ENGLAND

Die diesjerige Reise ging in das schöne England/Wales. Eine Reise die ich persönlich nicht wirklich so auf den Schirm hatte, aber das Land ist auf jeden Fall einen Trip wert. Auch hier haben Florian und ich zuerst die Stadt erkundet und uns dann ein Auto genommen um einige Teile des Landes zu erforschen. Der Flug war ebenfalls von Wien diesmal mit Austrian Airlines.

London

Da ich schon einmal in London war, wusste ich schon wie groß die Stadt ist und wie viel man bei der Hotelwahl falsch machen kann. Daher bemühte ich mich diesmal um ein zentrales Hotel (nicht wie vor 9 Jahren, als wir „nur“ 7 km vom Geschehen entfernt waren). Es klappte wirklich gut. Für zwei Nächte war das Hotel Holiday Inn Express in Southwark unsere Bleibe. Das Hotel passt soweit ganz gut, vor allem die Lage ist perfekt für einen strafen Sightseeing-Plan. Frühstück gab es dort auch, also waren wir gewappnet für die Erkundungen.

Da wir nur knapp zwei Tage Zeit hatten, dachten wir das ein Hop on Hop off genau das richtige ist, um einen guten Überblick über London zu bekommen. Wir haben gleich den erstbesten Bus genommen und das war in diesem Fall die Busgesellschaft „City Sightseeing London“. Es war okay, für einen Überblick hat es gereicht, aber es war definitiv nichts besonderes und man kommt auch genauso gut, wenn nicht sogar besser mit der U-Bahn in London herum. Die Öffis bezahlt man hier mit der Oyster-Card. Meine funktionierte noch und es war wirklich sehr einfach diese wieder zu aktivieren und auch eine neue zu erstellen ist ein Kinderspiel. Bei jeder Haltestelle gibt es Automaten, wo man die Karten erstellen und aufladen kann. Ein paar Schritte und ein paar Minuten später sitzt man schon in der U-Bahn. Das war in New York wesentlich komplizierter :).

Aber nun zurück zu unseren Hop on Hop off-Erlebnissen. Die erste Station war gleich beim London Eye und diese war auch nur gut zehn Minuten von unserem Hotel entfernt. Dort stiegen wir ein und fuhren bis zur Haltestelle in der Nähe von The Monument, vorbei an der St. Pauls Cathedral und vielen mehr. Das kannte ich selbst noch nicht. Ein relativ unscheinbarer Turm mitten in der Stadt, welches das große Feuer in London unversehrt überstanden hat. Dort kann man die über 300 Stufen über eine schwarze, elegante Stiege raufgehen. Eintritt war hier sechs Pfund pro Person. Der Ausblick war aber auf jeden Fall richtig super. Ich würde es wieder machen und empfehle es auch jedem weiter. Nach dem Abstieg drückt einem der Mitarbeiter eine Urkunde in die Hand – This is to certify that ….. has climbed the 311 steps of The Monument. Achtet auf die Öffnungszeiten, The Monument ist nicht ganztätig offen.

Weiter ging es dann mit dem Bus bis zur Tower Bridge. Jeder kennt wohl diese Brücke und sie ist wohl eines der schönsten Gebilde in London. Dort machten wir eine kleine Tee/Kaffee-Pause und erkundeten ein bisschen die Gegend. Rechts von der Tower Bridge findet man ein sehr schönes, relativ ruhiges Hafenviertel. Dort schlenderten wir durch und gingen dann über die Tower Bridge, um eine Bootsfahrt bis nach Westminster zu machen (die Tickets waren bei unserem Busticket inkludiert). Die circa 30 minütige Fahrt, führt einen unter den vielen Brücken von London durch, vorbei an vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, bis man plötzlich vor dem riesen Big Ben steht.

Dort angekommen ging es gleich mit dem Bus Richtung Covent Garden, China Town etc. Hier war es schon um eingies belebter, also eigentlich sehr voll. Irgendwo an einer Seitenstraße aßen wir eine Portion Fish and Chips. Anschließend wollten wir noch in die St. Pauls Cathedral, doch leider hatte diese nicht mehr offen. Die Öffnungszeiten sind generell sehr spannend in England. Vor zehn Uhr öffnet nichts und die meisten Sehenswürdigkeiten schließen ihre Tore zwischen 16 und 18 Uhr. Nach 18 Uhr kommt man eigentlich nirgendwo mehr rein. Da die Zeit eh schon ziemlich voran geschritten ist, sind wir über der Millenium Bridge auf die andere Seite gegangen, um ins Hotel zurück zu gehen. Wir kamen in einer kleinen Gasse vorbei, wo etliche Leute mit Guiness und Bier vor mehreren Pubs standen. Dort holten wir uns auch ein Gläschen und gesellten uns zu den Leuten. Die Atmosphäre hat mir wirklich gut gefallen. Schließlich gingen wir weiter, um uns frisch zu machen und danach gab es natürlich noch ein Abendessen.

