First time in Venice! :D

Zum ersten Mal nach Venedig. Oh war ich aufgeregt und gespannt. Ist es wirklich so magisch wie man hört? Und zu gleich wie ist es mit den Menschenmassen? Florian und ich haben uns ein ziemlich straffes Programm herausgesucht (es war einfach zu schwer eine Entscheidung zu treffen XD). Also ging es an einem sehr heißen Freitag-Nachmittag von Lienz nach Venedig. Am Parkplatz (die günstigste Möglichkeit ist noch am Festland und mit dem Bus dann in die Stadt) angekommen ging es eigentlich gleich los, Bus, zu Fuß in unser B&B, Koffer ablegen und raus in die Stadt.

Wir schlenderten einfach in die Stadt, über etliche Brücken, durch enge Gassen, viele Menschen etc. und es dauerte nicht lange, dann waren wir schon direkt auf dem Markusplatz. Florian und ich standen vor dem über 100 Meter hohen Companile und nutzten die Gunst der Stunde, dass gerade nicht viel los war und kauften uns ein Ticket. DIESER AUSBLICK – ich liebe es generell Städte und Regionen von oben zu sehen, aber es war phänomenal. Die Sonne ging gerade unter. Herrlich!! Jeder Zeit wieder. Unser nächster berühmter Stopp – Rialto Brücke – ehrlich gesagt den Hype verstehe ich nicht ganz. Es waren gefühlt Millionen von Menschen dort (aber nur auf einer Seite..haha), „die Schönere“. Florian und ich mussten hier schnell weg, für mich war es irgendwie nichts. Zudem war unser nächstes Highlight gleich in der Nähe. Circa 5 Gehminuten von der Rialto Brücke befindet sich eine kleine Bar namens „Al Merca“.

Im Prinzip ist es einfach nur ein kleiner Raum mit einer Theke drin, hinter der ausgeschenkt wird und Panini verkauft werden. Die „Gäste“ stehen direkt auf der Straße. Es war Urlaubsfeeling pur. Hätte die ganze Nacht hier bleiben können. Es gab für uns Prosecco und Aperol bzw. Gin Tonic. Der Hunger trieb uns dann weiter. Zuerst wollten wir in ein Restaurant mit dem Namen „La Zucca“, aber leider war da schon alles voll, also gingen wir zu Marias Restaurant-Tipp: „La Patatina di San Giacomo“. Frische Gnocchi, hervorrangende Nudel und als Nachspeise ein Tiramisu. Danke für den großartigen Tipp! 😀 Mittlerweile war es relativ spät und wir waren von der Hitze und einem doch sehr langen Tag sehr müde. Zudem rufte uns eine erfrischende Dusche, also ab ins B&B.

Nach einem halbwegs erholsamen Schlaf ging es gleich in der Früh zur Brücke ohne Geländer (Ponte di Chiodo).

Noch waren die Temperaturen in den engen Gassen erträglich, aber es war klar, der Tag wird wiederrum heiß!! Gleich in der Nähe von dieser Brücke, direkt am Meer gab es dann ein klassisches italienisches Frühstück – Cafè con Croissant (okay für mich eine Cioccolata..:D). Next Stopp – Calle Varisco.

Die engste Gasse in Venedig. Auch wenn man glaubt, man ist schon längst in der engsten Gasse und es geht nicht noch enger, man wird hier vom Gegenteil überzeugt. Also klaustrophibsch sollte man definitiv nicht sein. In der Nähe von der Bar „Al Merca“ haben wir den Tag zuvor einen Markt gesehen, leider war dieser schon abgebaut, aber wir wollten ihn unbedingt sehen, daher ging es zurück in die Innenstadt, vorbei am Markusplatz und der Rialto Brücke. Frisches Obst und Gemüse, Gewürze und den frischsten Fisch bzw. die frischten Meeresfrüchte die man sich vorstellen kann. ITALIEN-FEELING!! Leider war die Zeit am Markt sehr begrenzt, weil wir hatten für den restlichen Tag eine Bootstour nach Murano, Burano und Torcello gebucht. Also ging es los zum Treffpunkt, war gar nicht so einfach diesen zu finden, aber wir haben es pünktlichst geschafft.

