-Spots waren nicht weit von einander entfernt. Das war wirklich angenehm. Wir fuhren weiter zum Ao Muong Beach, dort gab es ein kleines Bambushütterl wo gekocht wurde oder man nur Getränke kaufen konnte. Es gefiel uns hier richtig gut, daher gab es für uns einen frischen Mango- und Ananans Smoothie und wir machten es uns ein bisschen am Strand gemütlich. Gingen ins Wasser. Es war ein sehr angenehmer Nachmittag.
Unser nächster Stop war nur 5 Fahrminuten entfernt – Loh Jak Beach ud Loh Jark Pier – auch hier sahen wir uns ein wenig um. War wirklich ganz nett hier, aber wir wollten noch zum Loh Pared Beach, um den Sonnenuntergang zu sehen. Das machten wir auch so. Dort wurde gerade ein Abendmarkt geöffnet und es gab lokale Spezialitäten – wir probierten Teigbällchen mit Fisch, Kraben, Würstchen und Seegras gefüllt. Die waren wirklich sooo gut, dass wir gleich noch ein paar holen mussten. Anschließend war es soweit, die Sonne ging unter und wir suchten uns einen Platz am Strand, um dieses Event zu genießen. Dort war zwar einiges los, aber halb so schlimm.
Danach fuhren wir die 20 Minuten zurück zu unserem Hotel oder besser gesagt unserer Villa. Machten uns frisch und gingen wieder im gleichen Restaurant wie den Tag zuvor essen.
Das war unsere Route für die Mopedtour
Einen ganzen Tag hatten wir noch auf Koh Yao Yai. Nach dem Frühstück wussten wir zuerst nicht wirklich was wir machen sollten. Entschieden uns aber dann dafür uns noch einmal ein Moped zu nehmen, um zum Ao Muong Beach zu fahren. Dort hat es uns am besten gefallen. Auf dem Weg dorthin kaufte sich Florian eine Taucherbrille und einen Schnorchel – denn nachdem ihm das erste Mal im Meer schwimmen am Tag zuvor so gefallen hatte, wollte er unbedingt schnorcheln ausprobieren. Er war absolut begeistert – wie ein Kind hat er sich gefreut, wenn er einen Fisch erspäht hat. 😀 War sehr lustig mitanzusehen.
Nach ein paar Stunden fuhren wir wieder zurück. Wir entschlossen uns dafür, einmal wo anders essen zu gehen. Zuerst dachten wir, wir fahren zum Chill Chill @ Pai, weil es uns in einem Blog empfohlen wurde, aber kurz davor entschieden wir uns dafür, doch ins Krouw Baanrow zu gehen. Eine Bude aus Bambusholz, im hinteren Teil eine Küche und rund um das Häuschen ein paar Sitzplätze. Rein optisch nicht der Hingucker, aber es war das beste Essen!!!!! Das Curry war wirklich gut und der Mango Sticky rice zum dahinschmelzen. Wir waren mehr als satt und bezahlten für alles gerade mal 13 Euro. Einfach nur verrückt.
An unserem letzten Tag auf Koh Yao Yai machten wir nichts mehr, genossen die letzten Stunden am Pool in der Villa und fuhren gegen Mittag mit dem Taxi zum Pier wo uns ein Boot nach Ao Nang/Krabi brachte.
Aonang – Krabi
Am Pier angekommen, wollten uns gleich ein paar abgedrehte Ritscha-Fahrer zum Hotel bringen, aber ich habe von unserer Abzocke nach Koh Yao Yai gelernt und ließ mich auf den Deal nicht ein. Wir haben uns die Grab-App heruntergeladen und ein Taxi brachte uns dann zum Hotel, um 300 Baht weniger, als der Ritscha-Fahrer. Das Aonang Hill Krabi lag sehr gut. Nicht zu weit weg vom Geschehen, aber doch schon angenehm ruhig.
Krabi war wieder ganz anders als alles was wir davor gesehen haben, viele Karstberge und um einiges belebter als Koh Yao Yai. Nachdem Zimmerbezug machten wir uns gleich auf zu einer Erkundungstour am Aonang Beach. Tranken ein Bier an der Strandpromenande. Gleich in der Nähe ging der sogenannte Monkey Trail weg. Dort tummeln sich viele Affen, man muss ziemlich aufpassen, denn diese Tiere sind ziemlich raffiniert und stehlen sehr gerne. Der Monkey Trail endet am Pai Pong Strand, Der Weg an sich war wirklich cool, es waren nur wirklich sehr viele unsportliche Leute unterwegs. Aber für einen kleinen Abendspaziergang war es genau richtig. Danach ging es wieder zurück zum Aonang Beach und wir schlenderten ein wenig entlang der kleinen „Einkaufsmeile“, irgendwann entschlossen wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir wieder Richtung Hotel aufbrachen.
