Niagarafälle, Letchworth State Park und Finger Lakes
Nur noch eine zweistündige Fahrt lag zwischen uns und den Niagarafällen. Nach einem kleinen Frühstück ging es gleich dorthin. Die Fahrt lief einwandfrei. Wetter war auch wieder besser. Also machten wir einen kurzen Zwischenstopp am Erie Lake, bevor es zu den Fällen ging. Wir suchten einen Parkplatz in der Nähe und machten uns dann mit Hilfe der Beschilderung auf zu den Maid of the Mist Touren. Das ist die Schiffstour die ganz nah an die Fälle ranfährt und man dann von oben bis unten nass ist. 😅
Wir kamen sofort dran und zehn Minuten nach unserer Ankunft waren wir schon am Schiff und es ging los. Beeeeindruckend!!! 😍😍 Man bekommt einen Ganzkörper-Regenmantel und fährt los. Man kommt wirklich sehr nahe am die Fälle und der Preis mit $ 25,25 ist auch in Ordnung.



Diese Wassermengen, die Höhe und einfach die Location – der Hammer. Man bekommt sogar schon die Meldung, dass man sich in Kanada befindet. Einfach nur genial. 🤩
Nachdem wir Nass genug geworden sind, war der Spaß auch schon wieder vorbei. Der nächste Programmpunkt war einen der Trails im Wald entlang des Wassers zu gehen. Es dauerte ein bisschen bis wir dorthin kamen, aber das war es Wert. Erst hier merkte man, dass wir Off Season unterwegs waren, denn wir trafen kaum eine Menschenseele. Nur vereinzelt ein paar. Unter anderem auch eine Frau in Sandalen, Rock und kurzem T-Shirt, die uns fragte ob es dort zum Lift geht. Sie wäre kurz abgebogen und ist dann auf einen steinigen Weg gelandet und nicht mehr weggekommen. Wir versicherten ihr, dass der normale Weg gleich um die Ecke war. Kurz darauf waren wir selbst schon auf diesem Trail und sie hat nicht übertrieben, es war nicht der einfachste Weg, aber super schön!! Einfach nur Natur und wir!!


Der Trail dauerte circa 45 Minuten und endete bei einem alten, stillgelegten Wasserwerk. Sie trägt den Namen Schoelkopf Power Station. Die Geschichte dazu ist wieder einmal großartig und wirklich faszinierend. Kann man gerne nachlesen.


Mit dem Lift ging es wieder nach oben und wir gingen weiter auf die Goat Island. Dort hatte man wieder einen tollen Blick über die Fälle. Es waren circa 20 Minuten dorthin.


Nach einer kleinen Fotosession ging es wieder zum Auto und wir fuhren Richtung Finger Lakes. Es war früher Nachmittag und wir hatten noch kein Zimmer. Während Florian fuhr, suchte ich also einen Platz zum Schlafen, der nicht zu weit weg war und doch schon bei den Finger Lakes lag. Gar nicht so einfach. es dauerte ein bisschen, aber dann hatte ich es gefunden. Die Bewertungen waren sehr gut und es war ziemlich gut gelegen, also buchte ich es. Als wir dort waren, waren wir ein bisschen verwirrt. Kein Hinweis, dass es hier wirklich auch ein Zimmer gab. Es stand kein Auto vor der Tür. Es hatte etwas seltsames an sich, irgendwie etwa gruselig, aber es war soweit ganz in Ordnung und für eine Nacht ging es auf jeden Fall. Der kleine Ort Geneseo ist ein Studentenzentrum und die Innenstadt war wirklich sehr, sehr nett und liebevoll. Nachdem wir mit Erkunden fertig waren, schnappten wir uns eine Pizza und fuhren zurück zum Zimmer. Dort machten wir dann den Plan für den nächsten Tag. Erster Stop Letchworth State Park.
Ich habe noch nie davon gehört, aber laut Google, sollte es sehr schön sein und wurde als Grand Canyon des Ostens bezeichnet. Der Park war nur eine knappe halbe Stunde vom Zimmer entfernt und daher war klar, dass wir dort einfach Mal vorbeischauen werden.
Das war definitiv kein Fehler! Wieder einmal absolute Weiterempfehlung!! 😉😍 Man zahlt 10$ um in den Park hinein fahren zu können. Das geht für diesen Park eindeutig in Ordnung. Eine Sehenswürdigkeit jagt die nächste und es ist alles wunderschön hergerichtet. Der Park bietet einfach alles. Wasserfälle, Kliffs, tolle Parkanlagen mit Grillmöglichkeiten und und und. Man muss es definitiv gesehen haben, damit man versteht was ich meine!