Am nächsten morgen gab es wieder ein traditionell englisches Frühstück mit viiiiiiel Eieren und Ham. Auf unserem Programm stand heute Hyde Park, Changing of the Guard, also Buckingham Palace, Harrods und vieles mehr. Im Hyde Park machten wir einen Morgenspaziergang, fuhren mit der U-Bahn bis zur Station Lancaster Gate und gingen bis zur Royal Albert Hall, weiter am The Serpentine, bis wir beim Wellington Arch waren, welches einen weiter führt bis zum Buckingham Palace. Dort startete gerade the changing of the guards. Es war sooo viel los, aber man sollte es sich definitiv ansehen, wenn man in London ist. Es ist vor allem hörenswert. Das ganze Spektakel dauert eine Stunde. Spannend war, dass Charles vorbei fuhr und die junge Britin neben uns vor lauter Freude, Nasenbluten began. Muss man es verstehen, bin mir nicht ganz sicher.

Nach diesem Ereignis wollten wir uns noch das Harrods anschauen, da das Wetter nicht besonders gut war, hat das auch perfekt gepasst. Doch leider dauerte es eine Weile bis wir dort hin kamen. Denn wir fanden einfach keinen Bus der blauen Linie, also gingen wir irgendwann zu Fuß. Das Harrods eine gigantische Shopping-Mall. Die hässlichsten und zugleich teuersten Schuhe die ich je gesehen habe. Dort gibt es wirklich alles. Besonders cool fand ich den Essensbereich. Aber es ist sehr teuer, so wie fast alles in London.

Da wir relativ viel Zeit verloren haben durch das warten auf den Bus, mussten wir zum Hotel, um das Gepäck zu holen, denn unser Auto für die nächsten Tage wartete schon auf uns. Zudem brauchten wir dringend Wlan. Florian ist eingefallen, dass er seinen Führerschein in Österreich vergessen hat und er musste sich noch schnell seinen digitalen Führerschein herunterladen, da das Auto auf ihn lief. Es gab aber Gott sei Dank keine Probleme, auch nicht beim Autoverleih.

Unser erster Stop war circa 1:20 von London entfernt. Wir quälten uns durch den kriminellen Abendverkehr und fuhren in den kleinen Ort Wendover.

Wendover, Oxford, Cotswolds, Flounders Folly nach Barmouth

In Wendover gibt es nicht viel. Ein wirklich kleiner Ort mit einer Bahnstation, einem Geschäft, ein paar Häusern und eben unserer Bleibe. Das Bel and The Dragon at Red Lion Wendover ist ein entzückendes B&B mit eigenem Pub. Das Zimmer war klein aber wirklich schön. Das Essen war ausergewöhnlich, damit meine ich es gab nicht nur Burger und dergleichen, sondern wirklich eine richtig gute, regionale und saisonale Küche. Das Frühstück war ebenfalls sehr gut. Man konnte aus mehreren traditionellen Gerichten wählen und ein kleines Buffet gab es auch. Für mich gab es Toast with Avocado, Tomatos and porched Eggs. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so viele Eier gegessen als in England. Es ist prinzipiell eh ein gutes Frühstück, weil es wirklich sehr lange satt hält, aber irgendwann hat man einfach genug.

Nach der Stärkung ging es schon weiter Richtung Barmouth. Dieser Ort liegt am Meer, relativ weit oben in Wales. Das war wirklich eine weiter Strecke, vor allem weil wir natürlich auch noch ein paar Stops geplant hatten. Der erste Stop war nur circa 20 Minuten von der Unterkunft entfernt. Dort schlenderten wir durch den National Trust Chilterns Countryside bis zum Coombe Hill Monument. Ein paar ältere Herrschaften sahen uns glaube ich an, dass wir den Weg nicht kannten und sagten uns ohne zu Fragen gleich die Wegrichtung an. Der Ausblick von dort oben war wunderschön. Man sah wirklich weit, ein paar Kühe weideten dort. That was real fun!