Die ersten Eindrücke überzeugten uns und wir freuten uns schon auf den nächsten Tag. In der Zwischenzeit hatten wir uns auch entschieden wie wir unsere Zeit in Thailand verbringen wollten. Zuerst hatten wir geplant bis zum 27. in Krabi zu bleiben und dann noch eine Nacht in Bangkok zu verbringen, aber Bangkok hat uns einfach zu gut gefallen, also buchten wir einen Flug am 25. zurück, um dort noch ein paar Sachen anzuschauen. Das Hotel haben wir auch geändert und gleich um die Ecke von Marias und Georgs Empire Place eines gebucht. Dazu aber später mehr.
Vorerst weitere Abenteuer aus Krabi. An unserem ersten vollen Tag in Krabi ging es für uns nach dem Frühstück wieder zum Strand und wir buchten uns ein Ticket für die Fahrt mit einem Longtail Boat nach Railey Beach. Das ganze ist wirklich unkompliziert. Der Longtail Boat-Fahrer sucht sich ein paar Leute zusammen und ab gehts. Auf Railey Beach West angekommen starteten wir unsere Erkundungstour. Zuerst ging es in eine Höhle. War schön, aber nicht sonderlich spektakulär. Wir gingen weiter einfach einen kleinen Weg entlang. Am Ende des Weges war ein sehr abgelegenes Hotel mit einem sehr coolen Pool. Wie man dort hinkommt bzw. ob der Weg den wir genommen haben, der einzige ist, weiß ich leider nicht. Da es aber eine Sackgasse war, gingen wir zurück und landeten dann auf Railey Beach East, also auf dem östlichen Teil des Strandes. Von dort aus gab es einen Verbindungsweg nach Phra Nang, ein wirklich schöner Strand. Doch bevor wir dorthin kamen, sahen wir einen Klettersteig, dort wusselte es nur so von Leuten die mit Flipflops und teilweise Barfuß den Weg hinauf kletterten. Natürlich wollten wir das auch probieren. Der erste Teil war ein Kinderspiel, er führte uns zu einem kleinen „Aussichtspunkt“. Beim Abstieg fiel uns eine weitere Abzweigung auf. Er war nicht sehr belebt, aber man hörte Menschen reden. Auch das mussten wir uns genauer anschauen. Leicht war es dann nicht mehr, das war ziemlich brutal, aber anscheinend kann ich doch ein wenig besser klettern als vermutet. Am Ende war ich wirklich froh, dass wir das gemacht und gesehen haben, aber auch, dass wir wieder heil unten angekommen sind und wir den schönen Phra Nang Beach uns anschauen konnten.
Am Phra Nang Beach rasteten wir erst einmal und nach kurzer Zeit ging es wieder zurück nach Railey Beach West. Dort angekommen steuerten wir schon zu einen Kajak-Vermieter zu, denn Florian wollte das unbedingt machen. Es stellt sich schnell heraus, dass ich sehr wenig Talent fürs Kajak-Fahren besitze und daher machte mir die Tour auch nicht sonderlich viel Spaß, eher war ich nur grantig, weil es nicht so wollte wie ich es gern hatte und es war einfach nur anstrengend. Aber auch das schafften wir ohne größere Problem, auch ohne kentern und es ist im Nachhinein nicht nur blöd, sondern auch eine coole Erfahrung gewesen.
Nach diesem doch sehr actionreichen Tag ging es wieder zu einem Longtail Boat, dass uns zurück nach Aonang brachte. Wir rasteten noch ein wenig in der Cocktailbar an der Strandpromenade und gingen dann zu unserem Hotel uns frisch machen. Wir waren richtig hungrig und freuten uns schon aufs Essen. Wir entschieden uns diesmal zu einem Nachtmarkt zu gehen und dort ließen wir uns richtig verwöhnen. Eine Ananans mit Reis, Chicken Satay, einen Mangosalat und noch Chicken Cashew. Ausgezeichnet.
Mit vollem Bauch ging es wieder zurück ins Hotel und ins Bett.
