New York City – Manhattan
Gestern haben wir mit dem Auto Manhattan Richtung Washington DC verlassen. Zweieinhalb Tage crazieness. An jeder Ecke ein anderes Ultimatum. Die Stadt die niemals schläft, das ist definitiv wahr (auch wenn das New Yorker nicht mehr so sehen 😅).
Am Samstag nach unserer Ankunft und dem Check-in, in unserem sehr kleinen, aber auf jeden Fall sehr guten Hotel, ging es los…das Großstadt-Leben spüren, erkunden, erleben und fühlen. Da das Hotel nicht allzu weit weg war vom Central Park gingen wir gleich drauf los, in diese riesige Parkanlage. Schon dort merkte man es wird laut, bunt und chaotisch. Vorbei an der Bow Bridge, wo man etliche Leute mit Booten herum fahren sah, quer durch den Park bis zu den Umbire Rocks (kennt man von Filmen) und weiter Richtung Midtown.



Es war schon beim Dunkel werden und wir hatten eigentlich keinen wirklichen Plan was wir noch anschauen wollten, aber da auf einmal das Top of the Rock Observatory Deck vor uns stand (Rockerfeller Center) und es keine Schlange gab, entschieden wir uns kurzerhand dafür dort rauf zu fahren um uns New York von oben anzusehen. Was für ein Ausblick und vor allem was für ein Lichtermeer!!! 😍

Es war einfach traumhaft schön. Nach einigen Fotos und Atmosphäre genießen, ging es weiter. Wir wollten noch zum Time Square, also schlenderten wir dorthin, nichts ahnend wie verrückt es dort werden wird. 😅 Es war heftig – Menschenmassen, Lichtermassen, Reklamenmassen – von allem irgendwie zu viel. Zwischen singenden, demonstrierenden Leuten, blitzen überall Werbebildschirme auf und auf den Straßen ein Hupkonzert sonders Gleichen. Wir waren ziemlich müde, war auch schon ein langer Tag und es war wirklich sehr überfordernd. Man wusste nicht wohin man als erstes schauen bzw. worauf man achten sollte. Reizüberflutung.

Wir haben uns einmal durch den Time Square gekämpft und dann beschlossen wieder zum Hotel zu gehen, wir brauchten eine Pause und vor allem Schlaf.
Der zweite Tag bzw. der erste volle Tag, führte uns schon relativ früh morgens zum Vessel und zur High Line. Ein bisschen hat uns nämlich der Jetlag erwischt und wir waren schon um halb vier munter, aber warum beschweren, wir nutzen diese Zeit einfach. Die High Line war ein Traum. Wirklich wunderschön. Ein bepflanzter Weg der einfach über den Trubel hinweg geht. Es war früh am Morgen, kaum Leute unterwegs, hin und wieder ein Jogger (von denen gibt es richtig viele in New York). Ich hätte ewig dort bleiben können.



Die High Line ist definitiv ein Highlight und ein must do!! Ich denke, dass wir auch die perfekte Zeit dafür erwischt haben. Wir sind dann beim Chelsea Market raus gekommen. Das ist einfach eine klassische Markthalle mit Geschäften und vielen kleinen Lokalen. Dort holten wir uns erstmal ein Frühstück. Kaffee/Tee und Bagles. 🤤 Sesam-Bagel mit Peanut-Butter und Jam. Ich träume jetzt noch davon. Es war sooo gut!!

Nach dieser großartigen Stärkung ging es weiter zum Flatiron Building, das wird gerade saniert, also hat man es nicht sonderlich gut gesehen, aber es ist einfach Irrsinn so ein schmales Gebäude hin zu bauen. Sinn macht es nicht wirklich 😅. Das Empire State Building und der Byrant Park waren als nächstes dran. Daher durften natürlich die Grand Central Station, das Chrysler Building und die St. Patricks Cathedral nicht fehlen. Wir sind alles zu Fuß gegangen, da kommt schon einiges zusammen.
Es war später Vormittag als wir unser nächstes Highlight ansteuerten. Noch war es relativ angenehm von den Temperaturen, aber es waren 30 Grad angesagt, also ging es weiter zur Roosevelt Island Tramway. Eine Seilbahn die dich auf die kleine „Insel“ namens Roosevelt Island bringt. Direkt vorbei an der Queensborro Bridge.


Die Tramway gewann schnell an Höhe. Auf der anderen Seite gingen wir dann einen kleinen Teil der Insel ab und kamen am Smallpox Memorial Hospitale vorbei – heute nur noch eine Ruine, im 19. Jahrhundert ein Krankenhaus für Menschen die an Pocken erkrankt sind.
Nach diesem kurzen Erkundungstripp ging es wieder nach Manhattan und da war es auf einmal sehr heiß und uns ging ein bisschen die Luft aus. Hatten schon einige Kilometer zusammen, also beschlossen wir nun wieder Richtung Central Park zu gehen, vorbei am Met und am Guggenheim Museum zum Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir. Ein riesen großer angelegter See mitten im Park. Dort sind wir noch einmal herum gegangen und danach eine kurze Rast im Park und Hotel.
Diese kurze Pause war notwendig und dann waren wir auch bereit um noch im Old John’s Diner etwas Essen zu gehen. Es gab natürlich Burger – was sonst. 😉 Gestärkt und müde ging es zurück ins Hotel, schlafen, denn der nächste Tag war schon wieder voll mit tollen Ideen!