So etwas Schönes habe ich selten gesehen. Es hat circa vier Stunden gedauert, bis wir wieder aus dem Park herausen waren und man hätte sich ewig aufhalten können. An einem der vielen Grillplätze den Grill anschmeißen wäre cool gewesen, aber wir haben nicht damit gerechnet. So fuhren wir also weiter zu den Finger Lakes. Es sind 10 unterschiedlich große Seen die sich fingerartig durch den Staat New York schlängeln. Geneva war unser erstes Ziel. Eine Stadt direkt am Seneca Lake und einer der größten der 10 Finger. Wir schnappten uns einen Kaffee/Tee und zwei Brownies und setzten uns an die Uferpromenade in die Sonne. Herrlich!

Nach dieser kurzen Rast ging es weiter nach Ithaka. Diese Stadt lag am längsten Finger. Er trägt den Namen: Cayuga Lake. Rund herum und vor allem am unteren Teil des Sees, gibt es einige Wasserfälle. Unser erstes Ziel war der Taughannock Fall. Das Wasser stürzt hier 66 Meter in die Tiefe. Somit ist er der größte Single-Drop-Wasserfall östlich von den Rocky Mountains. Es ging hier ganz schön runter. Ein Naturspektakel sonders Gleichen. 😍

Man hätte auch runter gehen können, aber das haben wir uns in diesem Fall gespart, denn es gab noch ein paar Dinge zu sehen und wir mussten ja auch noch nach Syracuse, wo wir das Motel gebucht haben. Also ging es weiter nach Ithaka, wo es weitere Wasserfälle gab und zwar sehr Zentral zur Stadt. Wow, wow, wow!!! Ein Ort schöner als der andere. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Wir haben unten beim Ithaka Fall begonnen und sind der Straße nach oben Richtung Cornell gefolgt. Alle paar Meter war ein neuer Wasserfall. Zudem ist Cornell eine Universitätsstadt und es scheint gerade wieder losgegangen zu sein, denn es strömten etliche junge Leute mit ihren roten Unipullovers gerade zu einer Party. Das hatte sehr viel Charme. 😀




Die Region war einfach ein Traum!! Hier hätte ich mir auch vorstellen können zu studieren. 😅
Nach einer Weile konnten wir uns endlich losreißen und zu unserem finalen Ziel für diesen Tag fahren: Syracuse. Dazu kann ich nicht viel sagen, außer dass es eine Stadt im Staat New York ist und es hier eine schöne Weingegend geben soll, aber generell ist das Gebiet um die Niagarafälle über die Finger Lakes bis nach Syracuse für ihren Weinanbau bekannt. Nach diesem langen und wirklich sehr ereignisreichen Tag, waren wir hungrig. Gleich um die Ecke von unserem Motel fanden wir einen Tully’s. Die besten Chicken Wings die ich je in meinem Leben gegessen habe. Darauf folgte noch ein Cocktail, denn es ist schließlich Urlaub und den soll man auch genießen. Der Laden war spannend, ziemlich groß (für das was ich aus Osttirol gewöhnt bin), eine riesengroße Theke mitten im Lokal, überall hängen Fernseher, auf denen die unterschiedlichsten Dinge gezeigt werden (von Sport über reine Werbung, Talkshows bis hin zu Filmen), in der einen Ecke noch ein kleiner Bereich mit Spielautomaten. Wirklich sehr interessantes Konzept, aber es funktioniert. Der Laden war voll.


Voll bis zum Anschlag gingen wir zurück ins Motel. Da nicht so schönes Wetter gemeldet wurde für den nächsten Tag, haben wir uns wieder für einen Fahrtag entschieden und dafür mussten wir uns Ausruhen.