Der nächste Tag war wieder etwas enstpannter. Nach dem Frühstück spazierten wir gemütlich zur Strandpromenande und schlenderten dann dort ein wenig durch die Geschäfte, kauften ein paar Kleinigkeiten ein. Ganz relaxed und ohne viel Ziel. Es war hier immer was los und eine wirklich ruhige Zeit gab es auf Aonang nicht. Am Nachmittag wurden wir vom Hotel zu unserer privten Bootstour abgeholt. Die 2 Mädels, unsere Tourguides konnten kaum englisch und daher war es etwas seltsam, aber wenn ich die anderen Boote so sah, war ich schon sehr froh, dass wir ein Boot mehr oder wenig für uns hatten. Wir besuchten auf dieser Tour mehrere Inseln, gingen schnorcheln und sahen einen schönen Sonnenuntergang, auch wenn das Wetter nicht perfekt dafür war. Auf jeden Fall ist eine private Tour zu empfehlen, man ist irgendwie flexibler und muss sich nicht mit anderen unbekannten in ein Boot quetschen und die paar Euro mehr zu investieren, macht Sinn.
Auch an diesem Abend entschieden wir uns wieder am Markt zu Essen, diesmal waren wir nicht ganz so hungrig, obwohl wir länger aufs Essen warten mussten als gedacht, kurz bevor wir los gehen wollte begann es sinnflutartig zu schütten und das sicherlich eine halbe Stunde lang. So einen starken Regenguss habe ich noch nie erlebt. Nach dem Essen buchten wir uns noch ein Moped für den nächsten Tag, denn wir wollten noch etwas vom Landesinneren sehen und leider war es uns nicht möglich ein Auto zu mieten. Moped war auch hier wieder kein Problem. Alles war in Handumdrehen erledigt und gebucht. Wir nahmen das Moped mit zum Hotel und gingen schlafen. Denn unsere Tour startete schon vor dem Sonnenaufgang.
Um kurz vor 6:00 Uhr war Tagwache, wir richteten unsere Sachen zusammen und schwangen uns aufs Moped. Es war sehr lustig, während die ersten Stände schon wieder aufgebaut wurden, waren noch viele junge und alte Leute unterwegs und baggerten in Kellerinnen und dergleichen rein. Wirklich lustig mit anzusehen. Unser erster Stop war nicht allzu weit weg. Circa 20 Minuten und wir waren an einem See, wo wir uns ein bisschen frisches Obst gönnten und uns den „Sonnenaufgang“ anschauten. Er war leider etwas hinter den Wolken versteckt. Dennoch war es dort sehr schön und vor allem angenehm ruhig.
Anschließend ging es weiter zum Tiger Cave Tempel. Kurz vor 08:00 Uhr parkten wir das Moped und der Aufstieg begann. 1263 schweißtreibende Stufen, keine gleichte der anderen, ziemlich Steil. Laut einigen Berichten benötigt man circa 45 Minuten – meiner Meinung nach ist diese Einschätzung völlig übertrieben – 25 Minuten sollten reichen, ansonsten sollte man an seiner Fitness arbeiten :P. Der Ausblick oben am Tempel war wunderschön. Oben ragte eine riesengroße Buddah-Statue empor. Es war ein wirklich toller Anblick. Ich war sehr glücklich, dass wir das gemacht haben und vor allem gesehen haben.
Nach dem Abstieg schauten wir uns noch ein wenig auf dem Gelände unten um. Wir gelangen zu einigen Höhlen und einem kleinen Mönchsdorf. Dort kamen wir auch bei einem riesengroßen Mangrooven-Baum vorbei. Diesen Teil schauen sich nicht mehr viele Leute an. Da sie nach dem Auf- und Abstieg absolut am Ende sind und keine Chance haben, diesen Weg zu meistern. Nicht das es irgendwelche technisch anspruchsvollen Teile gab, das auf keinen Fall, aber mit nicht genug Fitness – ist es sicher sehr anstrengend.