Wieder zurück beim Auto fuhren wir weiter nach Oxford. Das Parken in Oxford war sehr einfach. Man kommt hier gar nicht aus. Die Straße führt einen zu einem Einkaufszentrum mit einer großen Parkgarage und von dort geht man noch zwei Minuten bis in die Innenstadt von Oxford. Dort war gerade ein Tag der offenen Tür für die Collages. Daher konnten wir leider bei den meisten Sehenswürdigkeiten nicht rein, aber für einen kleinen Überblick hat dieser Stop auf jeden Fall gereicht.

Für die Weiterfahrt wählten wir die Strecke über die Landstraßen, da wir das von Amerika gewohnt waren, dass das relativ einfach ist und man so ein bisschen mehr Landschaft sieht. Doch leider war es dann nicht mehr möglich auf eine Autobahn zu fahren, außer mit sehr viel Umweg, das war vielleicht nicht die beste Idee, da die Strecke noch weit war. Wir mussten durch. Es gab noch einen spontan gewählten Stop, da wir da relativ direkt vorbei kamen.

Der Flounders Folly ist ein histroischer Turm, mit tollem Blick über die Landschaft. Erbaut wurde er von Benjamin Flounders. Es gibt mehrere Wege um dort rauf zu kommen, natürlich zu Fuß. Bei einem Wegschild gab es die Option, longer, gentler route oder short, very steep route. Selbstvertändlich entschieden wir uns für den steilen Weg, ohne zu ahnen, dass dieser wirklich seeeehr steil ist. Wir dachten einem Österreicher kann man hier nichts vormachen. Doch es ging einfach kerzengerade den Wald hinauf. Aber alles halb so schlimm circa 15 Minuten später wird man mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Runter ging es aber dann trotzdem über den flacheren Weg :D.

Von Flounders Folly brauchten wir noch circa zweieinhalb Stunden bis zur Unterkfunt und es war mittlerweile schon später Nachmittag. Als wir nach Wales kamen, hat sich sofort die Landschaft noch einmal verändert. Die Straßen wurden noch etwas enger, alles noch ein wenig uriger und naturbelassener. Es war beeindruckend, vor allem die Passstraße im Snowdonia Nationalpark, welche wir zu unserer Unterkunft überqueren mussten. WOW!!!!

Barmouth, wo unsere Unterkunft war, ist eine entzückende Ortschaft am Meer. Der Kontrast zwischen Bergen und Meer ist faszinierend. Die Häuser sind in den Berg gebaut, dass man sich wirklich fragt wie soll man hier nur hinkommen?! Als wir dort ankamen war es schon sehr ruhig. Wir checkten ein. Unser Host Bryn empfahl uns ein Fischlokal circa zehn Minuten von der Unterkunft entfernt. Ingle Nook ist ein kleines, familienbetriebenes Lokal und die Gerichte sind der Hammer. Bester Fisch meines Lebens. Nach einem kleinen Spaziergang am Meer und einem Trink in einem nahgelegenen Pub ging es nach diesem anstrenden Tag ins Bett.

Snowdonia und Trefor

Das Wetter am nächsten Tag war leider nicht besonders gut. Daher fuhren wir einfach ein wenig im Snowdonia Nationalpark herum, bis zur Halbinsel Holyhead und weiter bis Trefor. Es steht für uns fest, Barmouth und der Snowdonia Nationalpark wird uns wiedersehen. Dort wird gewandert!! Wir fuhren an einer Kupfermine vorbei und entschieden uns, auf Grund des Wetters, dort hinzugehen. Eintritt betrug fünf Pfund pro Person. Es war nichts los. Man durchquert die Mine in Eigenregie. Auf jeden Fall sehenwert.

Trefor ist auf der Halbinsel Lynn. Dort parkten wir irgendwo unser Auto und gingen eine Runde spazieren. Vorbei an etlichen Schafen bis zu den Klippen. Das Wetter besserte sich den ganzen Tag nicht, also fuhren wir wieder zurück nach Barmouth. Dort angekommen gingen wir noch über die Holzbrücke, die über die Meermündung auf die andere Seite führt und zugleich auch eine Zugbrücke ist. Wieder zurück in Barmouth gingen wir noch eine Klippe hinauf. Ich glaube diese Treppen dort wären in Österreich verboten. Ziemlich rutschig und zugleich sehr steil und dunkel. Doch der Ausblick lohnte sich abermals. Oben stürmte und regnete es. Daher gab es eine warme Dusche für uns und danach ein übliches Pub-Essen, natürlich Burger.

Am nächsten morgen brachen wir schon wieder auf, Richtung Südwales. Abermals eine ziemlich weitere Strecke

Cilgerran Castle und Dinas Island

Die Autofahrt führte uns die meiste Zeit entlang der Küste. Viele Stops waren nicht geplant. Wir entschieden uns eine alte Burgruine anzuschauen und dann noch einen Stop auf der Dinas Halbinsel zu machen.