First Stop Murano: Murano ist durch das spezielle Murano-Glas und die vielen Glasbläserein bekannt. Mir kam vor hier konnte man eigentlich nur Dinge kaufen die aus Glas hergestellt wurden. Es gab kein anderes Geschäft – zumindest kam es mir so vor. Natürlich sind diese Dinge wunderschön und sehr edel, auf jeden Fall, aber mir fehlte ein wenig das Spezielle, der WOW-Effekt für den restlichen Ort. Zudem war die Zeit relativ begrenzt. Ich bin mir sicher, dass man mit mehr Zeit diesen WOW-Effekt entdeckt hätte. Zurück am Boot ging es zum nächsten Halt – Burano: ein Fischerdorf, welches vor allem durch die vielen bunten Häuser auffällt. Ein Haus knalliger als das nächste. Das Boot hielt hier für eineinhalb Stunden. Die Hitze machte uns ein wenig zu schaffen, aber ansonsten habe ich mich sofort in das bunte Städtchen verliebt – okay ein Minuspunkt waren noch die zu vielen Touris (aber wir gehörten ja auch dazu..haha). Der letzte Halt war dann Torcello. Man findet hier eigentlich nicht viel, ein paar Restaurants, Bars und eine Kirche mit einem Turm. Dafür haben wir uns ein Ticket gekauft und sind rauf gegangen. Ein weiterer Ausblick zum Träumen. Dieser Stopp gefiehl mir fast am besten. Es hatte einfach Stil und das gewisse Etwas. Man kann es nicht genau beschreiben, man muss es gesehen haben. 🙂 Danach ging es wieder nach Venedig zurück ins B&B ein wenig rasten und frisch machen. Nach diesem langen, heißen Tag waren wir hungrig! Unser heutiges Restaurant trug den Namen „Ristorante Pizzeria Due Colonne“. Ein Tisch im Freien, eine flasche Wein, Spagheti Carbonara etc. Natürlich gab es zuvor bei unser neuen „Lieblingsbar“ einen Aperitivo. 🙂 Nach dem Essen wollten wir uns noch einmal den Markusplatz bei Nacht anschauen. Es war dort immer noch recht viel los, in den umliegenden Restaurants wurde Live-Musik gespielt. Wir haben uns etwas zum Trinken gekauft und uns dann unterhalb des Companile hingesetzt und die Atmosphäre genossen. 🙂 DOLCE VITA!

Die letzte Nacht in Venedig war noch wärmer als die zuvor (nie mehr Venedig im Juni..haha). Die letzten Stunden in Venedig verbrachten wir im Stadtteil Dorsodoro. Es ist nicht gelogen. Es ist wirklich ein wunderschöner Stadtteil. Den Teil möchte ich mir gerne noch einmal ansehen, aber wie schon gesagt nicht im Juni. Es war seltsam wieder Autos zu sehen. Auf jeden Fall spannend wie sich die Venezianer mit ihren Booten und Gondeln organisieren und das Stadtleben dort so funktioniert. Zudem ist es eine schöne Abwechslung einmal keine Autos zu sehe und zu hören.

Beim nach Hause fahren nahmen wir anders als bei der Hinfahrt die Landstraße. Wir wollten noch einen Sprung nach Cortina schauen, leider sind wir dort nie angekommen. Kurz vor unserem „Ziel“ hatten wir einen Autounfall, da ich leider plötzlich eingeschlafen bin. Florian und ich blieben, Gott sei Dank, unverletzt, doch das Auto hat es ziemlich erwischt. Es war nicht leicht jemanden zu erreichen der uns behilflich sein konnte. Wir sind stundenlang mitten auf der Straße gestanden. Bis endlich eine Polizia vorbeikam und uns geholfen hat. Nach einer Ewigkeit kam dann auch der Abschleppwagen und brachte uns in die Werkstatt. Mit dem Auto wird alles wieder gut, das ist auf jeden Fall wichtig und es ist auch gut, dass uns nichts passiert ist, vor allem Florian. Die Psyche leidet noch ziemlich, zumindest meine. Machtlosigkeit, Selbstzweifel, Sorgen, Stress, so viele Gefühle die durch meinen Körper fließen.

Fazit: Venedig ist wirklich sehenswert, defintiv nicht gelogen. Doch ich möchte schön langsam beginnen, meine Reisen etwas anders zu gestalten. Etwas gemütlicher, weniger Stress, mehr genießen. Alle meine Reisen sind irgendwie purer Stress. Natürlich sieht man dort viel und es genial, aber es ist auch einfach nur anstrengend und laugt einen total aus. Ich glaube es trifft schon zu, dass manchal weniger, mehr ist. Zudem ist es nicht der Sinn von Urlaub, dort sollte man sich doch erholen, um dann wieder gestärkt durchstarten zu können. Auf jeden Fall liebe ich Sightseeing und will es weiterhin machen, aber mir solltes es nicht so viel tun, wenn ich ein paar Dinge einfach nicht gesehen habe.