Nach diesem feinen Ausflug entschlossen wir uns noch ein bisschen Krabi-Town anzuschauen. Wir parkten unser Moped am Wegrand und gingen los. Es war extrem heiß und irgendwie nicht sonderlich schön und ansprechend. Nach einer Weile kamen wir an einem kleinen sehr einladenden Kaffee vorbei. Dort stärkten wir uns erstmal mit Tee, Kaffee und einer Kleinigkeit zum Essen. Das tat wirklich gut. Krabi-Town hat uns nicht sonderlich vom Hocker gehauen, wir haben auch nicht sehr viel gesehen, aber es reichte für einen kleinen Eindruck. Ich glaube man verpasst nichts, wenn man dort nicht hinfährt. Also fuhren wir wieder weiter. Bevor wir wieder ganz zurück fuhren nach Aonang, hielten wir noch am nahegelegenen Noppharat Thara Beach. Florian ging noch etwas Schnorcheln und ich machte es mir mit einem Sudoku am Strand bequem.
Es war unser letzter Tag in Krabi und wir wollten diesen noch fein Ausklingen lassen. Also ging es wieder zurück nach Aonang und wir freuten uns schon auf eine Dusche. Ich buchte mir noch einmal eine Öl-Massage, Florian wollte lieber etwas Schlafen im Hotel. Also ließ ich mich eine Stunde durchkneten, bevor wir uns für den Abend fertig machten. Wir gingen ein letztes Mal zur Cocktailbar an der Strandpromenade und tranken ein paar Gläschen. Bevor es weiter ging, aßen wir eine Kleinigkeit in einem eher hippen und daher ziemlich teuren Lokal. Das Essen war solala bzw. wir aßen schon besser. Es ging noch in ein paar weitere Bars in denen wir Bier und Cocktails tranken. Beschwipst und glücklich ging es dann irgendwann ins Bett. Auf die Uhr habe ich nicht mehr geschaut.
Florian hat die Sonne hier richtig gut getan, er war mittlerweile braun gebrannt und auch ich hatte einen kleinen Farbstich bekommen. Am nächsten Tag ließen wir uns zum Flughafen nach Krabi bringen, um nach Bangkok aufzubrechen. Wir dachten, dass wir zeitlich ziemlich gut dran sind, beim Einchecken des Gepäcks war es sehr ruhig, aber als wir dann zum Security Check kamen sah das alles ganz anders aus.
Bangkok
Eine solch lange Schlange habe ich wirklich noch nie gesehen. Es war schon 10 Minuten vor Abflug und wir standen noch irgendwo im nirgendwo. Einfach irre. In der einen flogen 6 weitere Flüge nach Bangkok und die mussten natürlich alle abgefertigt werden. Am Ende ging alles gut. Sie waren das anscheinend gewöhnt und haben sich eine eigene, ganz relaxte Art und Weise dafür angeeignet, so dass wirklich niemand den Flug verpasste und man ohne große Verspätung in Bangkok ankam. Sie hätten nur etwas sagen können, anstatt alles für selbstverständlich zu halten XD. In Bankgok bekamen wir das Gepäck auch wieder sehr schnell. Mit dem Taxi hatten wir leider nicht gleich Glück, wie schon gesagt landeten zur selben Zeit viele weitere Flüge, aber nach ein bisschen warten, bekamen wir auch das hin.
Wir wurden zu unserem Hotel gebracht, checkten in unser Zimmer im 8. Stock ein und gingen dann ins Dragon Thai nicht weit vom Hotel – eine Empfehlung von Maria. Dort gab es eine Portion Chicken Cashew und anschließend schlenderten wir noch ein wenig durch die immer voller werdende Straße. Wir fühlten uns schon wie richtige Pros. 😀 Es war herrlich wieder in Bangkok zu sein, auch wenn es sehr schade war, dass Maria ung Georg leider schon weg waren.
Wir waren bereit für unsere letzten Tage in Thailand und hatten noch ein paar Abenteuer vor uns. Gleich am nächsten Tag starteten wir ein richtig cooles. Nach dem Frühstück im Hotel, fuhren wir mit einem Taxi zum Fluss. Der Taxifahrer setzte uns in der Nähe des Wat Khlong Thoi Nok Pier hab. Von dort aus fuhr ein Shuttel-Boot von einer Flußseite zur anderen Seite. Ich weiß nicht einmal mehr, ob das was gekostet hat. Auf der anderen Seite angelangt, steigt man direkt vor einem Radverleih aus. Für 100 Baht pro Rad, durften wir den ganzen Tag damit fahren. Also befanden wir und jetzt auf der Halbinsel Phra Pradaeng, auch bekannt als die grüne Luge von Bangkok.