Hier war die einzige Strecke die ich selbst fuhr und ich fühlte mich wirklich unwohl. Die steile, enge Straße hinunter zum Parkplatz vom Castle und das auf der falschen Seite….ich bewunderte Florian für sein Geschick und seine Konzentration bzw. seine Leichtigkeit das Auto zu lenken. Um zum Cilgerran Castle zu gelangen, geht man an einem Fluss entlang. Der Eintritt für diese Burgruine beträgt fünf Pfund pro Person. Das Wetter hat sich mittlerweile gebessert, der Himmel war strahlend blau. Der Zwischenstop passte also perfekt. Ein paar Fotos am Fluss und wieder zurück zum Auto.

Unser nächstes Ziel wartete auf uns. Dinas Halbinsel. Dort gibt es einen circa fünf Kilometer langen Rundwanderweg. Die Parkgebühr ist auf freiwilliger Basis und es darf auch nur dort geparkt werden, wo kein Kennzeichen hinterlegt ist, denn die sind für Dauerparker reserviert. Den Rundwanderweg haben wir bei einer kleinen, zerfallenen Kirchenruine begonnen, welche am Meer liegt. Der Weg führt uns in mittelsteiles Gelände und bald schon steht man direkt vor einer Klippe. Auf der anderen Seite ein aus dem Meer ragender Stein, voll mit Vögeln. Ein tolles naturspektakel, welches man hier erleben kann. Der Weg geht an den Klippen weiter und immer wieder mussten wir stehen bleiben, weil die Landschaft um uns einfach so schön war. Saftig grüne Wiesen, viele Schafe und vieles mehr. Der Weg war teilweise etwas anstrengend, weil es sehr, sehr windig war und es manchesmal gar nicht so einfach war, voran zu kommen. Ein absolutes must do, wenn man in dieser Gegend ist und der Rundwanderweg wirklich für jeden machbar.

Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft. The Fox and the Hound findet man in einem der kleinsten Orte, die ich je gesehen habe. Llancarfan besteht aus dem B&B inklusive Pub und ansonsten vielleicht noch fünf Häusern. Wir freuten uns auf eine Dusche und auf ein Essen. Das Essen war solala. Am nächsten Morgen wagten wir unser erstes richtiges English Breakfast (ok fast richtig, wir entschieden uns für die vegetarische Variante). Mit Gemüste-Würstchen, gebratenen Tomaten, Beans, scrambled Eggs, Mushrooms starteten wir in den Tag.

Bath, Wells, Exmoor National Park und Barnstaple

Das Frühstück war gut, besser als gedacht, doch selbst würde ich wirklich nie auf die Idee kommen, vor allem hier noch Ketchup drauf zu hauen, finde ich einfach widerlich. Eine weitere Fahrt stand vor der Tür und führte uns über die Grenzen Wales zurück nach England.

In Englang war unser erster Stop für den Tag – Bath. Die Parkplatzsuche war hier nicht ganz so einfach wie in Oxford, aber auch hier wurden wir fündig. Die Stadt selbst reißte mich nicht vom Hocker, es war vor allem absolut überlofen. Wir sahen uns ein wenig um, machten ein paar Fotos, kauften noch Wasser für die nächsten Tage und dann hatten wir auch schon wieder genug von Bath. Mir hat hier der Charme gefehlt. Es war einfach nur eine alte Stadt mit viel zu vielen Menschen.

Wenige Kilometer später hielten wir in Wells. Geparkt haben wir auf einen öffentlichen Geschäftsparkplatz und bummelten von dort in die Innenstadt. Hier fühlte ich mich schon viel wohler. Die Stadt war klein und überschaubar, viel weniger los als in Bath, aber um einiges schöner. Die Kathedrale dort ist wunderschön. Wir schlichen uns in eine bald startende Messe und hatten so die Gelegenheit die Kathedrale von innen zu sehen. Der Chor sang sich gerade ein. Dieser Klang hallt immer noch in meinen Ohren. Doch wir wollten die Messe nicht abwarten, denn sonst wäre es einfach zu spät geworden.

Daher schlenderten wir zurück zum Auto und fuhren weiter nach Barnstaple. Wir entschieden uns für die Route durch den Exmoor National Park und das war definitiv die richtige Entscheidung. Auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite wunderschöne, grüne Hügel, immer wieder ein Waldstück, mit sehr steilen, engen Straßen. Landschaftlich eine Augenweide. Dort wäre ich gerne noch länger geblieben. Hätte am liebsten den Sonnenuntergang hier irgendwo genossen, aber leider mussten wir weiter zur Unterkunft und einchecken. Vielleicht ein andern Mal.

