White Mountains und Wells

Die White Mountains 😍😍. A place I fell in Love with! Nach unserem Wanderausflug in den Green Mountains ging es weiter in das Motel in den White Mountains. Es trug den Namen Profile Motel & Cottages. Die zwei jungen Betreiber waren die ersten die sich wirklich auch um uns kümmerten. Sie wollten uns wirklich weiterhelfen uns Tipps geben bzgl. Essen und Wanderungen etc. Sie gaben uns einen Wanderführer mit ins Zimmer zum Durchschmöckern. Sie waren wirklich sehr liebenswert! Als wir den Reiseführer so durchgingen wurde uns erst klar was man hier alles machen könnte und wir fanden es schade, dass wir nur einen Tag hier verbringen werden.

Doch zuerst gingen wir einmal Abendessen. Uns wurde das Restaurant The Common Man empfohlen – wir überlegten nicht langen und fuhren dorthin. Das Essen war köstlich!! 🤤🤤 Mit vollen Bauch ging es ins Hostel, es war doch wieder ein langer Tag, vor allem weil ich es irgendwie nie geschafft habe wirklich länger zu schlafen. Meistens wachte ich gegen 5 Uhr auf und konnte nicht mehr weiterschlafen. Die Zeit nutze ich meistens um ein paar Sachen zu recherchieren, zu schreiben oder mit den Leuten in Österreich zu kommunizieren.

Als wir am nächsten Morgen wieder alles zusammen gepackt hatten und unsere Rucksäcke für die geplante Wanderung hergerichtet hatten, checkten wir aus und fuhren los. Am Weg blieben wir noch für ein Frühstück stehen. Wie das Diner hieß weiß ich leider nicht mehr, es war auf jeden Fall sehr typisch amerikanisch. 😅 Die Portionen enorm und es gab vor allem EIER in den unterschiedlichsten Arten. Als wir beim Nebentisch sahen wir riesig die Portionen waren, entschieden wir uns dafür eine Portion Blueberry-Pancakes zu zweit zu nehmen. Das waren drei Stück und die Kellnerin war irgendwie etwas verstört, sie konnte oder wollte uns nicht glauben, dass wir kein Fleisch oder Eier dazu wollten. 😅 Hahaha…einfach zu lustig. Die Pancakes reichten definitiv für uns zwei und so ging es los. First Stop: The Basin – wie soll ich es beschreiben, ein von Wasser ausgewaschenes riesen Becken. Laut dem Reiseführer ist es eines der größten das es weltweit gibt. Beeeeindruckend!!!

Mount Willard war unser nächster Stop!! Der Einstieg war an einem Gleisübergang. Der Weg relativ ähnlich wie der vom Vortag. Im Wald ging es Recht gemütlich hinauf. Mir kam es so vor als würde man gar keine Höhenmeter machen, doch plötzlich waren wir oben und es war fantastisch!! Vor uns lag New Hampshire, nein das nicht ganz, aber das Bild am Anfang zeigt sehr gut wie schön es war. Wir schossen ein paar Fotos und genossen den Ausblick, dann ging es wieder zurück zum Auto. Beim Aufstehen war das Wetter nicht sonderlich gut. Die Wolken hangen ziemlich tief, doch es lockerte schnell auf und es wurde perfekt.

Wieder beim Auto fuhren wir weiter zum Ripley Fall! Die Fahrt dauerte nur circa 5 Minuten. Das war der erste wirklich Steile Trail den ich in Amerika in diesen Tagen gesehen habe. Es war mit 20 Minuten angeschrieben, doch wir sind ziemlich schnell rauf gegangen und waren in circa 10  Minuten dort. Ein weiterer Wasserfall der einen zum Staunen brachte! 😍