Ansonsten würde ich mich das in Bangkok ja nicht trauen, aber hier war es herrlich ruhig. Wir fuhren gemütlich über Straßen, schmale Stege und durch den Park. Es war wirklich wunderschön und machte sehr viel Spaß. Wir hielten an einer Tempelanlage an und tranken einen leckeren kalten Tee/Kaffee in einem kleinen Cafè. Nach ein paar Stunden brachten wir die Fahrräder wieder zurück zum Rental, nahmen das Boot zurück auf die andere Seite und schlenderten einfach mal drauf los. Nach einer kurzen Weile entschieden wir uns auf den Bus zu warten und wieder einmal den Bus durch die Stadt zu nehmen.
Die Asiaten lieben Einkaufszentren und da wir uns noch keines wirklich angeschaut haben, fuhren wir mit dem Bus nun zu einem der bekanntesten – Siam Centre. Wir sahen uns dort ein wenig um, schauten in ein paar Geschäfte an und stellten fest – es ist und bleibt ein Einkaufszentrum. Es gab ein paar Bereiche in dem es seltsame „Automaten“ gab – dort tummelten sich sehr viele Thais und druckten kleine Tiere aus zum sammeln. Interessantes Hobby. Die Thais lieben so etwas – genauso wie das riechen an Duftcremen und so Duftsticks – die sie sich teilweise sogar in die Nase stecken. Man könnte sagen sie sind danach süchtig.
Wir hatten genug gesehen und entschlossen uns wieder zurück zum Hotel zu fahren. Dort war es wieder Zeit uns frisch zu machen und wir brachen dann auf zum Abendessen. Ein weiterer Tipp von Maria – Naam 1669. Ein Restaurant am Fluss. Wir fuhren ein paar Stationen mit der Sukhumvit Line und gingen den Rest zu Fuß – durch eine Straße in der sich ein Juwelier an den nächsten reihte. Das Essen war okay. Mein Curry war mir etwas zu langweilig oder vielleicht war ich auch nicht hungrig genug.
Nach dem Essen ging es zurück in „unser“ Viertel – es war gar nicht so leicht ein Taxi zu finden das uns dorthin bringen wollte, aber mit etwas Geduld geht alles. Da Bangkok die Stadt der Rooftopbars ist, wollten wir uns unbedingt noch eine andere anschauen. Gleich in der Nähe von unserem Hotel gab es die Bar namens Zoom. Dort genossen wir den Ausblick auf Marias und Georgs „ehemalige“ Wohnungsanlage, also so zu sagen die beste Aussicht und ein paar Drinks.
Am nächsten Morgen verließen wir das Hotel ohne Frühstück und machten uns Richtung Fluss auf. Da wir uns noch keinen wirklichen Tempel angeschaut haben und uns Maria und Georg den Wat Arun empfohlen haben, stand dieser am Vormittag am Programm. Obwohl wir versuchten nicht zu spät dort zu sein, damit wir den Massen entkommen konnten, war dort schon die Hölle los. Viele Familien machten dort Fotos mit professionellen Fotografen und tollen Kostümen. Ein paar Schulklassen waren schon dort und und und. Der Tempel an sich ist auf jeden Fall sehenswert, aber es hat mich persönlich nicht vom Hocker gehauen. Vielleicht lag es daran, dass ich mit der Religion nicht vertraut genug bin oder vielleicht waren mir doch zu viele Leute dort. Ganz genau kann ich es nicht einordnen. Auf jeden Fall hatten wir nach relativ kurzer Zeit genug gesehen und verließen die Tempelanlage, um mit dem Shuttelboot auf die andere Seite zu fahren.
Im Nachhinein betrachtet würde ich sagen, dass es reicht einen Tempel von der weite zu fotografieren, man verpasst nicht viel, wenn man nicht hinein geht.
Auf der anderen Seite wollten wir zuerst noch in den Tempel mit dem liegenden Buddah gehen, aber dort verlangten sie 300 Baht Eintritt pro Person und das war es uns ehrlich gesagt nicht wert. Denn wir wussten wir würden nur kurz ein Foto davon machen und dann wieder gehen, da uns etwas der Kontext dazu fehlte sich hier länger aufzuhalten. Also beschlossen wir Richtung Charlie dem Schneider aufzubrechen. Da wir noch etwas Zeit hatten, entschlossen wir uns einen Drehort von Hangover 2 anzuschauen, da dieser gleich in der Nähe war. Also schlenderten wir durch die Straße Sukhumvit 7/1. Untertags war sie ruhig und beschaulich, ein paar Kochstände und Handwerker. Am Abend tanzen hier die „Mädels“ an den Stangen und die Touristen gaffen.