Barnstaple ist eine kleine Stadt, die am Sonntag wie ausgestorben ist. Unser Host hat uns gleich darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns, wenn wir hungrig sind, schnell darum kümmern müssen, denn die meisten Restaurants haben nicht offen oder schließen bald. Für diesen Abend gab es chinesisch und das Essen war richtig, richtig gut. Die junge Kellnerin hat gleich begonnen mit uns zu sprechen und war absolut begeistert davon, dass wir aus Österreich sind. Sie wollte ein paar Tips, denn sie möchte unbedingt einmal nach Österreich fahren. Wir gaben ihr ein paar Tips und gingen vollgegessen zurück zu unserem Hotel.

Wir wurden laut Host upgegradet und durften in einer Suit schlafen. Naja, Suit. Das Zimmer war ziemlich groß und das Bett super bequem, also auf jeden Fall komfortabel. 🙂

Hartland Devon, Bedruthan und Falmouth

Wir machten uns auf den Weg nach Cornwall. Natürlich hatten wir auch an diesem Tag ein paar Stops geplant. Nach einer Stunde hielten wir am Parkplatz von Hartland Devon. Das Wetter war, so wie eigentlich die ganze Zeit, stürmisch und wechselhaft. Hier am Parkplatz gab es eine Karte mit ein paar eingezeichneten Wanderwegen. Wir entschieden uns dafür zu einem Wasserfall zu gehen. Der Wind war wirklich heftig, es war ein Kampf vorwärts zu gehen. Der Speke’s Mill Mouth Waterfall strömte beinahe nach oben, wegen des Windes. Dort gingen wir runter zum Meer und wanderten die meiste Zeit am Meer zurück zum Auto. Wunderschöne Landschaft, interessante zerklüftete Steinformationen, welche aus dem Wasser ragen. Ein weiteres Naturspektakel, dass einen zum Träumen bringt. Meine Laune war nur leider an diesem Tag nicht besonders gut, ich fühlte mich irgendwie nicht besonders gut. Lag es an dem stürmischen, wechselhaften Wetter oder an etwas anderem, ich weiß es nicht, aber ich war einfach nicht besonders happy und Florian durfte das spüren, der Arme. 😀

Es ging weiter Richtung Süden. Unser nächster Stop waren die sogenannten Bedruthan Steps, aber bevor wir hier hinkamen mussten wir noch die steilste Straße, die wir je befahren sind überwinden. 30% Steigung und natürlich dann auch wieder 30% Gefälle. Wirklich herausfordernd. Es gab überall Hinweise, dass hier besser keine großen Autos bzw. Caravans fahren sollten, natürlich mussten wir einigen ausweichen, was auf diesen engen, steilen Straßen eine wirkliche Herausforderung ist. Für mich als Beifahrerin schon Abenteuer pur, ein weiteres Mal, dass ich Florian bewundert habe, für seine Lockerheit am Steuer.

Am Parkplatz angekommen, lösten wir natürlich gleich ein Ticket. Das muss man den Briten lassen, egal wohin man kommt, ein Parkticket bekommt man wirklich einfach. Meist über eine App oder aber auch über die Parkautomaten, wobei man hier natürlich meist Kleingeld braucht, aber der Weg über die App ist auch sehr einfach.

Die Bedruthan Steps – die waren leider geschlossen, also gingen wir einfach den Costal path entlang. Die Landschaft war ein Traum. Das Wetter wie gewohnt – stürmisch und wechselhaft. Die Regenjacke war unser steter Begleiter und wurde auch oft gebraucht. Nach dem kleinen Spaziergang und Fotosessions, gingen wir zurück zum Auto. Gleich beim Parkplatz gab es ein kleines Cafè, dort gönnten wir uns noch ein Stück Kuchen und dann ging es weiter für uns. Unser Plan war zuerst nach St. Ives weiter zu fahren, aber es war schon spät, also entschieden wir uns gleich direkt zum Ort unserer Unterkunft nach Falmouth zu fahren. Wir landeten dort im Abendverkehr und standen ewig im Stau.