Es war halb eins als wir wieder beim Auto waren und es stand noch ein Must see auf unserer Liste – Mount Washington. Dort gibt es drei Möglichkeiten rauf zu kommen. Erstens eine alte Lok, zweitens mit dem Auto und drittens zu Fuß. Da der Walk laut Reiseführer 8 Stunden dauern sollte und uns die Lok mit 90$ für jeden ein bisschen zu teuer war, entschieden wir uns für die Auto Road. Auch dafür mussten wir 53$ zahlen, aber das war es wirklich auch Wert. Man fährt 1408 m bis zum Gipfel, welcher sich auf 1920 Höhenmeter befindet.. Also über 5000 Feets. Irre!! Die Straße wurde 1861 für die Öffentlichkeit geöffnet und ist somit eines der ältesten Attraktionen in den Vereinigten Staaten.

Als wir unten weg fuhren, schien die Sonne und oben angekommen zog es sehr abrupt zu. Der Wind ging sehr stark und es wurde richtig kalt!! Aber es war ein weiteres Highlight das ich nicht verpassen hätte wollen. Mount Washington ist anscheinend für seine extreme Wetterlage bekannt. Hier werden regelmäßig Wind- und Kälterekorde gemessen.

Wir sahen uns oben um, schossen ein paar Fotos und fuhren dann wieder nach unten. Das lustigste war wohl zu Beginn der Tour als uns der nette Herr beim Eingang erklärte, dass wir nach oben ganz normal fahren sollen und nach unten im niedrigsten Gang und immer wieder zum Bremsen abkühlen stehen bleiben sollen. 😅😅 Was soll ich sagen, es war nicht die erste Bergstraße die Florian in seinem Leben gefahren ist. 🤷🏼‍♀️ Aber das kann man natürlich nicht schmecken. 😉☺️

Mittlerweile war es eh schon wieder relativ spät und wir mussten noch zu unserer Location wo wir die Nacht verbrachten. Sie war nicht ganz weit weg, aber leider nur über Landstraßen erreichbar. Für diese Nacht haben wir uns ein Motel im Staat Maine genommen. Der kleine Ort trägt den Namen Wells und liegt am Meer. Es ist irgendwie spannend gewesen, gerade war man noch in den Bergen und kurze Zeit später war man schon wieder am Meer.

Das Örtchen war schon ziemlich Off Season. Die meisten Lokale hatten geschlossen bzw. nur bis spätestens 20 Uhr offen. In der Nähe unseres Motels fanden wir ein Fischlokal mit dem Namen Fisherman’s Catch. Die Bewertungen waren sehr gut und Fisch am Meer, also frischer Fisch, ist immer gut. In diesem Lokal ging es ziemlich rund. Wir mussten circa 45 Minuten warten bis wir einen Platz bekamen, aber das war uns egal. Wir tranken ein Bier und beobachteten ein bisschen das Geschehen vor dem Lokal. Im Prinzip war es ein Imbiss-Laden mit Sitzplätzen. Ich glaube, wenn es nicht unsere einzige Option gewesen wäre, wären wir hier nicht geblieben. Das Essen wurde auf Papptellern serviert, die Trinkgläser waren aus Plastik sowie das Besteck – das ist aber nichts ungewöhnliches hier. Es war bzw. ist eher selten, dass man in Amerika richtiges Besteck bekommt. Dort muss es immer effizient und schnell gehen. Also am besten einfach das Tischtuch mit allem was drauf ist, rums…weg damit. Etwas das mir sicher nicht abgehen wird.

Das Essen war richtig lecker. Selten so einen guten Fisch gegessen!! 🤤 Danach gingen wir unsere Wäsche holen, denn gleich um die Ecke gab es einen Waschsalon und das war eine gute Abendbeschäftigung, zudem kam eh schon wieder einiges zusammen, vor allem auch die Sportwäsche von unseren Wanderungen. Es passte einfach perfekt und danach schlief es sich gleich noch besser 😜. Zudem stand für den nächsten Tag schon ein weiteres Highlight vor der Tür. Es geht hier wirklich Schlag auf Schlag! 😉