Da wir noch nichts gegessen hatten, gingen wir auch noch schnell im Breakfast Story Asok was essen – das hatten wir auch damals mit Maria besucht. Frühstück passte perfekt. Frisch gestärkt schlenderten wir danach noch ein wenig durch den nahegelegenen Park mit dem schönen Namen – Benjakitti Park, um dann zu Charlie zu gehen. 🙂
Bei Florians Hemden musste noch eine Kleinigkeit geändert werden, also machten wir uns nach der Anprobe einen Termin für den nächsten Tag aus, denn unsere Abreise stand schon vor der Tür. Aber daran wollten wir noch nicht wirklich denken. Zurück im Hotel packten wir unseren Wäschesack und gingen zu einem kleinen nahegelegenen „Waschsalon“. Während unsere Wäsche geschleudert wurde erkundeten wir die Gegend und kamen zu einem interessanten Friedhof – Teochew Cemetry Park. Es handelt sich um einen 120 Jahre alten chinesischen Friedhof. Viele kennen diesen Friedhof nicht und es ist auch sicher keines der Hauptsehenswürdigkeiten, aber wir fanden diesen Ort spannend und waren froh, dass wir uns diesen Ort angeschaut haben.
Es war auf jeden Fall anders als alles was wir bisher gesehen haben und daher ein Highlight. Nach einer kurzen Weile gingen wir zurück zu unserer Wäsche, machten diese fertig und gingen zurück zum Hotel. Dort relaxten wir etwas am Pool und überlegten uns was wir an unserem letzten Abend unternehmen würden. Es stand relativ schnell fest für uns, dass wir noch einmal ins Naga essen gehen werden. Also machten wir uns fertig und los ging es.
Wir bestellten noch einmal die Highlights aus der Thai-Küche. Es war richtig gut und definitiv ein würdiges Abschlussessen. Auf den Weg zurück kamen wir an der Cocktail Bar mit dem Namen Insid vorbei. Maria und Georg haben uns davon schon erzählt und wir dachten, ein Abschlussdrink kann nicht schaden – also spazierten wir dort rein. Wir wurden sehr herzlich begrüßt. Ein Kellner brachte uns zum Platz der andere stellte schon Wasser und Snacks her und der nächste brachte die Karte und schon waren wir in einem Gespräch mit einem anderen Kellner verwickelt – der uns über unsere Cocktail-Vorlieben ausfragte. Ich war am Anfang ziemlich überfordert, aber diese Überforderung wandelte sich ziemlich schnell in Begeisterung um. So viel Liebe fürs Detail habe ich noch nie gesehen. Dort eine kleine Blüte in den Drink, da ein spritzer Parfüm oder sogar Dampf, hier noch diese Kleinigkeit, es war wirklich beeindruckend die Barkeeper zu beobachten. Ich liebte diesen Ort und wollte dieses Lokal am liebsten mit einpacken und nach Osttirol mitnehmen. Es war der beste Abschluss den ich mir vorstellen konnten und wir tranken mehr als wir uns am Anfang vorstellen konnten. Jeder Cocktail war auf den Punkt und perfekt.
Glücklich, zufrieden und etwas beschwipst gingen wir zurück ins Hotel. Damit wir für unsere letzten Stunden in Thailand fit waren. Für viel hatten wir nicht mehr Zeit. Wir gingen noch einen wirklich ausgezeichneten Bagel in der Nähe des Hotels essen, fuhren zu Charlie um die restlichen Sachen zu holen, packten unsere Koffer fertig und schlossen unser Abenteuer am Chatuchak ab. Als wir zurück zum Hotel kamen, hatten wir nur noch Zeit unsere Sachen zu holen, denn das Taxi wartete schon auf uns. Dieses hatten wir an der Rezeption bestellt.
Am Flughafen mussten wir leider einige Sachen umpacken, da die Dame am Schalter unser Handgepäck für zu schwer empfand. Zudem hatten wir noch eine riesen große Tasche für Georg und Maria dabei. Am Ende ging alles gut und wir durften zum Security Check. Dieser ging sehr schnell und wir schmiedeten schon Pläne was wir nun alles machen würden bevor der Flug los ging. Doch da haben wir leider die Ausreise-Kontrolle nicht mit bedacht. Diese dauerte ewig und die Schlange löste sich wirklich nur sehr langsam auf. Die Zeit tickte. Am Ende mussten wir zum Gate laufen und es war wirklich nicht mehr viel Zeit bis das Flugzeug startete. Damit hatten wir tatsächlich nicht gerechnet. Jetzt wissen wir es, ob wir bei unserer nächsten Thailand-Reise etwas mehr Zeit mitnehmen werden, das kann ich mir kaum vorstellen.