Die Unterkunft in Falmouth war ziemlich nahe am Meer, mit einem sehr schönen Blick. Die Zimmer waren nicht besonders sauber, aber ansonsten hat alles gepasst. Auf der Suche nach einem Leuchtturm machten wir noch einen Abendspaziergang – leider gab es diesen nicht in Falmouth, aber dafür war das Wetter angenehm sonnig und die Landschaft wunderschön. Wir schlenderten einfach ein wenig im und um den Ort herum und gingen dann noch etwas Essen und Trinken. Etwas angeschwipst ging es zurück ins Hotel.

Bevor wir am nächsten Tag Falmouth verließen, ging es für uns noch in den örtlichen Waschsalon. Es war eine sehr kleiner, liebevoll eingerichteter Waschsalon. Wir mussten Geld wechseln und Waschpulver in der Post daneben kaufen, aber es funktionierte perfekt.

Regentag nach Exeter über Mevagissy

Es lag Regen in der Luft. Nach unserer Waschsession ging es weiter nach Mevagissy. Ein kleiner Spaziergang durch den Ort, ein Foto beim Leuchtturm (endlich der erste langersehnte Leuchtturm – zwar ziemlich klein, aber es war ein Anfang) und einen kurzen Sprung in das örtliche Aquarium. Dann begann es zu regnen und wir entschlossen direkt zu unserer nächsten Unterkunft zu fahren und einen relaxten Nachmittag dort zu verbringen.

Bei unserer Fahrt Richtung Exeter überquerten wir die Tamar Bridge. Ein Brücke aus den frühen 60iger Jahren. Nicht besonders hübsch, aber wieso nicht.

Im Hotel angekommen, gönnten wir uns eine lange Dusche, ordneten unsere frisch gewaschene Wäsche und gingen dann zur Hotelbar. Dort tranken wir Guiness und Cider und schauten uns ein Wimbledon Tennisspiel am riesen großen Flatscreen an. Im Prinzip hat an diesem Tag eigentlich nur ein Spa gefehlt, aber wir hatten eh keine Badesachen dabei, also reichte es hier vollkommen. Zudem tat es auch einmal gut zu entspannend.

Das Wetter besserte sich erst spät, knapp vor dem Sonnenuntergang, also hatten wir auch wirklich nichts verpasst. Zudem freuten wir uns schon auf den nächsten Tag, der wieder voll mit spannenden Orten war.

Jurassic Coast

Um nach Portsmouth zu kommen, entschieden wir uns entlang des Jurassic Coast zu fahren. Unser erster Stop war nur gut 45 Minuten vom Hotel weg und zudem auch der Beginn des Jurassic Coast. In Exmouth machten wir einfach nur einen kleinen Morgenspaziergang und dann ging es schon weiter nach Lyme Regis.

In Lyme Regis, ein weiterer kleiner Ort am Meer, schlenderten wir zuerst entlang des Meeres, vorbei an Spielhallen und Restaurants, weiter zu einer kleinen Burg und zurück über die kleine Straße im Dorf. Wir entschlossen uns dafür, vor der Weiterfahrt eine Portion Fish & Chips zu essen. Doch das klappte nicht besonders gut. Wir wurden von Möwen bestohlen und so blieben uns nur ein paar Chips übrig. Shit happens.

Nach dieser Attacke waren wir fertig mit Lyme Regis und fuhren weiter. Florian konnte sich gar nicht mehr beruhigen und schimpfte über jede Möwe die er sah..hahaha. Eine weitere circa einstündige Autofahrt führte uns zum nächsten Ziel. Wir parkten auf den Parkplatz der Lulworth Cove. Dort war wirklich viel los. Viele Schülergruppen. Unserer erster Stop hier war natürlcich die Lulworth Bucht. Der Strand um die Bucht ist voll mit Steinen. Wir gingen auf die andere Seite und weiter hinauf zum Pepler’s Point Monument Stone. Dort war nicht so viel los und wir hatten einen schönen Überblick über die die Bucht. Nach kurzer Zeit ging es wieder zurück Richtung Parkplatz. Von dort aus konnten wir nämlich noch eine weitere Sehenswürdigkeit erreichen – das Durdle Door.

Dafür mussten wir vorerst einen seeeehr steilen Weg hinauf. Wirklich nicht ohne. Von überall her kamen Menschen und es war sofort klar, hier sind wir defintiv an einem absoluten Touristen-Hotspot. Doch es war auch verständlich. Das Durdle Door. Ein Fels im Meer in einer „Tor“-Formation. Wunderschön, doch für uns zu voll. Daher gingen wir das kurze Strandstück weiter zurück. Die kleinen Steine unter unseren Füßen rutschten immer wieder weg, das weiterkommen war nicht super easy, daher wurden wir aber mit einem weiteren, kleiner Tor und ruhe belohnt. Die weißen Felsen, die man aus englischen schnulzen Filmen kennt, ragten neben uns in die Höhe. Ein absolutes Highlight auf unserer Reise – finde ich. Nach einer kurzen Pause ging es wieder zurück zum Auto und wir fuhren zu unserer nächsten Unterkunft in Portsmouth.

