Grübeltier

Das Leben und seine Herausforderungen bringen einen manchmal zum Verzweifeln, vor allem wenn man drüber nachdenkt warum das alles passieren muss so wie es passiert. Diese Schüsse vor den Bug machen mir Angst. Was will man mir damit sagen, worauf soll ich achten, was mache ich falsch, wo bin ich am falschen Weg, warum kann sich der Nebel nicht lichten? Viele, viele Fragen und die sind sowohl auf mein eigenes, ganz persönliches Leben zu münzen, als auch auf die gesellschaftliche Situation.

Immer wenn man sich in Sicherheit wägt oder glaubt es kann nicht noch schlimmer kommen, bämmmh…zeigt einen das Universum den Mittelfinger und schreit laut: „ätschibätsch“! Die kleinen und großen Tücken/Fallen des Lebens, im Moment habe ich das Gefühl ich lasse keine davon aus. Die Leichtigkeit dabei zu behalten, wird immer schwerer. Ich bin leider ein Grübeltier und möchte den Sinn verstehen, warum das alles so kommt wie es kommt und momentan einfach noch so gehäuft auftreten? Ich muss doch etwas übersehen? Etwas nicht bemerken? Man will mir doch etwas zeigen? Aber was? Fragen auf die ich so nie eine Antwort finden werden. Das Problem oder vielleicht sogar das einzige Probleme ist, dass es mich beunruhigt und es mein Selbstbewusstsein schwächt, mein Vertrauen zu mir selbst und meinen Fähigkeiten. Das schwerste dabei ist einfach, dass die Wunden im Moment nicht heilen können, sie werden immer wieder durch ein kleines Missgeschick von neuem aufgerissen und beginnen zu bluten. Es lässt einen die guten Dinge irgendwie vergessen und das macht es umso anstrengender.

Die Angst etwas zu Übersehen und dann auf einmal nicht mehr nur mit einem Bugschuss davon zu kommen, sitzt mir tief in den Knochen. Es macht micht nervös und angespannt, lässt mich vergessen wie es ist zu genießen, jung zu sein und voller Vorfreude auf die nächste Zeit zu zu laufen. Sich mit den Worten „es ist alles halb so schlimm“ oder „es wird alles gut“ abzuspeißen, bringt schön langsam nichts mehr. Das ist das größte Problem dabei! Aber den Kopf in den Sand zu stecken, bringt leider noch weniger. Es wird mich nicht weiterbringen und mich auch nicht vor all dem bewahren. Vermutlich genau das Gegenteil. Nun heißt es für mich Pflaster erneut auflegen, Kopf hoch und weiter machen. Die Erfahrungen als Lehrmomente abstempeln und ins Leben integrieren, aber nicht davon bestimmen lassen. Ist für mich keine einfache Aufgabe, aber vielleicht ist es genau das was ich daraus lernen soll. Es sind Aufgaben die gemeistert gehören, denen man vermutlich nie wirklich ausweichen kann und die einen irgendwann im nachhinein doch wieder eine gute Lehre waren und einen weitergebracht haben.

Meine derzeitigen Aufgaben sind es, mich durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen, nicht so viel nachzudenken über das was sein könnte, die positiven Dinge zu sehen und den Kopf wieder aus dem Loch zu nehmen, in dem er im Moment ziemlich fest steckt. Gutes Gelingen!!