Alles in allem war es eine wunderschöne, sehr entspannte Reise mit vielen Eindrücken, die mich noch lange prägen werden. Wir verstehen die Faszination von Georg und Maria. Die Kultur, die Menschen, die Orte alles ist irgendwie spannend und anders. Das organisierte Chaos ist ein absolutes Highlight für mich gewesen. Asien wir kommen wieder, definitiv!!!
Dann war schon September und dieser Monat hat gleich mit einem riesengroßen Highlight begonnen – am 1. September durften wir in unserer Familie ein neues Mitglied willkommen heißen – unseren kleinen Kater SEP(P)I :D. Fünf Jahre nach Willi war es eine nicht ganz einfache Entscheidung, vor allem hatten wir bedenken, dass wir Seppi nicht so viel Liebe schenken könnten wie Willi und umgekehrt. Doch unsere Sorgen waren unbegründet. Seppi ist ein Goldstück. Er liebt uns und wir lieben ihn. Er ist genauso verschmust und liebevoll wie Willi. Etwas verspielter und wilder, aber auch sehr schnurrig. 😀
Für mich war und ist es trotzdem noch sehr emotional. Viele Gedanken und Erinnerungen an Willi kommen hoch und setzen sich manchmal etwas melancholisch über mich. Er war einfach mein Seelenverwandter. Klingt komisch, aber ist so. Ich bin sehr froh, dass er so auf Seppi schaut und ihm gleich klar machen konnte, dass wir gute Menschen sind. 😀
Definitiv ein Highlight das man nicht so schnell vergisst und das wir hoffentlich sehr lange in unserem Leben haben werden.
Ederplan – Loneskopf – Zietenkopf
Eine langersehnte Wanderung stand am ersten Septemberwochenende am Programm. Schon lange hatte ich den Zietenkopf vor meinen geistigen Auge. Doch wurde ich immer wieder von den Erzählungen, dass es so weit wäre abgehalten. Florian und ich starteten gemütlich in den Tag. Es war etwas bewölkt, aber dennoch freundlich. Nach einem Frühstück starteten wir mit dem Auto nach Zwischenbergen. Zuerst ging es den normalen, gewohnten Weg bis zur Anna-Schutz-Hütte. Kurz vor der Hütte zweigten wir Richtung Loneskopf ab. Zuerst ging der Weg ganz gemächlich durch den Wald, bei der nächsten Abzweigung änderte sich der Aufstieg plötzlich, in ziemlich steiles Gelände und so hatte man auch in Windeseile den Loneskopf erreicht.
In der Ferne konnte man das Gipfelkreuz vom Zietenkopf schon sehen. Der Weg ging gemächlich weiter. Ohne große Schwierigkeiten und vor allem auch ohne viel mühsame stellen. Man schlängelte sich durch die Felsen, auf einem sehr guten Weg. Kurz vor dem Kreuz ging es noch einmal einige Höhenmeter nach unten, ohne Schwierigkeiten. Am Kreuz angekommen, lockerten sich die Wolken auf und die Sonne kam heraus. Der Ausblick war wunderschön. Man sah bis zum Glockner, der ganze Lienzer Talboden erstreckte sich vor einem. Wir konnten uns von diesem Anblick gar nicht satt sehen. Es war wirklich großartig!!
Nach einigen Fotos gingen wir über denselben Weg wieder zurück, bis kurz vor dem Loneskopf. Diesen ließen wir beim zurückgehen aus und entschieden uns dafür, unten vorbei zu gehen. Ungefähr eine halbe Stunde später ragte schon das Kreuz vom Dölsacher Hausberg – den Ederplan – vor uns empor. Wir gingen gleich weiter zur Anna-Schutz-Hütte, wo wir uns noch Kaffee und Kuchen gönnten, bevor es wieder nach Hause ging.