Portsmouth mit der Fähre auf die Isle of Wight – Tagesausflug

Mit dieser Stadt habe ich nicht gerechnet. Portsmouth ist die perfekte Symbiose aus Alt und Neu, Tradition und Moderne. Vor allem nach diesen vielen kleinen Ortschaften, hatte ich nicht mit einer wirklichen Stadt gerechnet. Ich war sofort begeistert. Unser Hotel lag sehr zentral und es war zudem royal. Der Lift im Hotel wurde 1986 von Queen Elisabeth eröffnet/eingeweiht. Einfach cool.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben entschlossen wir gleich um die Ecke japanisch essen zu gehen. Maria und Georg waren gerade in Japan und machten uns ganz neugrierig auf das Essen. Wir waren ganz alleine. Das Essen war großartig und unfassbar viel. Ich denke wir haben uns durch die ganze japanische Küche gekostet. Mir läuft heute noch (fast eineinhalb Monate danach) das Wasser im Mund zusammen. Danach brauchten wir definitiv noch einen kleinen Verdauungsspaziergang. Wir waren sehr froh, dass wir unseren Plan geändert haben und uns für Portsmouth entschieden haben.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag, stand schon unser nächstes Abendteuer am Programm. Es ging mit der Autofähre auf die Isle of Wight. 45 Minuten später fuhren wir von der Fähre ab und Richtung Bembridge. Unser erster Stop führte uns zu einer riesen großen Lifeboat Station. Es war noch relativ früh (zumindest für britische Verhältnisse), also war hier natürlich noch nichts offen und wir fuhren weiter, hielten kurz bei einer Windmühle und dann ging es entlang der Küste Richtung Niton. Dort nahmen wir die Abzweigung zum St. Catherine’s Lighthouse. Ein kleiner Spaziergang und Florian hatte endlich sein langersehntes, richtiges Lighthouse. Es ist leider geschlossen, aber es liegt richtig cool, sehr versteckt, weit und breit nur Wiesen, Kühe und eine kleine Farm.

Danach fehlten uns auf Wight nur noch The Needles. Eine Felsformation im Meer. Für sechs Pfund kann man dort parken. Auch wenn hier relativ viel los war, ist es ein absolutes must see!! Es gibt einen Sessellift, der einen runter zur Bucht bringt bzw. auch wieder rauf. Der Lift ist wohl der langsamste den ich je gesehen habe. Da ist sogar der Lift am Hochstein eine Rakete…Wir entschieden uns nicht mit dem Lift zu fahren, sondern zu Fuß zu gehen, da es auch nicht sonderlich weit war, aber ich verstehe auf jeden Fall die Menschen, die den Lift nehmen, es ist schon ein Erlebnis, vor allem für diejenigen, die so etwas nicht wirklich kennen. Unter angekommen entschieden wir uns die Needles von einem Boot anzuschauen. Ein Speed Boat führte uns ganz nah vorbei an diesen Felsen. Sollte man machen, denn der Blick auf die Needles ist vom Boot aus wirklich cool.

Zurück an Land ging es wieder zum Auto und dann Richtung Fähre zurück. Die besten Highlights auf Wight hatten wir gesehen und wir wollten auch noch ein bisschen was in Porthsmouth sehen. Wir stellten das Auto zurück zum Hotel und gingen zum Historic Dockyard – gleich auf der gegenüberliegenden Seite von unserem Hotel. Wenn man auf kein Schiff möchte, kann man dort kostenlos den historischen Hafen anschauen. Hier findet man wirklich ein paar coole Schmankerl. Lange Zeit hatten wir nicht, denn es war leider schon wieder knapp vor der Sperrstunde. Also machten wir einfach ein paar Fotos und gingen dann weiter zum Spinnaker Tower. Eine moderne Aussichtsplattform am Hafen.

Der letzte Abend in Portsmouth stand vor der Tür und somit auch schon wieder fast der letzte Tag unserer Reise. Wir machten uns frisch und schlenderten durch enge Gassen, vorbei am Square Tower und der alten Stadtmauer zu einem lateinamerikanischen Restaurant. Wir ergatterten noch einen Platz, ansonten füllte sich das Lokal ziemlich schnell. Es gab kleine Tapas, wunderschön angerichtet und köstlich. Dazu einen chilenischen Wein. Perfekter Abschluss – finde ich.