Vor uns ragte das höchste Gebäude in New York. Bis zum Ende der Spitze hat das Gebäude eine Höhe von 541 m. Da kaum was los war, war klar, dass wir hier rauf mussten und das war definitiv eine gute Idee! Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Vor uns erstreckte sich Manhattan in seiner vollen Pracht. Jeden Cent wert!!


Am Boden wieder angekommen ging es wieder zurück Richtung Battery Park und dann zur Staten Island Ferry. Eine der wenigen Attraktionen die man kostenlos in New York machen kann. Die Fähre geht von New York nach Staten Island und man kommt ziemlich nah an der Freiheitsstatue vorbei. Ein weiteres Highlight auf dieser Fähre ist wohl der Blick auf die Skyline von New York.


In Staten Island wollten wir uns dann das Prepaid Handy kaufen, weil wir dort direkt bei einer Mall ankamen. Aber was wir vorfanden war ein Labyrinth aus nichts. Die meisten Geschäfte geschlossen, ein seltsamer Ort, welcher etwas die Stimmung drückte. Es ging zurück nach Manhattan und dann direkt auf die Suche nach einem Shop wo wir das Prepaid Handy kaufen konnten. Gar nicht so einfach. Das Prepaid Handy war deshalb notwendig, weil die SIM-Karten nicht mit unserem chinesischen Handy kompatibel sind, sondern hauptsächlich für I-Phones ausgelegt sind. Zuerst dachten wir, wir werden es mit Offline Karten probieren, aber es war uns zu unsicher, dass es wirklich klappte. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir dann endlich etwas gefunden. Die Stimmung war naja..wir waren müde und genervt und vor allem der Tag war noch nicht vorbei. Wir hatten schon einige Kilometer in unseren Beinen, aber ein großes Highlight fehlte noch – Brooklyn Bridge!! Von dem Elektronikgeschäft ging direkt eine Station weg in Richtung Brooklyn. Zuerst haben wir uns verfahren und sind irgendwo ziemlich tief in Brooklyn gelandet, also mussten wir wieder zurück. Gott sei Dank hatte wir nun ein Handy mit Internetempfang. 😅🙈 Also haben wir es schlussendlich wirklich dorthin geschafft.
Wir sind in der Nähe der Manhattan Bridge ausgestiegen um dort zum Punkt Water Street, Ecke Washington Street zu gelangen. Dort sieht man direkt unter der Manhattan Bridge das Empire State Building in der Ferne. Dieser Blick ist aus Filmen bekannt.

Nach diesem kleinen Fotoshooting ging es dann weiter Richtung Brooklyn Bridge – wir schlenderten entlang der Promenade und blieben bei einer Bank stehen, um die Atmosphäre zu genießen. Es ging gerade hinter der Skyline von Manhattan die Sonne unter und nach einem kurzen Regenguss waren die Temperaturen endlich wieder halbwegs erträglich.

Hier eine weitere Perspektive auf die Skyline von Manhattan. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. 😉 Kurze Zeit später ging es dann zu Fuß zurück nach Manhattan. Ich dachte nicht, dass es so cool sein kann über eine Brücke zu gehen. Man geht in der Mitte der Brücke und seitlich unter einem fahren die Autos (bzw. stehen die Autos – im Stop and Go Verkehr).

Nach diesem doch sehr intensiven Tag hatten wir Hunger und wir beschlossen noch nach Little Italy zu fahren, um dort zu essen. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, überall Musik und Lichter, extrem viele Menschen – ein Straßenfest durch den ganzen Teil und zwar das San Gennaro Festival. Ein 10 tägiges Fest um einen neapolitanischen Schutzpatron zu befeieren. Es war genial. Dort gab es dann italienischen Wein und Pasta (endlich Mal keinen Burger 😅).

Und als Nachspeise ein Cannolo (sizilianische Teigrolle mit Creme).

Nach diesem intensiven Tag freute ich mich schon aufs Bett. Also ging es zurück um die letzte Nacht im Hotel in New York zu schlafen.
Am nächsten Tag waren wir wieder ziemlich früh wach und da wir das Mietauto erst um 9 abholen konnten, sind wir noch einmal eine Runde im Central Park laufen gegangen. Einmal um das schon bekannte Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir. Herrlich es ging hinter den Häusern die Sonne auf und sie spiegelten sich im Wasser.

Einfach nur schön!! Zurück im Hotel hieß es duschen, zusammenpacken und alles fertig für die Abreise machen. Auschecken und Gepäck hinterlegen und dann ein Citi Bike zum Mietauto und so haben wir dann kurz nach 10 Uhr New York Richtung Washington DC verlassen (auch wenn es etwas gedauert hat, bis wir die richtige Ausfahrt erwischt haben 😅😉). Der Roadtrip hat somit offiziell begonnen.
Es waren drei sehr intensive Tage in Manhattan. Nicht nur von unserem Programm her, sondern auch von der Stadt selbst. Es ist eine interessante, spannende Stadt, aber auch laut, dreckig und anstrengend. Es war Zeit für neue Eindrücke.