Die Wanderung ist zwar nicht die kürzeste, aber auf Grund des Geländes nicht wirklich anspruchsvoll und locker an einem Vormittag machbar. Der Ausblick lohnt sich auf jeden Fall, diesen Gipfel einmal auf seine To do Liste zu schreiben. 😀
Hochzeit Johanna und Helmut
Die Hochzeit von Johanna und Helmut stand am dritten Septemberwochenende an. Die Woche davor war stressig und turbulent – ein Event jagte das andere – eine Tanzschuleinweihung, Hochzeits-Grillfeier von Desi und Mo, Florian noch Hochzeits-Spielerei bei Raphael, Stopp auf der Polizeistation, auf Grund eines blöden Zwischenfalls beim Dolomitenmann und zudem noch ein Frühschoppen-Konzert mit der St. Johanner-Musikapelle. Ziemlich viel los – und das alles bei Traumwetter!!
Der September zeigte sich generell von seiner sehr schönen und freundlichen Seite. So war es auch bei der Hochzeit von Johanna und Helmut wunderschön. Wir fuhren schon am Freitag in die Steiermark und genossen noch einen Thermenabend in Loipersdorf. Nach einem köstlichen Frühstück machten wir uns gegen späten Vormittag auf, Richtung Gamlitz. Dort wollten wir uns noch restlich fertig machen. Das war etwas komplizierter – unser Zimmer war noch nicht fertig und wir mussten erst einmal die Putzfrau finden, damit wir zumindest frische Handtücher hatten. Etwas chaotisch, aber halb so schlimm, es ging sich alles pünktlich aus.
Wir wurden herzlich von den beiden in Empfang genommen. Die Hochzeit war klein, aber wirklich fein. Nur die liebsten und nächsten Menschen waren dazu eingeladen und das machte es wirklich wunderschön. Die Location hatte auch sehr viel Charme, mitten in den steirischen Weinbergen. Die Trauung wurde von der Standesbeamtin sehr kurz gehalten, die Ringsegnung vom Pfarrer dafür umso ausgedehnter. Aber dafür humorvoll und deshalb auch kurzweilig.
Danach ging es zum Leute kennenlernen, Essen und so weiter. Es war eine wirklich angenehme Party, mit sehr viel Liebe, toller Musik und richtig viel guter Laune. Also eine perfekte Hochzeit!!
Lavanter Kolm
Nach zwei Tagen im Kufstein für ein Arbeitsevent und einer kleinen Erkältung ging es am letzten Tag des Septembers 2023 noch auf den Lavanter Kolm. Ebenfalls eine Tour die ich schon lange auf meiner To do Liste hatte, aber sich irgendwie nie ausgegangen ist. Wiederum ein wunderschöner Aussichtspunkt. Es geht los beim Kreithof. Die ersten Kehre über die normale, asphaltierte Straße bis die Abzweigungen auf den Forstweg kommt. Diesem Forstweg folgt man circa eine Stunde, bis der Steig zum Kolm losgeht. Dieser ist anfangs sehr steil, doch locker machbar. Ein paar Steinkarre sind zu überwinden, nichts gefährliches oder schweres, nur große Felsblöcke. Nach den ersten steilen Meter, wird das Gelände immer flacher, bis man auf einer Wiese landet. Wenn man sich links hält, gelangt man zum Aussichtspunkt und es erstreckt sich wirklich der gesamte Lienzer Talboden vor einem.
Der Rückweg ist wieder derselbe. Bei feuchtem Untergrund ist der Weg sicher nicht ganz einfach, aber im trockenen Zustand, gibt es keine Probleme. Unsere To do Liste lichtet sich schön langsam, haben wir eh erst 2022 aufgestellt und sind auch nur sieben Touren drauf, aber wir halten uns nicht nur an diese Liste. Mittlerweile haben wir doch schon einiges in der Osttiroler Bergwelt gesehen und erlebt und jede Tour ist auf ihre Art wunderschön und ein Erlebnis, dass man im Herzen mitträgt, einen Kraft und Energie für den Alltag gibt und man einfach zum Durchatmen kommt. 🙂
Ein abwechslungsreicher September ging somit zu Ende. Im Moment sehe ich nur Proben für den Wettbewerb Ende Oktober, aber auch das ist eine coole Erfahrung und ein Erlebnis, dass sich gut anfühlt. Aber ich bin auch froh, wenn das vorerst vorbei ist und man wieder andere Sachen planen kann bzw. endlich beginnen kann sich winterfest zu machen. Zudem sind es nur noch drei Monate bis zu unserer nächsten Reise – Thailand steht wirklich schon bald vor der Tür und ich kann es kaum erwarten Maria endlich wieder einmal zu sehen.