Auf dem Nachhauseweg entschlossen wir uns für den gleichen weg und hatten noch einen super Blick auf den Sonnenuntergang. In einem nahegelengen Pub gab es noch einen Abschlusstrink und dann ging es zurück ins Hotel. Koffer ordnen und schlafen.

Von Portsmouth zurück nach London

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück zurück nach London. Gegen Mittag waren wir dort und konnten das Auto zurück geben. Alles lief perfekt. Das Gepäck haben wir schon zuvor in unserem Hotel nähe des Flughafen gelassen. Daher konnten wir noch ein paar feine Stunden in London verbringen. Das Wetter war nun richtig angenehmen, fast schon heiß. Die Autovermietung war in der Nähe unseres ersten Hotels in London und da wir es am Anfang nicht geschafft haben in das Tate Modern zu gehen, entschlossen wir uns dafür, dort hinzugehen. Wir schauten uns ein paar Ausstellungen an und dann gingen wir weiter zur Westminster Abbey – auch das haben wir noch nicht geschafft gehabt. Es war mittlerweile schon viel mehr los auf den Straßen, als noch vor gut zehn Tagen. Ein richtiger reinfall war die Downing Street Nr. 10. Danach waren wir ziemlich erschöpft und wir fuhren mit der U-Bahn noch einmal zum Leicester Square, da wir in China Town bzw. Covent Garten noch eine Kleinigkeit essen wollten. Es gab noch einmal mexikanisch für uns.

Anschließend stiegen wir in der nahegelegenen James Station in die U-Bahn und fuhren Richtung Heathrow. Unser Flug nach Österreich war für den nächsten Tag um 6:00 Uhr morgens geplant, daher haben wir uns für die letzten Stunden im Radission Red Heathrow einquartiert. Das Hotelzimmer war gigantisch, wirklich riesig. Wir tranken noch etwas an der Hotelbar und dann holten wir uns noch ein paar Snacks fürs Zimmer. Dort aßen wir dann Chips und Nüsse, schauten uns ein Tennisspiel an und versuchten ein paar wenige Stunden zu schlafen. Leider konnte man die Lüftung nicht ausschalten, die brauste die ganze Nacht durch.

Die Fahrt zum Flughafen mit dem Bus verlief in der Früh einwandfrei. Waren ziemlich überrascht, dass um 4:00 Uhr morgens schon so viel los ist, generell im Bus und auch am Flughafen.

Alles in allem hatten wir 14 sehr schöne Tage in Großbritannien, das Wetter zwar meist stürmisch und wechselhaft, aber damit haben wir eh gerechnet. Wir hatten keinerlei Probleme auf unseren Abenteuern durch die Landschaften von England und Wales. Unsere Unterkünfte waren alle durchwegs komfortabel, das Essen überall genießbar. England ist prinzipiell ein sehr teures Pflaster, das haben wir dann auch auf unseren Kreditkartenabrechnunen gesehen. Wie schon erwähnt, waren wir vor allem von Barmouth und den Snowdonia National Park begeistert, sowie vom Exmoor National Park, dem Jurassic Coast und für mich war Porthsmouth ein Tophighlight. Wir sind wieder viel gefahren und haben viel gesehen.
Danke an dieser Stelle an meinen persönlichen Chauffeur, ohne ihn wäre diese Reise nicht zustande gekommen und vor allem nicht so reibungslos abgelaufen. 🙂

Unser Reise war wieder voller Abenteuer und wir legten eine große Strecke zurück. Zwar nicht so viel wie in Amerika, aber das ist bei den engen Straßen auch nicht denkbar. Wie bei jeder Reise war nicht immer alles Sonne, Wonne, Heiterkeit. Es gab kleine Streitigkeiten, Missverständnisse, schlechte Launen, Sturheit etc, doch das ist wohl normal. Man verlässt einfach jedes Mal seine Komfortzone, bewegt sich in unbekannten Gebieten, schläft jeden Tag woanders, kaum jemand spricht deine Muttersprache und so wie das alleine Reisen seine Nachteile hat, hat auch das zu zweit Reisen seine. Man kann nicht nur das machen was einem passt, sondern man muss auch Kompromisse eingehen und auch das ist an manchen Tagen einfacher als an anderen.

Doch am Ende zählen immer die Erfahrungen, die Erlebnisse die man gemacht hat und man freut sich schon wieder auf das nächste gemeinsame Abenteuer. 😀